Ein Problem, das ihr sicher kennt: In den mobilen Browsern sammeln sich über die Zeit unzählige offene Reiter an. Aus Ordnungsliebe, zur Schonung der Ressourcen und Wahrung der Übersicht will man irgendwann Tabula Rasa machen. Ich habe bisher einen Reiter nach dem anderen geschlossen, von Hand. Stellt sich die Frage: Geht es auch einfacher? Kann man alle Tabs in einem Rutsch schliessen?

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Gebrauchte Websites entsorgen: Bei Safari geht es unlogisch, bei Firefox einleuchtend.

Antwort: Ja. Bei Safari in der mobilen Variante ist die Vorgehensweise allerdings wenig einleuchtend und nicht das, was man von Apples angeblicher intuitiver Bedienungsweise erwarten würde. Man tippt in der Symbolleiste auf den Befehl rechts unten, mit dem man einen neuen Reiter öffnet – aber man tippt nicht kurz, sondern lange, bis ein Popup-Menü erscheint, das den Befehl X Reiter schliessen anbietet. X ist die Zahl der offenen Reiter.

Bei Firefox in der mobilen Variante – die ich bekanntlich wärmstens empfehle – geht es logischer. Den ganzen Beitrag lesen »



Äh, das bin ich beim Surfen.

Clickclickclick.click ist nicht meine neue Zweit-Domain – was mich schon ein bisschen reut. Es ist eine echt coole Domain.

Nein, es handelt sich hier um ein aufschlussreiches Experiment. Auf dieser Website, auf der es im Wesentlichen einen grossen, grünen Knopf gibt, erfährt man auf spielerische Weise, welche Informationen man bei der Interaktion über sich preis gibt: Natürlich Details zum Browser, Betriebssystem, der Konfiguration, dem Internetzugang, und so weiter. Aber eben auch zur Verhaltensweise: Ist man ein forscher oder zurückhaltender Klicker? Bewegt man die Maus langsam oder schnell? Wie schnell doppel- oder trippelklickt man? Kommt man auf die Idee, den Knopf durch die Gegend zu ziehen?

Das ist amüsant gemacht, indem eine Stimme (mit einem ziemlich unüberhörbaren holländischen Akzent) Kommentare abgibt – wie bei einem Laborversuch, bei dem man selbst das Versuchsobjekt (Subject) ist. Und es ist auch ziemlich eindrücklich. Mir zum Beispiel war zwar klar, dass die technischen Aspekte meiner Internetnutzung genau durchleuchtet werden. Mir war aber nicht klar, dass ich als User auch verhaltenspsychologisch derartig interessant bin. Den ganzen Beitrag lesen »


Mal unter uns gefragt: Was sind das eigentlich für Honks, die Kommentarspam verbreiten? Es ist unhöflich, na klar, aber es ist auch annähernd nutzlos. Die meisten Blogbetreiber moderieren Kommentare inzwischen. Das führt dazu, dass der Quatsch gar nie zu sehen sein wird – so wie drüben beim Nerdfunk, wo im Moment recht viel von diesem Müll aufschlägt. Das Publikum wird damit nicht behelligt, aber mir macht das Durchsehen der Beiträge komplett unnötige Arbeit.

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Latrice und Dillanger scheinen sich einen Computer zu teilen. (Und zwar in Sankt Petersburg.)

Also, warum? Wenn es nur darum geht, den Moderator mit dem Spam zu behelligen, dann ist das auch kein sonderlich guter Plan. Leute, die ein eigenes Blog betreiben, sind internetaffin genug, um nicht auf Spam hereinzufallen. Und sie stehen dem Spammer besonders ungnädig gegenüber, weil er ihr Blog für seine nichtsnutzigen Zwecke missbrauchen will. Ich denke daher nicht, dass je ein Blogger seine Viagrapillen bei einem gekauft hat, der sie über einen Spamkommentar beworben hat.

Es drängt sich daher die Vermutung auf, dass Kommentarspammer besonders dumme Menschen sind, die es niemals schaffen würden, eine vernünftige Phishing-Aktion auf die Beine zu stellen. Denn das ist, wie man immer wieder liest, nach wie vor erstaunlich wirkungsvoll.
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Neulich hatte ich eine nette Diskussion mit Herrn Mumprecht vom SMD. SMD ist die Schweizer Mediendatenbank, die Artikel von den grossen Schweizer Medien durchsuchbar bereithält. Es ging um HTML.

Ich gebe ja zu, ich diesbezüglich etwas exzentrisch gestrickt. Ein Chaos in der Wohnung lässt mich kalt. So lange man sich einen Weg zum Kühlschrank bahnen kann, ist alles okay. Aber aufgeblähter HTML-Code geht mir gegen den Strich.

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So kann man HTML natürlich auch machen.

Nun ist es so, dass ich seit Jahren ein Archiv meiner Artikel unterhalte. Einerseits als Datenbank, andererseits als Text und PDF. Das tue ich aus diversen Gründen: Zur Pflege meines Portfolios, für die ProLitteris und vermutlich auch aus einem womöglich fehlgeleiteten Berufsstolz heraus. Aber man will ja jederzeit in der Lage sein herauszufinden, was man vor x Jahren zu diesem oder jenem Thema für einen Unfug verbreitet hat.

Schliesslich vereinfacht ein schönes Archiv auch Zweitverwertungen, zum Beispiel in Buchform. Die (inzwischen leider vom Fortschritt überholten) Kummerbox-Bücher haben sich so mit vergleichsweise geringem Aufwand produzieren lassen. Es braucht im Wesentlichen nämlich nur einen Copy-Befehl:
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Neulich haben wir im Büro darüber gesprochen, wann uns aufgegangen ist, dass das Internet keine Neuerung wie irgendeine ist, sondern das, was man auf Neudeutsch einen «Gamechanger» nennt. (Altdeutsch würde man wohl von Bahnbrecher sprechen.) Es kam heraus, dass uns allen nicht beim ersten Kontakt aufgegangen war. Ich fand das Internet damals spannend, und ich habe mich durchs Yahoo-Verzeichnis geklickt, Erfahrungen mit dem Chatten gesammelt und Mails durch die Gegend geschickt. (Auch wenn ich nicht mehr weiss, wie man damals Leute aufgespürt hat, denen man überhaupt hätte ein Mail schicken können.)

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Wenn das Internet im 19. Jahrhundert erfunden worden wäre. (Bild: Au Cyber Café, after Jean Béraud, Mike Licht/Flickr.com, CC BY 2.0)

Dieser Gedanke ist mir noch ein paar Mal durch den Kopf gekullert. Und irgendwann habe ich mir die Frage gestellt: Ist es eigentlich zwingend, dass das Internet herausgekommen ist, wie wir es heute kennen? Das heisst: Offen, aber in seiner Offenheit bedroht?

Die Antwort ist natürlich: Nein, das ist überhaupt nicht zwingend. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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