Ich komme zurück auf einen Blogpost, der (bei aller Bescheidenheit) einer der grossartigsten Titel der Bloggeschichte hat: Pontifex kann jeder heisst er und bespricht das Spiel Bridge Constructor. Das existiert inzwischen nicht nur fürs iPhone und iPad, sondern auch für Android.

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Diese Bauweise ist günstig, aber nicht sonderlich stabil.

Die Idee: Man muss eine Brücke bauen, die nicht von allein zusammenkracht. Nicht nur das: Sie muss auch so belastbar sein, dass Autos darüberfahren können. Und, wenn es hochkommt, sogar Lastwagen standhält. Die Zug- und Druckkräfte werden physikalisch einigermassen akkurat simuliert, so zumindest meine laienhafte Einschätzung. Man muss somit ein Gespür für die Kräfte entwickeln, die auf die Konstruktion wirken. In den Levels wird man mit unterschiedlichen Landschaften konfrontiert. Mal muss man ein kleines Gräblein überspannen, mal einen tiefen Abgrund. Mal ist die Strecke nur kurz, mal zieht sie sich ewig. Man bekommt unterschiedliche Baumaterialien, Holz, Stahl, Beton und Seile, an die Hand und kann sich an verschiedenen Konstruktionen versuchen: Hänge-, Balken- und Bogenbrücken, alles im Angebot.

«Bridge Constructor» bietet nicht nur für Lego-Veteranen ein befriedigendes Erlebnis: Den ganzen Beitrag lesen »


Ja, der Titel ist wirklich ein krasser Fall von Zwangsoriginalität… Aber zum Thema:

Neulich habe ich (wieder einmal) das Handy-Spiel «Threes!» gelobt und konstatiert, dass es keine originellen Ideen gibt, wie man die Spielidee weiterdrehen könnte. Die Spielidee nenne ich exponentielles Zahlenspuzzle, weil man Nummern-Steine mit dem gleichen Wert kombiniert. Das verdoppelt die Zahl auf dem kombinierten Stein und führt dazu, dass man es mit immer höheren Werten zu tun bekommt. Und weil ständig neue Steine aufs Spielfeld kommen, wird ganz zwangsläufig relativ schnell der Platz knapp.

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Links: Der Novize ist schon stolz auf den 128er.
Rechts: Auch das ist nicht das Ende der Fahnenstange. Markiert übrigens ein Stein, der Verbindungen L-förmig eingeht.

So ist das bei «Threes!» (Android, iPhone/iPad) der Fall, und bei den vielen meist nicht originellen Abkömmlingen. Nun habe ich aber eine Variante entdeckt, die ich für gelungen halte: Sie adaptiert die Exponentialität, ermöglicht aber ein längeres Spielvergnügen, weil es eine klevere Methoden gibt, das Spielfeld wieder freizuräumen. Der Nachteil: Sie ist nicht einfach zu spielen, und wenn man strategisch operieren will, braucht es furchtbar viel Konzentration.

Also, das Spiel heisst «Xolt» und ist für Android, iPhone/iPad und nicht für Windows erhältlich, obwohl es auf der Spiele-Homepage ein Windows-Logo hat. Das Game ist kostenlos, aber die Entfernung der Werbeunterbrechungen kostet 2 Franken.

Die Idee bei «Xolt»: Den ganzen Beitrag lesen »


Astrå (für iPhone/iPad und Android) ist ein charmantes kleines Spiel, das in der letzten Zeit durch die Blogs gereicht wurde, die notorischerweise solche Spiele besprechen. Bei droidgamers.com erfährt man, das Spiel sei spielenswert, und man lernt auch gleich noch das Genre: Orbital runner. Ich würde es in Deutsch «Planetenhüpfer» nennen. Es gibt auch andere Planetenhüpfer von Rang und Namen, zum Beispiel «Orbit Run» (Android) oder «Orbit Jumper» (iPhone/iPad, Android und sogar Windows).

Bei Planetenhüpfern geht es darum, sich mit mutigen Sprüngen aus der Schwerkraft der Himmelskörper zu befreien und sich durchs All zu bewegen, von Planetoid zu Planetoid. So wird das zumindest bei «Astrå» gehandhabt. Das Gameplay ist nun nicht spektakulär, aber das ist bei einem Casual Game auch nicht zwingend. Man tappt aufs Display und das Männchen hüpft. Man tappt noch einmal und es bewegt sich ausserhalb des Planet-Orbits auf seiner Bahn weiter ins All. Wenn da ein Planet auftaucht, landet es auf dem. Wenn nicht, fällt es auf den Ursprungsplanet zurück. Das beugt die Naturgesetze etwas, doch es macht das Spiel auch einfacher – sonst würde man seine Spielfigur doch relativ häufig in den Tiefen des Alls verlieren.
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Da muss Papa durch.

Ich habe neulich behauptet, the golden age of endless runner sei vorbei … da bin ich (hier) dem Spiel Into the Dead 2 begegnet, das seit gut einem Monat fürs iPhone und für Android erhältlich ist. Nun, man könnte kritisieren, dass ein Sequel nicht unbedingt ein guter Beweis für die Lebendigkeit eines Genres darstellt. Aber selbst dann ist klar: So tot bzw. untot wie der gemeine Zombie im Spiel ist das Genre nicht.

Apropos tot, untot und dazwischen: Es geht darum, Zombies noch lebloser zu machen, als sie es eh schon sind. Den ganzen Beitrag lesen »


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«Threes!» ist und bleibt das unangefochtene Original seines eigenen Genres. Und hier gibt es für Fehler – die Einsen und Zweier je in einer Ecke – kein Pardon!

Es kommt selten vor, dass ein neues Spiel-Genre – oder wenigstens ein Sub-Genre geschaffen wird. Bei «Threes!» (Android, iPhone/iPad) war das der Fall. Das Spiel, hier im Tagi vorgestellt, gehört in die Hauptkategorie der Puzzlespiele. Und es hat die Unterkategorie erfunden, die ich exponentielle Zahlenspuzzles nennen würde. Exponentiell deswegen, weil bei «Threes!» Zahlen erst Einer und Zweier zusammengeführt werden, und dann jeweils zwei Puzzlesteine mit der gleichen Zahl verschmolzen werden. So wird durch geschicktes Schieben aus zwei Dreier ein Sechser, aus zwei Sechser ein Zwölfer, und so weiter. Wenn man es geschickt spielt, bekommt man sogar 192er, 384er oder 768er aufs Feld. Die höchste Zahl, die ich geschafft habe, ist der 1536er. Aber es ginge noch höher.

Die Herausforderung ist, dass einem nie der Platz ausgeht. Denn je mehr Puzzlesteine mit hohen Zahlen auf dem Feld liegen, desto knapper wird der Platz für die Puzzlesteine mit den niedrigen Nummern, die man erst zu höheren Nummern aufbauen muss, um sie mit den vorhandenen Steinen verschmelzen zu können. Das ist eine besondere Herausforderung, da «Threes!» bei jedem Zug einen neuen Stein aufs Spielfeld mit den 16×16 Plätzen schiebt. Man könnte auch sagen: «Threes!» ist eine beispielhafte Visualisierung, was die Grenzen des Wachstums konkret bedeuten.

«Threes!» hat sehr viele Nachfolger und Varianten hervorgebracht – einige habe ich im Beitrag Zwei schlechte und eine gute Alternative zu Threes! vorgestellt. Eine weitere ist «Puzzle 10». Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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