Neulich ging es im Beitrag Auf die dunkle Seite wechseln? um die Lightroom-Alternative Darktable. In den Kommentaren hat mir Oliver das Programm ON1 Photo RAW zur Inspektion empfohlen.

180713-on1-photo-raw-02.jpg
Viele Schiebregler, wie man das von so einer Software erwartet.

Eine solche soll hier natürlich sofort erfolgen. Als erstes fällt die Downloadgrösse auf: 1 GB für die Windows-Version, sogar 1,1 GB für die Mac-Variante. Muss das wirklich so riesig sein? Ich weiss, die Grösse von Softwareprogrammen ist für viele nicht wirklich ein Thema. Ich frage mich allerdings schon, ob in solchen Fällen wirklich jedes KB unverzichtbar ist. Aber gut, wenn die Software dafür umso umfangreicher ist?

ON1 Photo RAW 2018.5 heisst die Software mit vollem Namen und etwas unsinnigerweise: Was bedeutet 2018.5? Ist es die Mai-Ausgabe dieses Jahres? Wie auch immer. Die Oberfläche beim ersten Start erinnert sowohl an Lightroom als auch an Darktable: Sie ist in schwarz gehalten. Es gibt Bedienfelder links und rechts. Und dazwischen ein Bereich für die Fotos, wo entweder viele Fotos als Raster angeordnet sind oder aber ein Foto in Gross für die Bearbeitung geöffnet werden kann.

Links gibt es die Instrumente fürs Navigieren durch die Datenbestände. Den ganzen Beitrag lesen »



Der USB-Stick als «Zündschlüssel» für den PC.

Braucht es die externen Speichermedien überhaupt noch? Zu dieser Frage kann man geteilter Meinung sein. Dank des Internets kann man seine Daten auch irgendwo in der Wolke deponieren und sie so in Griffnähe halten. Für mich gibt es dennoch ein paar gute Gründe, Daten auch mal physisch mit mir zu führen. Erstens natürlich meine Cloud-Skepsis, die mich dazu bringt, nicht alle Arten von Dokumenten bedenkenlos im Netz zu speichern. Meine Bankauszüge habe ich zwar auch schon in die Dropbox gelegt – mir aber jedes Mal vorgenommen, das nicht mehr zu tun. Auch Familienfotos würde ich auch nicht überallhin hochladen.

Ein guter Grund ist auch die Dateigrösse. Den ganzen Beitrag lesen »


Das ist der allererste Blogpost, der aufgrund einer Facebook-Werbung entstanden ist. (Und es ist nicht unwahrscheinlich, dass es der letzte Blogpost ist, der diesen Ursprung hat.) Ich habe in der letzten Zeit nämlich recht häufig eine Werbung für ein Bildbearbeitungsprogramm namens Photolemur gesehen. Die hat den Mund recht vollgenommen: «Mach deine Fotos per Autopilot toll!»

180706-photolemur-04.jpg
Will ich wirklich, dass mein Kopf so viel Magenta abbekommt? Doch eher nicht.

Autopilot bedeutet, dass man selbst nichts tun muss: Man lädt sein Foto, lässt die App machen und exportiert hinterher sein aufgehübschtes Bild:

Let the Automagic Technology powered by Artificial Intelligence do all the photo editing for you.

Wenn schlimme Wortschöpfungen wie «Automagic» auf Trendschlagwörter à la «Artificial Intelligence» treffen, dann wurde für meinen Geschmack zu dick aufgetragen. Und wenn ich dieser Tage «künstliche Intelligenz» höre, werde ich sowieso misstrauisch. Nicht dass ich solchen algorithmischen Tausendsassas nicht Wunder weiss ich was zutrauen würde – das tue ich (siehe Lass das mal die Software machen und Software lernt, Bilder zu verstehen). Aber ich glaube eben nicht, dass es eine künstliche Intelligenz gibt, die das vollautomatisch hinbekommt. Bildbearbeitung ist keine absolute Wissenschaft, sondern eine Sache des persönlichen Geschmacks:
Den ganzen Beitrag lesen »


Lightroom ist eine tolle Software, die einen eklatanten Nachteil hat: Sie stammt von Adobe und ist daher den fragwürdigen Marketingentscheidungen dieses Konzerns unterworfen. Seit Oktober 2017 kann man die Software nicht mehr kaufen1, sondern nur noch mieten. Lightroom CC kostet mindestens 11.85 Franken pro Monat. Das sind gut 140 Franken pro Jahr. Das ist teuer, wenn man die Software (wie ich) nur sporadisch benutzt hat. Denn die Kaufversion, die man aber auch zwei, drei oder noch mehr Jahre nutzen konnte, kostet etwa gleich viel.

180629-darktable.jpg
Darktable sieht aus wie Lightroom und funktioniert recht ähnlich. (Geladenes Bild: David Bartus/Pexels, CC0)

Es stellt sich die Frage nach den Alternativen. Alternativeto.net (Alternativen zu einem unersetzlichen Webdienst) schlägt nebst Digikam und Raw Therapee auch Darktable vor. Das klingt, schon dem Namen nach, als Nachbau oder vielleicht auch als Gegenentwurf zu Lightroom – und soll hier daher einer Prüfung eingehenden unterzogen werden.

Die Software ist unter darktable.org als Open-Source-Programm erhältlich – nicht nur für Windows und Mac, sondern auch für diverse Linux-Geschmacksrichtungen und Solaris. Die Optik erinnert sehr an Lightroom: Der Hintergrund ist in Schwarz gehalten und die Aufteilung der Arbeitsfläche mit den Leisten links, oben und rechts wirkt auf Lightroom-Nutzer sofort vertraut. Diese Leisten können über kleine Dreieckssymbole ein- und ausgeklappt werden, wie man das von Lightroom her kennt.

Es gibt zwei weitere Parallelen:
Den ganzen Beitrag lesen »



Kampf der digitalen Zeitverschwendung.

Wenn man sich die Kommentare zu diesem Patentrezept ansieht, könnte man zum Schluss kommen, dass es nicht besonders gut angekommen ist:

Und um diese Zeiterfassungen auszuwerten vertrödelt man zusätzliche und unproduktive Stunden …

Die totale Überwachung im Büro, danke für den Artickel.

vielen Dank Herr Schüssler
ich bin 82 Jahre alt und zum Glück kein Bedarf.

Wer «Artickel» schreibt, sollte sich wenigstens durch eine Rechtschreibsoftware überwachen lassen. Aber das nur nebenbei. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




Google Adsense

Digitale Patentrezepte

Einmal pro Woche gebe ich drüben bei Tagesanzeiger.ch praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

dpr01b-still.jpg

patentrezepte.tagesanzeiger.ch

Podcast!

Archiv