So können Sie E-Mails verschwinden lassen.

Der Artikel hat ursprünglich die Überschrift «Das E-Mail ist längst nicht reif fürs Altenteil» gehabt. Dann hat ihn die Tagesleitung entsprechend umgetitelt, was offenbar eine positive Wirkung bei den Einschaltquoten hatte – aber auch ein Feature ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt hat, dass ich ursprünglich en passant erwähnt hatte. Gmail wird es demnächst ermöglichen, Mails mit Verfallsdatum auszustatten. Danach werden sie automatisch aus der Inbox des Empfängers verschwinden. Das klingt interessant, hat aber ein paar Probleme: Man kann die Funktion bislang nämlich noch nicht testen. Und: Sie wird mutmasslich tatsächlich nur dann funktionieren, wenn der Empfänger ein Gmail-Nutzer ist. Denn da der Rückruf von Nachrichten und das automatische Löschen sind keine Standard-Funktionen beim Mail und daher auch nicht generell verfügbar.

Trotzdem hat die Tagesleitung natürlich recht gehabt: Den ganzen Beitrag lesen »



Windows legt einen ordentlichen Zacken zu.

Bei Windows gab es seit Men­schen­ge­den­ken den Ordner «zuletzt besucht». Er ist eigentlich eine gute Idee. Er steckte bis vor Kurzem im Explorer im Abschnitt Schnellzugriff und hielt die Dokumente bereit, an denen man zuletzt gearbeitet hat. Das Problem an der Sache: Ich habe ich nie verwendet, und viele andere Anwender mutmasslich auch nicht. Warum er keinen Alltagsnutzen entfaltet hat, ist schwer zu sagen. Ich vermute, weil es letztlich einfacher geht, im Explorer gleich den richtigen Ordner zu öffnen, in dem das gewünschte Dokument steckt. Oder das fragliche Programm zu starten und das Dokument über die «Zuletzt verwendet»-Liste im Dateimenü zu laden.

Das bedeutet, dass diese Liste nur etwas bringt, wenn man sie sehr schnell aufrufen kann – mehr als einen Klick oder ein Tastaturkürzel sollte man nicht aufwenden, weil man es sonst auch gleich ganz bleiben lassen kann. Und der Ordner hatte einige weitere Mängel: Den ganzen Beitrag lesen »


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Problembehebung? Das soll eine Problembehebung sein? (Bild: Concord90/pixabay, CC0)

Gelegentlich holt mich meine Vergangenheit als Kummerbox-Betreuer ein. Ich wurde neulich zu einem Windows-Computer gerufen, der nicht mehr druckte. Wenn man dazu ansetzte, potenzielles Altpapier zu produzieren, dann sagte einem das Betriebssystem in seiner unvergleichlich hilflosen Art, man solle gefälligst einen Drucker installieren. Eine nutzlose Empfehlung, da am fraglichen Computer mehr als ein halbes Dutzend Ausgabegeräte eingerichtet waren. Und klar, als alter Zyniker – zu dem man automatisch wird, wenn man längere Zeit Windows benutzt hat – denkt man sogleich, dass das das Problem sein könnte. Windows arbeitet gut, so lange man vorsichtig ist. Und mehr als ein halbes Dutzend Druckertreiber zu installieren, ist das Gegenteil von Vorsicht.

Noch unerfreulicher war, dass am fraglichen Computer zuvor eine Manipulation vorgenommen worden war – aber die Akteure auf die Frage, was sie denn genau gemacht hätten, nur mit einem «Ach, ein bisschen hier und dort geklickt» antworten konnten. Das ist die häufigste, wenngleich mit Abstand die unerfreulichste Wendung, die ein Gespräch zwischen Kommerbox-Betreuer und Computernutzer nehmen kann. Denn für eine Einschätzung und eine gute Therapie ist die glasklare Diagnose extrem hilfreich.

Na gut, ich habe getan, was man in solchen Fällen tut: Den ganzen Beitrag lesen »


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Wo man im Web sonst noch so herumhüpft, bleibt Herrn Zuckerberg verborgen. (Bild: Kaique Rocha/Pexels.com, CC0)

Im Nerdfunk haben wir in der Folge Das himmelblaue Chilbimonster den Facebook-Skandal analysiert. Kevin und ich sind zum Schluss gekommen, dass wir beide nicht in die #DeleteFacebook-Rufe einstimmen werden. Aber wir beide nutzen dieses datenhungrige Biest so, dass es uns nicht wehtun würde, wenn sämtliche dort gespeicherten Daten geklaut, verschachert oder öffentlich gemacht würden. Das heisst für mich, dass ich die allermeisten Dinge sowieso öffentlich poste und Beiträge verbreite, die ich auch über Twitter oder auf was für Kanälen auch immer verbreiten würde. Das heisst leider nicht, dass Facebook nicht trotzdem sehr viel über mich erfährt – und unter Umständen mehr, als mir lieb ist.

Das hat zum einen mit der sozialen Struktur zu tun: Da man sich mit Leuten verbindet, ergibt sich eine Abbildung des Beziehungsgeflechts. Und die kann unter Umständen aufschlussreich sein und indirekte Rückschlüsse auf Gesinnung, politische Einstellungen und Vorlieben zulassen. Den ganzen Beitrag lesen »


Für mein Video zu den Musik-Apps habe ich neulich einen Establishing Shot benötigt. Da ich leider kein Second Unit zur Verfügung habe, musste ich mir selbst etwas einfallen lassen. Ich wollte die Grösse einer grossen Musiksammlung visualisieren und habe darum ein Mosaik von Albumcovern gezeigt.

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Das Resultat einer Google-Bildersuche zum Suchbegriff «Album Art».

Doch wie macht man so etwas ohne allzuviel Aufwand? Am schönsten wäre, wenn sich eine Google-Bildersuche einfach in ein Mosaik bzw. eine Collage umwandeln liesse. Mit Image Quilts (IQ) gibt es eine Erweiterung für Google Chrome, die verspricht, «Quilts» aus Bildern herzustellen, die aus dem Web oder auch von der eigenen Festplatte stammen. Ein Quilt ist eine Steppdecke mit unterschiedlichen Stofflecken zuoberst.

Das funktioniert so, dass man über den IQ-Knopf in der Symbolleiste von Chrome einen neuen Quilt startet. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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