Also gut, es gibt, nach dem und dem, hier noch einmal ein Eschbach-Multipack. In dem Fall ist es nahe liegend, nicht zwei, sondern gleich drei Bücher aufs Mal zu besprechen. Black Out (Amazon), Hide Out (Amazon) und Time Out (Amazon) bilden nämlich eine Trilogie mit einer durchgehenden Geschichte.

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Serenity und Christopher bei ihrer Flucht nach Europa in der Nähe von Rennes. (Bild: lisajules/Pexels, CC0)

Diese Trilogie hier zu behandeln, ist quasi zwingend. Die Hauptfigur und der Held ist nämlich ein waschechter Nerd. Kidd ist der beste Hacker der Welt, der es mit einem Coup fast geschafft hätte, die Weltwirtschaft zum Zusammenbruch zu bringen und uns alle zu Milliardären zu machen. Er hat alle Eigenschaften eines Nerds, inklusive einer nicht sehr sozialverträglichen Introvertiertheit, einer eher indifferenten Haltung der Körperhygiene gegenüber und einer bemerkenswerten Unerfahrenheit bezüglich physischer Interaktion mit den anderen Geschlecht. Und wo das erwähnt ist, verrate ich wohl nicht zu viel, wenn ich sage, dass es sich um eine Jugendbuchserie handelt und darum auch aufknospende Liebe unverzichtbar ist. Eschbach beschreibt die aber mit so viel Einfühlungsvermögen, dass man annehmen muss, dass ihm zumindest einzelne der Persönlichkeitszüge von Kidd persönlich bekannt sind.

Also, Kidd ist mit seinem Vater daran mitschuldig, dass ein Phänomen namens Kohärenz über die Welt hereingebrochen ist. Den ganzen Beitrag lesen »


Soll ich es noch einmal tun? Zwei Bücher von Andreas Eschbach parallel zu besprechen? Ich könnte, denn ich habe Ausgebrannt (Amazon Affiliate) und Solarstation (Amazon Affiliate) gelesen. In beiden geht es ums Erdöl – und darum, dass es irgend wann, vielleicht schon bald, knapp werden könnte. Es geht um den Unfug, einen so wertvollen Rohstoff der Fortbewegung und des Heizens wegen zu verbrennen, wo die Zivilisation doch in so vielerlei Hinsicht von ihm abhängt.

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Aus und vorbei. (Bild: ambquinn/Pixabay, CC0)

Es gibt ein Gegenargument. Die Parallelen bei diesen beiden Büchern nicht so tiefgehend wie im vorherigen Fall Doppelt unsterblich. Doch wo käme ich hin mit der Bloggerei, wenn ich mich davon abhalten lassen würde? Eben. Darum hier also die zweite Eschbach-Parallelbesprechung!

Da ich ein bisschen spoilern werde, hier voraus die unverfängliche Zusammenfassung: Den ganzen Beitrag lesen »


Wenn mich jemand fragen sollte, wer der bedeutendste Autor aus dem deutschsprachigen Raum ist, der sich um meine Lieblingsthemen Science Fiction und Fantasmen (um nicht die unpassende Genrebezeichnung «Fantasy» zu verwenden), dann würde ich ohne Zögern Andreas Eschbach nennen. Klar, man könnte auch an Frank Schätzing denken, der neulich mit dem hier besprochenen Buch wieder einen imposanten Wälzer abgeliefert hat. Aber im Vergleich ist Eschbach eben einer, der sich dem Motto underpromise and overdeliver verschrieben zu haben scheint: Seine Bücher fangen, selbst wenn sie in einem anderen Raum-Zeit-Gefüge spielen, unprätentiös an. Und dann steigern sie sich zu einer fulminanten Sause, die einen in Beschlag nimmt. Figuren, Handlung und Erzählweise, alles ist aus einem Guss. Eschbach als Autor ist zwischen den Zeilen spürbar. Aber auf unaufdringliche, fast schon bescheidene Weise – selbst wenn die Themen alles andere als bescheiden sind. Eschbach hört sich zwischen den Zeilen so an: «Ich bin hier, dir eine meiner Geschichten zu erzählen. Ich hoffe, sie macht dir Spass.» Schätzing klingt zwischen den Zeilen nach: «Boah ey, schau her, was mir hier wieder eingefallen ist! Wie könntest du da anders, als hin und weg zu sein!?»

