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Cthththhtht… also, Alien-Viecher und so. Könnte (zur Verhinderung einer Text-Bild-Schere zum Titel) aber auch ein Nazi sein. (Bild: Danilo Neira/dibujando.net, CC BY-SA 4.0)

Es gibt ein ziemliches Problem mit diesen zwei Büchern, und das liegt bei mir. Carter & Lovecraft (Amazon Affiliate Deutsch bzw. Englisch) und After the End of the World (Amazon Affiliate Englisch) von Jonathan L. Howard knüpfen bei den Themen von H. P. Lovecraft an. Dem Necronomicon und dem Cthulhu-Mythos, beispielsweise. Das Problem: Ich habe noch nichts davon gelesen und hätte mir diese beiden Bücher aufheben sollen, bis die Grundlagen vorhanden sind. Das habe ich aber nicht getan.

Denn es geht in den beiden Büchern um mein absolutes Lieblingsthema, die Alternativweltgeschichten. Natürlich, wieder einmal die Nazis. Am Ende des ersten Buches wird die Welt aufgefaltet… wobei ich, da ich die beiden Bücher in Englisch gehört habe, nicht weiss, wie man das in Deutsch korrekt nennen würde. Jedenfalls ist es so, dass in der Unfolded World die Nazis auf die Idee gekommen sind, eine Bombe auf Moskau abzuwerfen – keine Atombombe, aber eine Art Super-Energiewaffe, die das gleiche Resultat wie ein Nuklearsprengkörper hatte: Die Sowjetunion wurde quasi enthauptet, der Krieg ging zugunsten der Nationasozialisten aus, Grossdeutschland beherrscht auch in der Gegenwart noch Europa und die Amerikaner spielen die zweite Geige. Wie hätte ich da widerstehen können?

Das erste Buch jedenfalls startet vielversprechend: Den ganzen Beitrag lesen »


Ich bin ein überzeugter Europäer und würde mich jederzeit für den Beitritt dieses Landes zur EU aussprechen – auch, weil ich eine Abneigung gegen Nationalstaaten und all die Dinge habe, die diese «Nationen» so mit sich bringen. Aber es ist unbestritten, dass es im Moment schwierig ist, Leidenschaft für die europäische Idee aufzubringen. Es gibt einfach zu viele, die sie schlechtreden. Natürlich die Nationalisten und die Isolationisten. Die Fremdenfeinde und Verkäufer einfacher Lösungen.

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Einsamer Rufer. (Bild: slon_dot_pics/pexels.com, CC0)

Aber es ist eben so, dass auch diejenigen, die sich zur europäischen Union bekennen, das im Moment enorm lustlos tun. Es gibt schwer, gegen Schlagworte wie Bürokratie, Regulierungswahn und (vor allem) Demokratiedefizit anzukommen. Das Demokratiedefizit sehe ich auch. Wie Europa mit Griechenland umgesprungen ist, hat mich zutiefst irritiert. Dass im Moment das Kapital, die Banken und die Interessen der Wirtschaft Vorrang vor den Interessen der Bürger haben, ist stossend. Und … naja, es braucht an dieser Stelle nicht mehr Beispiele. Dass jeder genügend davon kennt, ist genau das Problem.

Ich glaube nun aber daran, dass die EU trotz all ihrer Defizite besser ist als keine EU, und dass man sie deswegen leidenschaftlich verteidigen müsste. Dafür bräuchte es ein positives Narrativ – das hat der Historiker Matthias von Hellfeld in Holger Kleins Podcast Geschichtsunterricht immer mal wieder ausgeführt. Den ganzen Beitrag lesen »


Die Kings tun ihrem royalen Namen alle Ehre. Sie setzen dazu an, dass die Krone des Horror-Königs vom Vater Stephen auf den Sohn Owen übergeht. Oder wie ist es zu deuten, dass das neueste Buch Sleeping Beauties (Amazon Affiliate englisch, Amazon Affiliate fürs Buch in Deutsch) als gemeinsames Werk der beiden entstanden ist? Was auch immer die Idee dahinter gewesen sein mag, umzweifelhaft wird der Ruf des Vaters mit diesem Buch auf den Sohn abstrahlen. Doch der Sohn, der in die Fussstapfen eines so berühmten Vaters stapft, ist auch nicht gerade zu beneiden. Jedenfalls gibt es am Ende des Hörbuchs ein Gespräch der beiden Autoren, in dem sie sich über die gemeinsame Arbeit auslassen. Da kein knallharter Gesprächsleister es führt, kommen erbitterten Konflikte um Formulierungen und Plotverläufe zutage. Trotzdem ist es hörenswert. Und es lässt die Hoffnung aufkeimen, dass Owen die kingsche Erzähltradition weiterführen wird, wenn der Vater dereinst – hoffentlich erst in ferner Zukunft – nicht mehr schreiben kann oder mag…

