Wer, wie ich, es sich nicht verklemmen konnte, auf dem iPhone 3G iOS 4 zu installieren, wird darob keine Freude haben: Abstürze noch und nöcher, Hänger und Ruckler, das unendlich drehende Rädchen und mitunter auch eine übelst stotternde Audiowiedergabe. Man fühlt sich ins vorletzte Jahrhundert zurückversetzt, wo ein Betriebssystem-Update die Hardware an den Rand eines Kollapses brachte.
Das frage ich mich: Warum regt sich alle Welt über das angebliche Antennenproblem des iPhone 4 auf, und nicht über dieses viel gravierendere Problem? Die Antennensache dürfte für die stolzen Besitzer eines iPhone 4 ein verschmerzbares Übel sein. Falls sie es überhaupt bemerken, müssen sie sich bei Apple halt eine Gratishülle besorgen. Kein grosses Ding.
Dass ein Telefon durch ein System-Update annähernd unbrauchbar wird, halte ich für ein wirkliches Problem und für einen kleinen Skandal. Zumal ich Apple eine Absicht unterstelle. Denn was wird in vielen Fällen die Reaktion des gepeinigten iPhone-User auf die unerträgliche Langsamkeit seines Geräts sein?

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Von Apple ausgetrickst
Schwach, Google, ganz schwach
Nun zieht Google bei der Wave den Stecker:
We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects.
Weil Googles Erwartungen nicht erfüllt wurden – und das Produkt nicht innerhalb eines Jahres E-Mail und sämtliche anderen Kommunikationsmittel vom Angesicht der Erde gefegt hat:
But despite these wins, and numerous loyal fans, Wave has not seen the user adoption we would have liked.
Bei Google, dem Milliarden-Unternehmen, treten manchmal erschreckend kindische Züge zutage. Die Wave nach so kurzer Zeit zu beerdigen, ist eine infantile Trotzreaktion: «Ihr liebt unsere Wave nicht – also machen wir sie kaputt.» Vielleicht ist es einfach nur dumm. Den ganzen Beitrag lesen »
Rein ist was anderes als raus
Ja, ich komme inzwischen wie ein hassgetriebener Microsoft-Basher rüber. Aber was will ich machen? Es ist mir Pflicht und innerer Drang, auf jedwede Benutzerunfreundlichkeiten hinzuweisen. Schliesslich gibt es dafür eine Kategorie in meinem Blog.
Und Microsoft wird nicht müde, mir Material für diese Kategorie zu liefern.
In Outlook 2010 gibt es eine Benutzerunfreundlichkeit, die schon an den ultimativen Klassiker herankommt. Der ultimative Klassiker ist natürlich der Windows-Start-Knopf, den man betätigen muss, um Windows zu beenden.
Es geht in diesem Blogpost um den Vorgang des Exportierens. Das Exportieren ist bekanntlich der Vorgang, bei dem man Daten aus einem Programm entnimmt. Man holt irgend etwas aus dem Speicher heraus.
Um in Outlook 2010 einen Exportvorgang durchzuführen, wählt man im Menüband die Rubrik Datei. So weit, so logisch. Schliesslich ist es mein Bestreben, am Ende eine Datei zu erhalten, in der meine Daten stecken.
Weniger logisch ist dann allerdings, dass ich die Rubrik Öffnen öffnen muss. Die Vorstellung beim Öffnen ist, dass ich Daten in mein Programm hereinhole, und das ist nicht, was ich tun will. Es wird aber noch unsinniger. Den ganzen Beitrag lesen »
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Microsoft ist des Wahnsinns. q.e.d.
Warum?
Weil man als Anwender eines Microsoft-Produkts – als Beispiel sei Windows Live Mail genannt –, gezwungen wird, solche Problemlösungen durchzuackern.
Das ist eine echte Anleitung, in gekürzter Form wiedergegeben, die ich ab und zu als Antwort auf eine Kummerbox-Frage versende:
Vorbemerkung
Ich sehe bei Windows Live Mail immer wieder Probleme mit der Ablage der E-Mails, sodass ich davon ausgehe, dass die Software diesbezüglich einfach schlecht funktioniert. Ich empfehle daher, bei wiederkehrenden Problemen auf eine andere Software auszuweichen. Meine Empfehlung ist Mozilla Thunderbird.
Wenn Sie an Windows Live Mail festhalten möchten, würde ich empfehlen, die mühselige Prozedur auf sich zu nehmen, und die Mailablage der Software zu bereinigen. Zuvor sollten Sie den ganzen Datenbestand, d.h. den ganzen «Windows Live Mail»-Datenordner sichern. Den ganzen Beitrag lesen »
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Microsoft, zunehmend labyrintoid
Office 2010 rollt an. Und dafür, dass es in diesem Softwarepaket keine einzige fehlende Funktion gibt, hat Microsoft die Arbeit ganz gut gemacht. Die Web Apps von office.live.com lassen Google Text & Tabellen alt aussehen. Und mit den Neuerungen wird das «Ribbon Interface» brauchbar. Die Multifunktionsleiste, die wir in Office 2007 zum ersten Mal gesehen haben, halte ich für eine gute Idee, die in der ersten Variante nicht sonderlich gut umgesetzt war.
Was mich nun allerdings wirklich sehr betrübt, ist der Umstand, dass Office 2010 mein Leben als Kummerbox-Betreuer nochmals ein gutes Stück schwerer macht. Ja, ich weiss, meine persönlichen Leiden sind grundsätzlich von nachrangiger Bedeutung. Aber wenn ich mir erlaube, diese meine Sorgen zu entpersonifizieren… ok, das Wort «entpersonifizieren» ist wahrscheinlich gar kein richtiges Wort, aber schliesslich sind solche Pseudowörter immer dann besonders praktisch, wenn man waghalsig argumentiert und das vertuschen möchte. Jedenfalls, erlaube ich mir zu behaupten, dass es nicht mir so ergeht und das Microsoft etwas Wesentliches nicht begriffen hat: Nämlich, dass es wichtig wäre, die Computerwelt einfacher und überschaubarer zu machen. Nicht komplizierter und immer noch labyrintoider… Den ganzen Beitrag lesen »


