Neulich fühlte ich eine Abenteuerlust in mir aufsteigen, bei der mir sofort klar war, dass sie die nur durch eine besonders tollkühne Aktion gestillt werden würde. Ich habe mich also entschlossen, wieder einmal eine Zeitschrift zu kaufen. Und zwar in digitaler Form.

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Schlecht lesbar: Die Standard-Ansicht mit einer Doppelseite.

Das Versuchsobjekt war die aktuelle Ausgabe vom «PC Magazin». Klar, die könnte man auch auf Papier kaufen. Als Schweizer sollte man das jedoch nur tun, wenn man unter akutem Geldüberschuss leidet. Das Heft kostet in Deutschland 5,40 Euro und in der Schweiz 10.60 Franken: Das sind 9,90 Euro, was einem Plus von 83 Prozent entspricht. Da kann ich nur wiederholen: Boykottiert Zeitschriften!

Kauft man das Heft als Epaper auf ikiosk.de, kommt man deutlich günstiger weg: 2,99 Euro bezahlt man, egal aus welchem Land. So weit, so erfreulich. Doch die Begeisterung erlahmt recht schnell. Den ganzen Beitrag lesen »


Ich habe mich neulich schon mal darüber aufgeregt, was heute so als Podcast bezeichnet wird. Die Definition meines Erachtens ist einfach: Wenn man es in einem Podcatcher (wie dem hier) abonnieren kann, ist es ein Podcast. Wenn man es nur auf einer Website oder in einer App wie der von Spotify oder Audible hören kann, ist es kein Podcast.

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Nein, das inmitten des MDR-Fernsehballetts ist nicht Stefan Niggemeier. (Bild: Manfred Werner - Tsui/Wikipedia.org, CC BY-SA 3.0)

Und nun muss ich den Punkt noch einmal belabern (falls man die englische Redewendung belabor the point so übersetzen kann). Schuld daran ist der «Podcast» mit dem Titel Das kleine Fernsehballett, vom «Tagesspiegel» eindeutig als Podcast tituliert (Sarah Kuttner und Stefan Niggemeier starten Podcast), aber irgendwie nur auf Deezer zu hören.

Immerhin kann man Deezer zu Gute halten, dass man den «Podcast» auch auf der Website konsumieren kann, ohne dass man eine App oder eine Anmeldung benötigen würde. Bei anderen «Podcasts» ist das zumindest offiziell nötig (inoffiziell auch nicht). Allerdings ist der Webplayer etwas vom Grässlichsten, was die Welt je gesehen hat: Den ganzen Beitrag lesen »


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Seit kurzem habe ich einen neuen Twitter-Lieblingsaccount, nämlich @floskelwolke. Das ist ein nettes kleines Beispiel einer klugen Datenanalyse. Die Betreiber untersuchen kontinulierlich die Websites «nahezu aller deutschsprachigen Zeitungen, Radiosender, Fernsehsender und Magazine in Deutschland, Österreich und der Schweiz» (siehe FAQ). Das Resultat sind stehende Wendungen, die so genannten Floskeln, die immer und immer wieder auftauchen. Das grüne Licht, die nicht schlecht Staunenden, das in die Hand genommene Geld, die geforderten Toten, die überwiegende Mehrheit, der an den Rollstuhl gefesselte, das steigende Thermometer…

Wer sein Geld mit Schreiben verdient oder auch nur Wert auf eine gepflegte Sprache legt, sollte sich dieser Floskeln bewusst sein. Den ganzen Beitrag lesen »


Der Omega-Tau-Podcast war hier schon öfters Thema: Zweimal nebenbei (hier und hier) und einmal hauptsächlich (nämlich hier).

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Sie sind Teil einer grossen Familie, von denen die meisten Familienmitglieder nur als Datensatz existieren. (Bild: Tekke/Flickr.com, CC BY-ND 2.0)

Ich komme nun gerne auf diesen Podcast zurück, um euch die Folge Vollgeld, Inflation und Kryptowährungen speziell ans Herz zu legen. Der Titel ist eher abschreckend – ich hätte den salopper und zugänglicher formuliert. Aber ihr habt ja nun mich, der euch sagt, dass ihr die Folge trotzdem hören sollt.

Thomas Mayer gibt Auskunft zum lieben Geld. Und zwar so, dass auch Leute wie ich das kapieren. (Ich bin als ehemaliger Wirtschaftsgymnasiast zwar nicht völlig unbeleckt, aber auch nicht wirklich auf dem neuesten Stand.)

Als erstes räumt Mayer, der u.a. für Goldman Sachs und die Deutschen Bank gearbeitet hat, mit einer alten Mär auf. Den ganzen Beitrag lesen »


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«Wie könnt ihr Medien dieses unschuldige kleine Radio nur sosehr hassen?» (Bild: Screenshot Youtube)

Letzthin bin ich dem Beitrag Warum die Schweiz beim Umstieg auf DAB+ ganz vorne mitmischt begegnet. Er analysiert die Frage, warum das Digitalradio nicht vom Fleck kommt. Der Text ist interessant und weitgehend sachlich. Mit Ausnahme des folgenden Satzes:

Ebenfalls wird das Thema DAB+ in der Printpresse tunlichst totgeschwiegen. Auch hier sind Konkurrenzgedanken der Verlagshäuser im Spiel.

Das ist eine Behauptung, wie man ihr häufig begegnet: Die kleinen Journalisten der grossen Medien unterdrücken absichtlich Informationen auf Geheiss «von oben». Es gibt geschriebene oder ungeschriebene Direktiven von der Chefredaktion, der Geschäftsleitung, den Inserenten, der Politik, der geheimen Weltregierung. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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