Gott bestraft die kleinen Sünden offensichtlich nicht sofort, zumindest nicht bei Apple.

Die Leute lachen gern über Windows und den Hang dieses Betriebssystems zu Bluescreens und seltsamen Fehlern. Nicht ganz zu Unrecht. Windows erreicht in Sachen Zuverlässigkeit längst nicht das Mindestmass, das selbst ein toleranter Nutzer einem so dominierenden Produkt zugesteht. Doch auch Apple hat ein Softwarequalitätsproblem. Zum Beispiel in iTunes und in der Cloud, wie vor längerer Zeit beschrieben.

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Als ob einer das iPad etwas zu stark geschüttelt hätte.

Doch nicht nur die zerstörte Musiksammlung, die diversen Apple gates und problematische und teilweise zurückgezogene Updates strapazieren die Nerven. Nebst den Megafails gibt es die kleinen, täglichen «Bugs» und Ungereimtheiten. Sie treten ständig auf, unterbrechen den Arbeitsfluss und sind IMHO komplett überflüssig – weil sie sich leicht beheben lassen würden.

Zugegeben, das ist meine laienhafte Meinung, die obendrein durch keinerlei Kenntnis der Systeminterna gestützt wird. Den ganzen Beitrag lesen »


Ich habe mir neulich das (hier besprochene) Cloud-Böxchen von Lima bestellt. Das hat, inklusive 9 Franken Porto, 109 Franken gekostet. Da diese Sendung den Zoll überquert, sind noch einmal 29.50 Franken für Verzollung und Mehrwertsteuer zu entrichten. Das entspricht einem Aufschlag von 27 Prozent.

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Das nervt mich – und zwar nicht, weil ich grundsätzlich gegen die Mehrwertsteuer bin. Auch die Verzollung ist wohl etwas, das wir Schweizer schlucken müssen. Schliesslich haben wir uns gegen die Teilnahme am EWR und der Zollunion ausgesprochen. Das war zwar nicht in meinem Sinn, aber das zu akzeptieren, ist nun einmal die Pflicht jedes Anhängers der direkten Demokratie.

Was mich nervt, ist erstens das Missverhältnis: Eine Verteuerung um 27 Prozent ist ein Verhältnisblödsinn. Den ganzen Beitrag lesen »


Während eines geschlagenen Monats habe ich versucht, die Antwort auf eine eigentlich ganz einfache Frage herauszufinden. Die Frage lautet: Werden mir meine Youtube-Werbeeinnahmen eigentlich ausbezahlt: Ja oder nein?

Man müsste meinen, dass die Antworten auf diese Frage erstens ganz einfach ist und zweitens Ja lautet. Schliesslich ist Google dieser grossartige Konzern, der die ganze Welt besser macht und uns… naja, ihr hört den Sarkasmus raus und wisst, worauf ich hinaus will.

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Eine vermeintlich einfache Frage: Null Transaktionen – warum?

Aufgetaucht ist die Frage überhaupt erst, weil die App Youtube Studio unter Analytics zwar Einnahmen, aber keine Transaktionen ausweist – siehe Screenshots. Über sein Bankkonto kann man die Frage nicht klären, weil Google die Youtube-Werbeeinnahmen nicht direkt auszahlt, sondern auf ein Adsense-Konto gutschreibt und zusammen mit den Werbeerlösen der Banner überweist.

Anders formuliert lautete meine Frage also: Wie sieht man den Adsense-Zahlungen an, ob darin auch ein Youtube-Anteil steckt?

Nun ist es aber so, dass man bei Google entweder meine Frage nicht verstanden hat oder aber sein eigenes Abrechnungssystem nicht durchschaut. Den ganzen Beitrag lesen »


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… und wenn es schon eine Internetverbindung gibt, dann machen Sie, was Sie wollen (nur mit Photoshop läuft heute nichts.)

Adobe hat seinerzeit für die Creative Cloud viel Kritik einstecken müssen. 2011 hatte sich der Softwarekonzern entschieden, seine zentralen Produkte von InDesign über Photoshop bis hin zu Premiere nur noch als Mietsoftware und nicht mehr zum Kauf anzubieten. Im Februar 2013 habe ich dazu geschrieben:

Sowohl Microsoft als auch Adobe versuchen nun, ihr Problem über eine neue Form der Lizenzierung anzugehen. Statt die neuen Versionen schachtelweise zu kaufen, soll der Kunde die Software mieten. Bei den Volumenlizenzen in den Unternehmen ist das schon länger üblich. Das Mietmodell hat für den Hersteller den Vorteil, dass die Einnahmen kontinuierlich fliessen.
Für den Kunden bedeutet das Mietmodell, dass er automatisch die neueste Software zur Verfügung hat, ohne sich um Updates kümmern zu müssen. Lizenzen können ausserdem nach Bedarf bezogen werden.

Aber eben: Während Microsoft den Anwendern die Wahl lässt und Office weiterhin auch in der Schachtel anbietet, hielt es Adobe nicht für nötig, den Nutzern eine Kaufalternative anzubieten. Ich hielt das schon damals für arrogant. Denn auch wenn Mietsoftware in Zukunft wichtiger wird und Vorteile hat, so muss man den Leuten Zeit lassen, sich an den Wechsel zu gewöhnen und die eigene Softwarenutzung darauf abzustimmen.

Es gibt auch Leute, bei denen die Vorteile eines Kaufprodukts nach wie vor überwiegen. Den ganzen Beitrag lesen »


Ich habe mich neulich schon mal darüber aufgeregt, was heute so als Podcast bezeichnet wird. Die Definition meines Erachtens ist einfach: Wenn man es in einem Podcatcher (wie dem hier) abonnieren kann, ist es ein Podcast. Wenn man es nur auf einer Website oder in einer App wie der von Spotify oder Audible hören kann, ist es kein Podcast.

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Nein, das inmitten des MDR-Fernsehballetts ist nicht Stefan Niggemeier. (Bild: Manfred Werner - Tsui/Wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

Und nun muss ich den Punkt noch einmal belabern (falls man die englische Redewendung belabor the point so übersetzen kann). Schuld daran ist der «Podcast» mit dem Titel Das kleine Fernsehballett, vom «Tagesspiegel» eindeutig als Podcast tituliert (Sarah Kuttner und Stefan Niggemeier starten Podcast), aber irgendwie nur auf Deezer zu hören.

Immerhin kann man Deezer zu Gute halten, dass man den «Podcast» auch auf der Website konsumieren kann, ohne dass man eine App oder eine Anmeldung benötigen würde. Bei anderen «Podcasts» ist das zumindest offiziell nötig (inoffiziell auch nicht). Allerdings ist der Webplayer etwas vom Grässlichsten, was die Welt je gesehen hat: Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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