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Eine Frau im Kokon habe ich leider bei keiner Bilddatenbank gefunden. (Bild: AlexVan/Pixabay, CC0)

Das Buch ist jedenfalls ein «echter» King. Spannend, ausufernd, mit einem interessanten Ensemble und viel Lokalkolorit. Ich mag die King-Bücher deswegen, weil sie für mich The american way of life auf sehr authentische und fassbare Weise rüberbringen. Bei meinen dreimonatigen Reise damals habe ich die Leute so erlebt, wie ich sie in den Büchern erlebe – naja, natürlich ohne die Eskalationen von Horror, Katastrophe und Zivilisationsverlust, die in den Büchern unvermeidlich sind. «Sleeping Beauties» ist im Vergleich zu früheren Werken milder. Nun könnte man spekulieren, ob das an Sohn Owen liegt. Mir scheint es aber dem Thema geschuldet. Denn es sei ein feministisches Buch, schrieb zum Beispiel der Tagi:
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Zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich mir das Hörbuch Casino Royale (Amazon/Audible) von Ian Fleming angehört. Das ist ein bemerkenswertes Werk: Bond bekommt es mit Le Chiffre zu tun. Das ist ein kommunistischer Agitator in Frankreich, der im Dienst von Smersch steht, dem Vorläufer des KGB. Weil er eine beachtliche Summe unterschlagen und mit seinen Bordells verloren hat, präsentiert sich die Gelegenheit, ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Er versucht nämlich, das Geld durch Glücksspiel zurückzugewinnen. Wenn Bond dafür sorgt, dass dieser Plan nicht gelingt, dann wird Smersch für den Rest sorgen.

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Daniel Craig ist nicht so weit weg vom echten Bond wie Roger Moore, doch auch er ist viel zu erfolgreich bei dem, was er tut. (Bild: ZDF)

Der Plan funktioniert, zumindest am Anfang. Mit Hilfe des CIA und Felix Leiter gewinnt Bond in einer spektakulären Baccara-Partie in der (fiktiven) französischen Spiele-Hochburg Royale-les-Eaux. Doch Le Chiffre will an Bonds Spielgewinn. Den ganzen Beitrag lesen »


Die zähen, gewitzten Frauen, die sich so unbesiegbar wie ein Held männlichen Geschlechts durch ein Film- oder Buchabenteuer kämpfen, kann ich an einer Hand abzählen. Die prominenteste ist sicherlich Lisbeth Salander (siehe Lisbeth ist wieder da! und Der Geschmack von Lisbeths Intim-Piercings). Und jetzt ist eine neue hinzugekommen: Andy Weir hat der Welt Jasmine (Jazz) Bashara geschenkt.

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Allzuviel ist hier noch nicht los. Aber das wird sich in naher Zukunft ändern, wenn es nach Andy Weir geht. (Bild: James Stuby, NASA, Wikipedia, PD-NASA)

Andy Weir ist der Mann hinter «The Martian», dem fantastischen Erstling, der als Buch eingeschlagen hat und als Film ganz in Ordnung war, und der von mir im Beitrag Gestrandet auf dem roten Planeten besprochen wurde. In seinem neuen Buch Artemis ist besagte Jazz Bashara eine Kleinkriminelle, die sich auf Schmuggel spezialisiert hat. Doch nicht irgendwo – sondern auf der ersten Mondkolonie Artemis. Die gibt es lange genug, dass Jazz zu den Kindern gehört, die auf dem Mond zur Welt gekommen sind und für die die Hauptstrafe des ansonsten ziemlich gesetzlosen Fleckchens Mondstaub einen echten Knick in der Biografie bedeuten würde: Die Verwaltung von Artemis deportiert Straffällige nämlich auf die Erde, ganz gleichgültig, ob die jemals in der viel höheren Schwerkraft gelebt haben oder nicht.

Artemis ist ein Ort, der vom Tourismus lebt und von ein paar exzentrischen Milliardären bewohnt wird. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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