Nach den bereits früher besprochenen Büchern1 geht es heute um Teufelsgold (Amazon Affiliate) und um Quest (Amazon Affiliate). Die beiden Bücher sind auf den ersten Blick komplett unterschiedlich. Das eine ist fest in der uns vertrauten Welt verwurzelt. Es dreht sich um einen Mann namens Hendrick Busske, der zwar durchaus Erfolg bei den Frauen hat, den man sich aber als einigermassen farblose Person von der Statur eines Versicherungsvertreters vorstellt. Das zweite ist eine Space Opera. Es hat einen Koloss von Mann als Helden, der in einem völlig irren Unterfangen ein grosses Raumschiff namens Megatao in ferne Galaxien lenkt, um … naja, um etwas ähnliches zu tun wie Captain Kirk Star Trek V.

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Nein, der lebt noch. (Bild: Yuri_B/Pixabay, CC0)

Beim zweiten Blick gibt es Parallelen in den beiden Büchern. Und da es nachfolgend nicht ohne einige Spoiler abgeht, hier die wichtigste Parallele überhaupt: Den ganzen Beitrag lesen »


Nach 128 Büchern, die ich fast alle fertiggehört habe, musste ich das allererste Audible-Buch ungehört zurückgeben. Es handelt sich um The Left Hand of Darkness (Amazon Affiliate) von Ursula K. Le Guin (Deutsch: Die linke Hand der Dunkelheit). Ich hatte mich auf das Buch gefreut, aber der Sprecher istleider unterirdisch: George Guidall ist zwar einer der fleissigsten Erzähler mit mehr als 1200 Hörbüchern (Wikipedia), der in diesem Titel aber so undeutlich spricht, dass man sich fragt, ob er einen schlechten Tag hatte oder es für ein gutes Stilmittel hielt, während den Aufnahmen die Zahnprotese zu entfernen. Das Dumme ist ausserdem, dass in der Vorschau die Frau zu hören ist (Ursula K. Le Guin selbst?), die das Vorwort spricht – und nicht diese mümmelnde Darbietung, die auch anderen nicht gefallen hat. Da aber schon im ersten Kapitel Worte wie Gethen, Stabile on Ollul, Genly Ai, Diurnal und Odharhahad vorkommen, habe ich gleich die Waffen gestreckt – ein solches Vokabular passt nicht zu einer Lesung, bei der man kaum die normalen englischen Worte voneinander unterscheiden kann.

Der Rückgabeprozess ist übrigens unkompliziert und das Buch bleibt in der Bibliothek, sodass man es weiterhören könnte. Wenn man denn wollen würde.

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Wer ist hier das Schaf? (Screenshot The Big Sleep)

Ein echter Tipp ist hingegen The Big Sheep von Robert Kroese (Amazon Affiliate). Der Titel ist natürlich eine Anspielung an The Big Sleep von Raymond Chandler, dem Erfinder des prototypischen hardboiled Detective Philip Maloney Marlowe. Das Schaf ist wirklich gross – und wenn es am Anfang so aussieht, als ob es bloss einer etwas launigen Idee des Autors entsprungen wäre, um seiner Geschichte einen verrückten Auftakt zu verpassen, so täuscht das. Das Schaf ist ein wichtiges Puzzlestein und wird gegen Ende für eine echte Überraschung gut sein.

In dieser Geschichte sind die hartgesottenen Detektive auch im Jahr 2039 noch nicht ausgestorben. Den ganzen Beitrag lesen »


Ich vermute, dass zwei Buchbesprechungen in einer Woche die Geduld meiner Leserschaft überstrapaziert. Aber hey, wir sind hier nicht zum Vergnügen.

Und darum müsst ihr nun die Besprechung von Brett BattlesSurvivor (Amazon Affiliate) über euch ergehen lassen.

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Wie würde die Gegenwart aussehen, wenn Barbaren wie diese hier Europa überrannt hätten? (Bild: Parker_West/Pixabay, CC0)

Das Buch ist der dritte Teil einer Trilogie, die mit dem Buch «Rewinder» begonnen hat, das im Beitrag Wir sind die Anomalie besprochen wird. Der zweite Teil, «Destroyer», wurde hier nur kurz erwähnt, weil sie der schwächste Teil der Miniserie ist und den Protagonisten bloss als hilflosen Statisten zeigt, der zusehen muss, wie seine Gegenspielerin Lidia die Historie der Menschheit zu Kleinholz verarbeitet – um eine plumpe Metapher für ein würdeloses Schauspiel zu verwenden.

Kurze Zusammenfassung von dem, was bisher geschah: Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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