Neulich bin ich dem Grafikformat WebP (Spitzname «weppy») begegnet. Es stammt, so erfährt man von Wikipedia, von den nimmermüden Google-Entwicklern. Und es zeichnet sich durch mehr Effizienz als PNG und JPG aus. Sie seien 26 Prozent kleiner als PNGs und 25 bis 34 Prozent kleiner als JPGs.

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Auf den Inhalt kommt es an. (Bild: Clowning Around, Free for Commercial Use/Flickr.com, CC BY-SA 2.0)

Das ist sympathisch. Bandbreitenverschwendung im Netz ist ein grassierendes Übel. Seit sich Breitband und Flatrate durchgesetzt haben, scheinen die Leute zu glauben, dass es völlig egal ist, ob man eine Website möglichst effizient oder irgendwie durchs Netz schleust. Dass das ein Irrtum ist, merkt man, sobald man sich mit seinem Mobiltelefon mal in eine Gegend wagt, wo es nur Edge gibt. Edge ist gleichzusetzen mit offline, hat Sascha Lobo ja mal so schön gesagt.

Ob nun nicht maximal effiziente Dateiformate das grösste Problem sind, wage ich zu bezweifeln. Den ganzen Beitrag lesen »


Ein Leser hat neulich von einem grossen Ärger berichtet:

Wie ich sehe, bin ich nicht der einzige, der sich grün und blau über die Microsoft- Spitzbuben ärgert: Microsoft won’t fix the most frustrating thing about Windows.

Das schlimmste Ding bei Windows sind die automatischen Updates, die sich in den Vordergrund drängen und den Computer neustarten wollen. Im Beitrag werden Leute zitiert, bei denen dieser Neustart unvermittelt erfolgte und Datenverlust auslöste.

Zum Beispiel Comedian Baratunde Thurston, der die Sache ganz und gar nicht komisch fand, hat sie ihn doch 90 Minuten Arbeit gekostet. Er schwört in einem Twee, er habe auf «Later» geklickt.

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«Bitte warten Sie ein bis zwei Stunden, bis das Rädchen aufgehört hat zu rädeln.»

Das ist mir noch nie passiert und ich kann darum nicht sagen, ob er vielleicht nicht doch daneben geklickt hat. Oder ob Windows in diesem Fall dachte, es besser zu wissen – das Betriebssystem neigt ja durchaus zur Besserwisserei. Es gibt im Artikel aber noch viele weitere Stimmen. Und was ich tatsächlich schon erlebt habe, ist ein Computer, der beim Einschalten noch mitten im Update-Prozess. Bei grösseren Updates passiert das: Dann wird beim Herunterfahren der Update-Prozess angestossen, der dann beim nächsten Start weitergeführt wird.
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Die Sache mit den USB-Steckern ist inzwischen, sagen wir es vorsichtig: unübersichtlich geworden. Den normalen USB-Stecker (Typ A) braucht man noch oft für Geräte aller Art. Der Typ B dürfe eigentlich längst ausgestorben sein. Doch weil Druckerhersteller ihn aus unerfindlichen Gründen lieben, muss man dennoch ein Kabel vorrätig haben.

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Ein halber Stecker in einer ganzen Buchse.

Micro-USB ist auch ständig im Gebrauch: Man braucht ihn für viele Smartphones und Gadgets zum Datenaustausch und ich lade diverse Geräte damit, zum Beispiel Kopfhörer und Videoleuchten. Der minim höhere Mini-USB-Stecker könnte ebenfalls vom Angesicht dieser Erde verschwunden sein. Aber nein, meine Spiegelrefexkamera (Nikon D7000) hat noch diesen Anschluss, sodass man auch dafür eine passende Strippe parat haben muss.

So weit die USB-1.0/2.0-Abteilung. Für Backups in ordentlicher Geschwindigkeit habe ich diverse USB-3-Festplatten in Betrieb. Die brauchen natürlich Extrakabel. Am einen Ende sind sie kompatibel zum USB-Typ A. Doch am anderen Ende nicht: Die Festplatte hat eine USB-3.0-Micro-B-Buchse mit einem kleinen Zähnchen, in die nur ein Stecker mit einer asymmetrischen Kerbe passt.

Und dann sind da noch die Freuden von USB-C, die sich erst mit Adaptern und Hubs so richtig entfalten mögen.
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Letzte Woche war ich an der Eröffnung der neuen Google-Büros in der Sihlpost. Ein Anlass, bei dem ich auch ins Gespräch mit einer Google-Dame kam, die sich mit Youtube beschäftigt. Youtube ist, so habe ich unterschwellig herausgehört, enttäuscht darüber, dass es in der Schweiz keine Youtube-Szene im eigentlichen Sinn gibt. Die Enttäuschung ist verständlich: Vor einiger Zeit wurde mit einigem Mediengetöse und unverhohlenem Ehrgeiz Youtube.ch gestartet. Der Tagi hat seinerzeit (April 2013) darüber berichtet:

Auf der heute gestarteten Website Youtube.ch stehen Videos aus der Schweiz im Mittelpunkt. Beiträge, die in der Schweiz am häufigsten angesehen werden, und solche, die dort am schnellsten an Popularität gewinnen, werden direkt auf der Homepage angezeigt, schreibt Google in einer Medienmitteilung.

Rufe ich heute youtube.ch auf, werde ich nach youtube.com/?gl=CH umgeleitet, wo ich Harald Lesch, Saturday Night Life, John Oliver, den grossartigen bigclivedotcom vorfinde1. Falls die nicht alle präemtiv von der erleichterten Einbürgerung Gebrauch gemacht haben, ist das als Scheitern von Youtubes Schweiz-Engagegement zu werten.

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Bis hierzulande die Busse mit Werbung für Youtube-Kanäle durch die Strassen kurven, wird es noch recht lange dauern. (Bild:
London United, New Routemaster LT 132 (LTZ 1132), Martin/Flickr.com, CC BY 2.0)

Kein Wunder: Es gibt hierzulande einfach zu wenig Vorzeigenswertes, das einen eigenen Schweizer Kanal rechtfertigen würde. Den ganzen Beitrag lesen »



Denkt ihr etwa, Mötley Crüe würde es schätzen, «Moetley Cruee» geschrieben zu werden?

Ja, ich weiss. Unicode ist in der Theorie wunderbar und in der Praxis eine tückische, knifflige Sache. Manche Pappenheimer machen es sich aber dennoch etwas gar einfach.

Beispielsweise die renommierte Firma Behringer. Sie beruft sich zwar stolz auf ihre Wurzeln und einen Gründungsmythos, in dem ein Aargauer in jungen Jahren zum Entwickler von Synthesizer heranwuchs und in Deutschland ein Startup auf die Beine stellte. So heisst es beim Twitter-Account:

25 years ago Uli Behringer started Behringer with a mission: empower musicians by making musical equipment affordable, so they can achieve their musical dreams.

Es ist schön, wenn man weiss, wo man herkommt. Viele der multinationalen Unternehmen scheinen das zu vergessen, wenn sie kopf- und traditionslos dem Profit über den ganzen Planeten hinterherrennen.

Bei diesem Geschichtsbewusstsein wundert es allerdings sehr, dass sich dieses Unternehmen mit deusch-schweizer Wurzeln nicht mehr an den German Umlaut erinnern kann. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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