Ich war bis dato der Meinung, dass man ein iPhone oder iPad ohne das passende iCloud-Passwort und den Sperrcode nicht zurücksetzen kann. Das heisst: Wenn man die Zugangsdaten nicht kennt und das fragliche Gerät nicht zurücksetzen kann, ist es unbrauchbar.

Das so zu handhaben, wäre sinnvoll: Es macht Mobilgeräte von Apple als Diebesgut uninteressant. Wenn man als Dieb oder Käufer von Hehlerware ein entwendetes Gerät mangels Passwort nicht neu aufsetzen kann, dann ist das bloss noch als Briefbeschwerer zu gebrauchen. Sobald sich dieser Umstand herumgesprochen hat, müsste der Preis eines gestohlenen iPhones oder iPads auf den Wert eines Briefbeschwerers zusammenfallen und die Nachfrage gegen Null gehen. Das würde dazu führen, dass die (schlauen) Diebe das Interesse verlieren und sich lukrativeren Beutestücken zuwenden.

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Wenn man es nicht als Briefbeschwerer benutzen möchte, taugt es auch als Spiegel. Den blauen Hintergrund muss man allerdings aus glitzernder Folie ausschneiden und aufkleben. (Bild: Jeshoots/Pixabay.com, CC0)

Nun wurde ich neulich auf den Beitrag Code für Ihr iPhone, iPad oder Ihren iPod touch vergessen oder Ihr Gerät wurde deaktiviert aufmerksam. Er beschreibt, dass ein iPhone nach der wiederholten Eingabe des falschen Codes gesperrt wird:

Sie können nicht mehr auf die auf dem Gerät gespeicherten Daten zugreifen, und sofern Sie kein Backup erstellt hatten, bevor Sie den Code vergessen haben, können Sie sie nicht wiederherstellen. Sie müssen das Gerät löschen, wodurch auch alle Daten und Einstellungen gelöscht werden. Wählen Sie eine der folgenden Löschmethoden, um Ihren Code zu entfernen.

Die beiden Methoden sind Reset via iTunes oder über den Wartungszustand. Sie sind im Detail beschrieben.

Das hat mich verwundert. Habe ich mich getäuscht oder hat Apple das stillschweigend geändert? Den ganzen Beitrag lesen »



Musikliebhaber haben Besseres verdient

Es ist kein Geheimnis, dass ich von der Musik-App nicht begeistert bin. Und es geht auch anderen so. Immerhin kann man als Blogger viele Beiträge mit Erklärungen bestreiten, wie man die Mankos wettmacht. Wie es zum Beispiel der Herr von iphonehacks.com tut.

Ich halte es allerdings für sinnvoller, Alternativen zu empfehlen. Darum habe ich im letzten Patentrezepte-Video einige Alternative vorgestellt. Nämlich die hier: Den ganzen Beitrag lesen »


Das ist ein vorproduzierter Beitrag, der am Tag nach dem Nobillag-Showdown erscheint. Da steht ausser Frage, dass er gar niemanden interessiert und sang- und klanglos untergeht. Sei es im Katzenjammer oder aber in erleichterter Euphorie. Das ist ein idealer Moment, ein Thema zu behandeln, das ausser mir niemanden anspricht. Ein derartiges Randthema, das sich selbst Fans von Nischenblogs peinlich berührt abwenden werden. Aber ein Blog, das sich nach Relevanzkriterien orientiert, ist eigentlich kein Blog, sondern ein Möchtegern-Mainstreammedium.

Also, es geht um das letzte Update von Final Cut Pro, Apples Videschnittsoftware, mit der ich auch meine Patentrezept-Videos produziere. Die wird zwar von vielen gescholten, doch mir gefällt sie gut. Einmal eingearbeitet, leuchtet mir die Bedienung ein und der Funktionsumfang ist völlig okay. Was mich bis jetzt gestört hat, waren die miserabel schlechten Funktionen zur Bildkorrektur.

