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Jammern auf hohem Niveau

Der Kundendienst und die SBB

Ich bin ein erklärter Bahnfan. Allerdings, jedes Mal, wenn wir aus familiären Gründen ins schöne Bayerisch-Schwaben fahren, kommt mir die Galle hoch. Man würde mit Dampflok und einem Preussischen Abteilwagen befördert werden, wenn das Rollmaterial genauso rückständig wäre wie das Ticket-System. Unser Ziel ist die Stadt Höchstädt an der Donau, die nicht nur über einen eigenen Bahnhof verfügt, sondern auch über ein Schloss und sechseinhalbtausend Einwohner.

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Das Schloss dient der Erbauung, der Kundendienst der SBB eher nicht.

Das Schloss wurde zur Erbauung des Pfalzgrafs Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg gebaut und ist durchaus eine Attraktion, zumal die Bayerische Schlösser- und Seenverwaltung es aufwändig renoviert hat. Ausserdem kann man in Höchstädt an den Donauauen lustwandeln oder die imposante Umfahrung bewundern, die nach einem jahrzehntelangen Hickhack nun endlich gebaut wird.
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Mal kurz die Welt retten

Die heutige Ausgabe des Tagesanzeiger hat es in sich: Ein toller Kommentar von Constantin Seibt unter dem Titel «Die Blochers, unsere Oligarchen». Die schöne Anleitung «So werden Sie Bundesrat» von Jean-Martin Büttner. Und die hervorragende Spitze von Peter Aeschlimann gegen die seltsame Spendentätigkeit von SRF: «Die Glashaus-Gang predigt wieder». Da macht Zeitungslesen nicht nur Spass, sondern auch intelligent.

Jingle-Geklingle
Dieses JRZ oder «Jeder Rappen zählt» geht mir wahnsinnig gegen den Strich. Über diverse Teaser in den letzten Wochen wurde das Publikum eingestimmt, und jetzt mit allen radiofonischen Mitteln Emotionen generiert. Adrian Stern singt, herzergreifend. Nik Hartmann seift die Leute ein (gekonnt, wie man anerkennen muss). Die Promis geben sich die Klinke in die Hand. Und das Publikum liket die Veranstaltung via Facebook. Denn «wir wollen sein ein einig Volk mit Hühnerhaut», wie es Aeschlimann ausdrückt. SRF mit Müttern in Not das drittemotionalste Thema ever ausgesucht. (Mehr Hühnerhaut und Ergriffenheit auslösen könnte man nur mit Babys in Not und, Achtung, bitte anschnallen, Den ganzen Beitrag lesen »




De Weck, drehen Sie den Werbungterror leise!

Die amerikanische Rechtsprechung ist in meinen Augen nicht unbedingt ein Vorbild für die Welt. Den Commercial Advertisement Loudness Mitigation Act (CALM) kann man aber sehr zur Nachahmung empfehlen. Es geht darum, dass Werbung im Fernsehen nicht mehr lauter sein darf als das Programm, das sie unterbricht.

Der Zuschauer wählt die Lautstärke. Oder?
Auch bei uns drehen die Fernsehmenschen während der Werbung den Pegel um diverse Dezibel höher. Bei den privaten Stationen würde ich das noch halbwegs verstehen. Dass das auch das gebührenfinanzierte Schweizer Fernsehen tut, ist unverständlich und eine Frechheit gegenüber des Publikums. Man spricht dem Zuschauer das Recht ab, selbst die Lautstärke zu wählen, in der er sein Programm ansehen will.
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Wer sitzt am Lautstärkeknopf? (Bild Robert S. Donovan/Flickr)
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Was lange währt, wird endlich Kindle-Hülle

Vor knapp vier Monaten habe ich mich in diesem Blog beschwert, dass Amazon aus unerfindlichen Gründen mir keine Hülle verkaufen will. Nun hatte die Geschichte ein Happyend und die Hülle ist da:
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Vireninfektion per Telefon

Telefongeklingel.
Ich: «Hallo»
Englischsprechender Mann mit indischem Akzent: «Do you speak English?»
Ich: «I do.»
EMmiA: «Besitzen Sie einen Computer?»
Ich: «Ja.»
EMmiA: «Dieser Computer ist mit Viren infiziert!»
Ich: «Ach so?»
EMmiA: «Ja.»
Ich: «Und woher würden Sie das wissen?»
EMmiA: «Das wurde uns vom International Routing System mitgeteilt. Das Windows von Ihrem Computer ist mit einem Virus infiziert. Dieses Virus sendet ganz viele Daten ins Internet, die durch das International Routing System registriert werden. Den ganzen Beitrag lesen »