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Der Teeologe hat lange geschwiegen. Was daran liegt, dass er in der letzten Zeit nicht zu ausgiebigen Teezeremonien gekommen ist. Aber immerhin, heute gibt es wieder eine Verkostung. Und zwar des Cranberry-Tees aus Müllers Teestube. Erhältlich in dem Laden der Müller heisst, obwohl er nicht Mehl herstellt, sondern Drogerieprodukte verkauft.

Cranberries, oder, wie sie in Deutsch heissen würden, Moosbeeren, sind als Saft weit verbreitet und werden vom Teeologen in dieser Form auch gern getrunken. (Ohne dass er sich deswegen aber Saftologe nennen würde.) Den ganzen Beitrag lesen »


Für die Überschrift entschuldige ich mich in aller Form. Ein so billiger Kalauer ist eines Teeologen nicht würdig.

Aber vielleicht freut ihr euch über meine Tee-Empfehlung. Es handelt sich um ein Produkt, das von seinem Hersteller als «Wohlfühltee» bezeichnet wird und bei mir damit die Frage aufwirft, ob nicht jeder Tee in irgend einer Form zum Wohlfühlen beitragen müsste. Man könnte jetzt natürlich als Gegenargument den Abführtee anführen. Allerdings sollte es auch bei dem so sein, dass man sich zumindest mittelbar wieder besser fühlt. So eine Verstopfung ist schliesslich keine angenehme Sache.

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Was Quinoa beim Slowfood ist Matcha unter den Heissgetränken. Hier die Variante, bei der faule Leute wie ich auf Besen und Bambuslöffel verzichten können.

Die Nomenklatur rund um die Tees und die Fantasieergüsse ihrer Vermarkter zu hinterfragen, ist aber müssig. Tees muss man an ihren inneren Werten messen und nicht am Geschwurbel auf der Verpackung. Dieser Tee hier ist bei mir zum Verzehr am Morgen vorgesehen. Da steht bei mir bekanntlich meistens Grüntee auf dem Tisch, gelegentlich auch ein weisser Tee, zum Beispiel der von Lipton.
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Für meine teeologische Horizonterweiterung – und genauso für meinen täglichen Konsum – suche ich nach den aussergewöhnlichen, speziellen Tees. Geschmacksrichtungen abseits der Klassiker Grün, Schwarz, Kamille und Pfefferminz, Rooibos, Lindenblüte und Hagebutte.

Der Olivenblättertee passt hervorragend in diese Kategorie, auch wenn Wikipedia verkündet, in den Ländern des Mittelmeerraums habe er lange Tradition. Ich jedenfalls bin erst vor Kurzem auf ihn gestossen. Er passt aber sehr gut in die anderen hier vorgestellten Tees mit dem mediterranen Flair: Das sind der Oregano-Tee und der griechische Bergtee.

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Etwas bitter. Leicht scharf. Und gut für die Konzentration.
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Über die Unsitte, Tee mit mystisch, esoterisch oder übersinnlich angehauchten Namen auszustatten, habe ich mich ja auch schon ausgelassen. Zu dieser Marotte neigt auch das Unternehmen Narimpex, das auf seiner Website nichts weiter über sich preisgibt, als dass es sich um einen Familienbetrieb handelt. Da gibt es den «traumhaften Kräuterabend», das «Alpenfeuer» und den «Alpenglanz», sowie den «taufrischen Kräutermorgen». Was vergleichsweise harmlos ist. Der Spiegel hat im Beitrag Schwer geteebeutelt einige Müsterchen auf Lager:

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Ein Beutelchen wie ein Berg…

Als ich neulich bei Freunden auf dem Sofa Platz genommen hatte, bot man mir Tee an. «Wir haben ‹Mutquelle›, ‹Lebensfreude› und ‹Fühl Dich stark›», sagte die Gastgeberin.

Worauf sich der Autor, Tom König, verzweifelt fragt:
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Der Machismo im Titel mag für viele im Zusammenhang mit einem Tee deplatziert oder gar lächerlich wirken. Tee trinken die Esoteriker und die Gutmenschen, während die Charles Bronsons und Bruce Willises Hochprozentiges oder zumindest Gebräu aus Gerste und Hopfen in sich hineingluckern lassen.

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Der Retsina unter den Tees.

… aber das ist natürlich nur ein dumpfes Vorurteil. Denn gerade beim Tee gibt es die herben Noten, die man durch entsprechende Dosierung und lange Ziehzeiten sosehr steigern kann, dass der Genuss des fertigen Getränks eine ähnliche maskuline Mutprobe darstellt wie der Verzehr von Chilischoten oder das Niedermähen von kommunistischen Unterhunden. Oder was man als Mann im zerrissenen Unterhemd heute so tut.

Der Tee, den ich in diesem Kontext empfehle, ist der Oregano-Tee von Adam herbs. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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