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Wie man sieht, funktioniert es. Dieser wunderbare Filmlook heisst «Apocalypse this very moment».

Man musste sich bis anhin mit einem Ding namens Farbtafel behelfen. Das wirft man auf seinen Clip. Dann kann man Farbe, Farbsättigung und Belichtung jeweils für Schatten, Mitteltöne und Highlights korrigieren. Dieses Werkzeug ist ungefähr so präzise, wie wenn ein Uhrmacher das Räderwerk mit einem Vorschlaghammer reparieren müsste. Sprich: Den ganzen Beitrag lesen »


Was mich inzwischen echt nervt, ist dieser Game-Center-Spam. Das scheint eine Masche zu sein, um Spiele zu bewirtschaften: Man schickt so genannte Game Center Quests in der Gegend herum, die dann als Benachrichtigungen in der Mitteilungszentrale auftauchen. Wie mein iPad-Screen zeigt, kann das zu einer kompletten Inbeschlagnahme des Homescreens führen.

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Jeden Tag ein neuer Quest…

Es gibt deswegen auch Klagen in den Diskussionsforen von Apple:

Every now and then a notification pops up on my iPhone challenging me to play a game I don’t own from someone I’ve never heard of. It’s much more intrusive than most notifications because at arrives with a musical tone unlike my normal notification sound. I don’t have Game Center installed and can find no option for disabling this notification. What to do?

Eine berechtigte Frage. Den ganzen Beitrag lesen »


Wir haben neulich Apple mit guten Tipps versorgt, wie der Konzern sein Geschäft besser erledigen könnte. Unser Ziel ist dabei natürlich weder die Gewinnmaximierung noch die Steueroptimierung bei der berühmten Computerklitsche aus Cupertino. Wir hätten gerne eine Qualitäts- und Innovationsmaximierung von Tim Cook und seiner Mannschaft. Und schon eine Frustreduktion auf unserer Seite (z.B. in dem Fall) wäre ein Teilerfolg.

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In der Apple-Musik-App ist geniusmässig das Licht ausgegangen. (Bild: niekverlaan/Pixabay.com, CC0)

Besonders umstritten war unter den guten Ratschlägen die Entbündelung. Wie weit die gehen soll, ist eine eigene Diskussion wert: Die Maximalvariante wäre, Apple in drei Teile aufzuspalten: Hardware, Software, Dienste wie die iCloud. So weit muss man nicht gehen. Auch die Apple-Klone müssen nicht unbedingt zurückkommen, wie manche Kritiker der Idee befürchtet haben. Würden sie aber auch nicht, da Apple inzwischen Intel-CPUs verwendet. Man kann auf seinem Mac problemlos Windows oder Linux laufen lassen.

Umgekehrt klappt es auch, Mac OS anstelle von Windows auf seinen PC zu bekommen, Stichwort Hackintosh. Offiziell ist das (bis jetzt) nicht vorgesehen. Dabei könnte die Entkoppelung von Hardware und Mac OS und der separate Vertrieb von Mac OS X bei Apples desolater Modellpflege helfen: MacBook Air, Mac Mini und Mac Pro sind alle mehr als angestaubt. Im Desktop-Bereich ist der iMac nicht alleinseligmachend. Die riesige Auswahl an PC-Hardware für Mac OS zu öffnen, wäre ein echter Dienst am Konsumenten.

Aber wie gesagt, die Zerschlagung in drei Teile ist nicht mein vordringliches Ziel, obwohl natürlich längst Gerichte über diese Frage befinden würden, wenn Apple einen ähnlichen Marktanteil hätte wie damals Microsoft, als es im Februar 2001 um die Frage ging, wie sehr der Konzern seine Marktstellung missbraucht. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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Digitale Patentrezepte

Einmal pro Woche gebe ich drüben bei Tagesanzeiger.ch praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

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