In meiner Eigenschaft als Tipps-Redaktor von Publisher.ch habe ich das Vergnügen, während der Arbeitszeit Blogs aus den Bereichen Gestaltung, Fotografie, Design und Kreativität lesen zu dürfen. Eine spezielle Vorliebe habe ich für Typografie-Blogs entwickelt. Wie schon früher erwähnt: Ich verstehe zwar nichts von Typografie, aber ich mag sie trotzdem.

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Der Mann schreibt nicht nur über sie, er macht sie auch.

Ein Blog, das ich mag ist typefacts.com: Da wird über Leute hergezogen, die die falschen Anführungszeichen machen. Zwischenfrage: Den ganzen Beitrag lesen »


Ich bin ein überzeugter Europäer und würde mich jederzeit für den Beitritt dieses Landes zur EU aussprechen – auch, weil ich eine Abneigung gegen Nationalstaaten und all die Dinge habe, die diese «Nationen» so mit sich bringen. Aber es ist unbestritten, dass es im Moment schwierig ist, Leidenschaft für die europäische Idee aufzubringen. Es gibt einfach zu viele, die sie schlechtreden. Natürlich die Nationalisten und die Isolationisten. Die Fremdenfeinde und Verkäufer einfacher Lösungen.

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Einsamer Rufer. (Bild: slon_dot_pics/pexels.com, CC0)

Aber es ist eben so, dass auch diejenigen, die sich zur europäischen Union bekennen, das im Moment enorm lustlos tun. Es gibt schwer, gegen Schlagworte wie Bürokratie, Regulierungswahn und (vor allem) Demokratiedefizit anzukommen. Das Demokratiedefizit sehe ich auch. Wie Europa mit Griechenland umgesprungen ist, hat mich zutiefst irritiert. Dass im Moment das Kapital, die Banken und die Interessen der Wirtschaft Vorrang vor den Interessen der Bürger haben, ist stossend. Und … naja, es braucht an dieser Stelle nicht mehr Beispiele. Dass jeder genügend davon kennt, ist genau das Problem.

Ich glaube nun aber daran, dass die EU trotz all ihrer Defizite besser ist als keine EU, und dass man sie deswegen leidenschaftlich verteidigen müsste. Dafür bräuchte es ein positives Narrativ – das hat der Historiker Matthias von Hellfeld in Holger Kleins Podcast Geschichtsunterricht immer mal wieder ausgeführt. Den ganzen Beitrag lesen »


Googles Bildersuche sucht nach Bildern: Das war seinerzeit (2011) eine grandiose Erkenntnis. Knapp sieben Jahre später ist es eine Banalität. Leute wie ich nutzen die Bildersuche die ganze Zeit, denn wer Blogbeiträge und Zeitungsartikel zu illustrieren hat, der hat einen grossen Bilderbedarf. Natürlich gibt es auch Alternativen: Für die professionelle Arbeit Keystone und die Bilderdatenbank von Reuters. Und für die Bloggerei Bilder zum freien Gebrauch. Doch die Bildersuche von Google bietet eine schnelle Übersicht, in welche Richtung man suchen könnte, wenn man keinen Geistesblitz hat. Und man kann unter Nutzungsrechte auch nach Bildern mit einer passenden Creative-Commons-Lizenz suchen – auch wenn ich nicht verstehe, warum ich die Tools-Leiste jedes Mal wieder einblenden muss.

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So hat man früher Bilder gesucht. (Bild: gratisography.com, CC0)

Nun hat die Bildersuche vor Kurzem etwas an Nutzen verloren. Schuld war, wie man lesen konnte, ein Streit mit der Bildagentur Getty (von der man auch Bilder im Blog einbetten kann, siehe hier). Google hat im Resultat den Knopf entfernt, mit dem man ein Bild in der Bildersuche direkt öffnen konnte. Das hat, nach Ansicht von Getty, die Bildersucher abgehalten, die Fotos über die ursprüngliche Webseite aufzurufen. Ich kann dieser Argumentation nicht so ganz folgen, da Getty die Bilder zur Voransicht nur niedrig aufgelöst und mit Wasserzeichen anbietet. Den ganzen Beitrag lesen »


letmegooglethat.com ist eine grossartige Website, die ich gerne ab und zu benutzen würde – dann aber meistens aus erfindlichen Gründen nicht benutze. Sie ist nämlich dazu da, Schulmeisterei zu betreiben.

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Nimmst du einen Schluck Kaffee, gehst du hierher, tippst du es ein. (Bild: FirmBee/pixabay.com, CC0)

Ein Beispiel: Jemand möchte nun wissen, was ich mit Schulmeisterei genau meine. Er fragt das in den Kommentaren oder bei Facebook, wo ich den Beitrag verlinke. Oder, noch besser, er ruft mich um drei Uhr morgens betrunken an, weil er gerade zu dem Zeitpunkt meinen Blogpost gelesen hat und sich ein bisschen einsam fühlt.

Ich könnte es nun erklären: «Nun, das ist schulmeisterliches Verhalten, also wenn jemand ein bisschen von oben herab wie ein besserwisserischer Lehrer jemandem, der etwas begriffsstutzig ist, etwas beizubringen versucht…» Ich könnte dem Fragesteller den Link zum Duden vor den Latz knallen. Oder eben: Den ganzen Beitrag lesen »


Der Clou an einem Foto oder Film ist nicht, dass man mit dem angeblich unbestechlichen Auge einer Kamera auf eine Szene sieht. Das eigentliche Wunder ist, dass in der Aufnahme die Zeit anhält und der Moment einfriert. Wir können mittels Fotos kleine Zeitreisen unternehmen und die Vergangenheit wiederaufleben lassen.

Und nicht nur das. Mit filmischen Mitteln kann man die Zeit auch verlangsamen oder beschleunigen. Ersteres nennt sich Zeitlupe, letzteres Zeitraffer. Ich finde beides spannend, wobei der Zeitraffer mutmasslich mehr experimentelle Freiheiten gibt.

Wie spannend das sein kann, zeigt der Beitrag Time-lapse video shot over three years atop the Space Needle reveals Seattle’s astounding growth der «Seattle Times». Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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