Youtube ist für mich ein Medium, auf das ich zwar nicht verzichten würde, doch von dem ich auch nicht allzuviel erwarte. Es gibt dort Millionen von Clips – nicht nur Schrott, sondern auch viele lustige und gute Sachen. Dennoch versprüht Youtube den Charme von Amateurhaftigkeit und Chaos. Wackelige Handyvideos, Verschwörungstheorie-Clips, mitgeschnittene und mutmasslich nicht sauber lizenzierte Fernsehausstrahlungen, lustige Fundstücke und Unsinniges, wie Hitler, der zehn Minuten lang Nein sagt und dafür 3,5 Millionen Views bekommt – das ist Youtube.

Die Stärke von Youtube ist, dass man dort meistens irgend etwas zu einem Thema findet, zu dem man ein Video sucht. Man kann Videos selbst kostenlos hochladen und sehr einfach auf seiner eigenen Website einbinden – das ist um Welten simpler, als wenn man sie selbst hosten müsste. Und da sich sehr viele Leute auf Youtube tummeln, haben Videos eine unter Umständen sehr lange Halbwertszeit. Den ganzen Beitrag lesen »


170904-fight-and-flight.jpg
Drachen sind gefährlich. Meistens.

Scott Meyer war mit jeder einzelnen Folge seiner vernerdeten Buchreihe «Magic 2.0» Thema hier im Blog, nämlich 1, 2 und 3. Nun gibt es die vierte Folge namens Fight and Flight (Amazon Affiliate), die hier ebenfalls zu Ehren kommen soll.

Die Reihe basiert auf der Idee, dass Zauberei a thing ist, und dass es die Nerds sind, die zu Zauberern werden. Hogwarts, von wegen! Was es braucht, ist das Talent, auf «die Datei» zu stossen und ihre Funktionsweise zu erkennen. «Die Datei» ist eine Datenbank, und zwar «die Datenbank». Sie steuert die ganze Welt und alles, was in ihr und auf ihr kreucht und fleucht. Das heisst: Als Nerd kann man sich die Welt so zurechtbiegen, wie man sie gerne hätte, indem man die Datenbank manipuliert. Weil über die Zeit ein paar Nerds die Datei entdeckt haben, entsteht eine Zauber-Community, die es sich im alten England in der ruhigsten Periode der Menschheitsgeschichte gut gehen lässt. Da sich aber nicht immer alle Zauberer/Nerds an die Spielregeln halten und auch mal Unfug mit der Datei anstellen, ist es dann eben nicht nur ruhig.

In der neuesten Folge geht es darum, dass die Zauberer gerne ihre Geschicklichkeit im Kampf verbessern möchten. Den ganzen Beitrag lesen »


Nach Beendigung des hier angefangenen Unterfangens ging es mir wie vielen: Ich hatte eine Leere zu füllen und neue Hörbücher zu besorgen.

Ich habe mir daher The Cuckoo’s Calling (Amazon Affiliate), zu Deutsch Der Ruf des Kuckucks (Amazon Affiliate). Es handelt sich um eine Detektivgeschichte von Robert Galbraith, der eigentlich kein Mann ist, sondern eben die famose J.K. Rowling.

170810-cormoranstrike.jpg
Die BBC verfilmt die Bücher mit Holliday Grainger und Tom Burke1 als Robin Ellacott und Cormoran Strike (Bild: BBC)

Der Held dieser Geschichte ist Cormoran Strike. Er ist ein Afghanistan-Veteran, der mit seiner Figur eines Schwergewichtsboxers zwar optisch nicht an den mutigen Jungzauberer erinnert, aber wie dieser körperlich versehrt ist: Seine Narbe auf der Stirn ist das fehlende Bein, das er bei seinem Afghanistan-Einsatz verloren hat. Und seine Assistentin ist Robin Ellacott, die so klug und gewitzt ist wie Hermione Granger.

… nein, Quatsch. Den ganzen Beitrag lesen »


170426-pixels.jpg
Was, Pacman ist der Bösewicht?

«Pixels» – das ist dieser Film (Wiki, Amazon Affiliate), in dem die Aliens Videospiele für echt halten und die Menschheit in «Pacman», «Space Invaders», «Frogger», «Galaga» und «Donkey Kong» herausforden. Die Idee ist … naja, ein Klassiker. Bei «Armada» von Ernest Cline (So geht das mit den Aliens), bei «Ender’s Game» (Da hat Audible voll daneben gehauen) oder The Last Starfighter geht es um Videospieler, die den Tag retten, indem sie den Ausserirdischen zeigen, wo der pixelige Hammer hängt. Und die Vermengung von Videospielen und realer Welt hat literarisch noch mehr Potenzial. Das exerziert Scott Meyer bei «An Unwelcome Quest» (In einem schrecklichen Videospiel gefangen) und «Off to be the wizard» (Zauberer sind Hacker der Realität) vor. Man sieht es wunderbar bei «Ready Player One» von Ernest Cline (Nerdgasmus und Popkulturklimax) und, mehr auf der formalen Ebene, bei «Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt» (Die Liebe ist ein Videospiel). Und auch «Extraleben» von Constantin Gillies muss in diesem Zusammenhang lobend erwähnt werden (Ready für das Extraleben?).
Den ganzen Beitrag lesen »


Ohne ein allzu grosses Geheimnis zu verraten: Der Titel im S-town-Podcast steht für «Shitty town». Die Scheissstadt ist Woodstock, Alabama, wo John B. McLemore wohnt. Er ist ein Eigenbrödler, der mit seiner dementen Mutter auf einer Farm wohnt, einen Irrgarten angelegt hat, den man sogar auf Google Earth sieht, der als Uhren-Nerd auch knifflige antike Zeitmesser wieder zum Laufen bringt und ansonsten dem Leben nicht viel abgewinnen kann: Er wettert über sein Kaff und sein Unvermögen, etwas aus seinem Leben zu machen – und er leidet an der ganzen Welt. Klimakatastrophe, Putin, die Ungerechtigkeit des Lebens an sich.

170424-s-town-podcast.jpg
Hier fehlt eindeutig dieses Emoji hier: 💩

Der Podcast beginnt wie ein typischer Serial-Podcast (Definition hier): Mit einem vermeintlichen Skandal: Ein unaufgeklärter Mord. Vertuschte Polizeiübergriffe. Brian Reed, der Autor der Geschichte, telefoniert oft und lange mit McLemore, um der Sache auf die Spur zu kommen und reist dann nach Woodstock. Dort ist alles etwas anders… der vermeintliche Mörder spricht offen über seine Tat und auch sein Vater sagt, dass er so eine fiese Angelegenheit niemals gedeckt hätte. Auch die Polizei hat ermittelt, und das Geheimnis löst sich in Luft auf.

Eine Story, DOA. Doch nicht ganz. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




Google Adsense

Digitale Patentrezepte

Einmal pro Woche gebe ich drüben bei Tagesanzeiger.ch praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

dpr01b-still.jpg

patentrezepte.tagesanzeiger.ch

Podcast!

Archiv