Letzte Woche war ich an der Eröffnung der neuen Google-Büros in der Sihlpost. Ein Anlass, bei dem ich auch ins Gespräch mit einer Google-Dame kam, die sich mit Youtube beschäftigt. Youtube ist, so habe ich unterschwellig herausgehört, enttäuscht darüber, dass es in der Schweiz keine Youtube-Szene im eigentlichen Sinn gibt. Die Enttäuschung ist verständlich: Vor einiger Zeit wurde mit einigem Mediengetöse und unverhohlenem Ehrgeiz Youtube.ch gestartet. Der Tagi hat seinerzeit (April 2013) darüber berichtet:

Auf der heute gestarteten Website Youtube.ch stehen Videos aus der Schweiz im Mittelpunkt. Beiträge, die in der Schweiz am häufigsten angesehen werden, und solche, die dort am schnellsten an Popularität gewinnen, werden direkt auf der Homepage angezeigt, schreibt Google in einer Medienmitteilung.

Rufe ich heute youtube.ch auf, werde ich nach youtube.com/?gl=CH umgeleitet, wo ich Harald Lesch, Saturday Night Life, John Oliver, den grossartigen bigclivedotcom vorfinde1. Falls die nicht alle präemtiv von der erleichterten Einbürgerung Gebrauch gemacht haben, ist das als Scheitern von Youtubes Schweiz-Engagegement zu werten.

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Bis hierzulande die Busse mit Werbung für Youtube-Kanäle durch die Strassen kurven, wird es noch recht lange dauern. (Bild:
London United, New Routemaster LT 132 (LTZ 1132), Martin/Flickr.com, CC BY 2.0)

Kein Wunder: Es gibt hierzulande einfach zu wenig Vorzeigenswertes, das einen eigenen Schweizer Kanal rechtfertigen würde. Den ganzen Beitrag lesen »



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Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ich im Moment, wo ich ein Video zu lahmem Internet für den Tagi produziert habe, selbst mit den Problem kämpfe. Die Horizon-Box der UPC-Cablecom, die bekanntlich ihre Macken hat, internetmässig aber bis jetzt immer gut funktionierte, will täglich neu gestartet werden, um zuverlässig mit dem Internet zu kommunizieren. Das WLAN ist unzuverlässiger geworden, was vor allem durch die starke Auslastung des 2,4 GHz-Bands verursacht wird. Daran ist die Cablecom auch nicht ganz unschuldig, weil diverse Wi-Free-Netze sich dort tummeln – die meines Erachtens nicht viel bringen. Den ganzen Beitrag lesen »


Obwohl ein Mann der Bits und Bytes und ein Verfechter des papierlosen Büros habe ich meine Manuskripte jeweils in ausgedruckter Form zu Radio Stadtfilter getragen. Ich musste mir deswegen oft Spott anhören, vor allem von maege. Aber: Es liest sich einfach angenehm von Papier. Man minimiert das Risiko, mitten im Live-Vortrag seine Notizen zu verlieren – zum Beispiel durch eine plötzliche Leere des Akkus oder einen Absturz. Oder weil man aus Versehen die App schliesst, in der gerade noch das Manuskript offen war.

Aber ich aber eingesehen, dass dieser Anachronismus ausgemerzt werden muss. Ich lese daher meine Texte inzwischen ab Bildschirm, und zwar ab iPad. Klar, man könnte auch einen der Computerbildschirme im Studio verwenden. Den ganzen Beitrag lesen »


Ich schnöde in diesem Blog immer mal wieder über Google. Obwohl ich viele Dinge toll finde, die Google tut. (Andere nicht.) Mein Vorbehalt ist immer der gleiche: Google weiss zu viel über mich. Darum versuche ich, meine Eier nicht alle in ein Körbchen zu legen, wie der Ami das nennt. Sprich: Ich versuche, wann immer möglich, Ausweichmöglichkeiten zu schaffen.


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Und eben: Es gibt mit Bing eine Ausweichmöglichkeit auch beim Kerngeschäft von Google, der Websuche. Als ich neulich gelesen habe, dass Bing Marktanteile gewinnt, habe ich mich gefragt, ob nun der Zeitpunkt gekommen ist, wo man die Alternative ernsthaft in Erwägung ziehen kann und muss? Ich habe Bing in den letzten Jahren immer mal wieder genutzt, bin aber nie so richtig warm geworden mit Microsofts Suchmaschine.

Mein Fazit aufgrund einer hochwissenschaftlichen, ausführlichen Studie (mit ganzen zwei allerdings sehr klever ausgewählten Suchbegriffen) lautet: Den ganzen Beitrag lesen »


In diesem Blog habe ich immer wieder meiner Google-Skepsis Ausdruck verliehen. Googles vereinnahmendes Wesen ist mir unheimlich, und die zunehmende Abhängigkeit eine echte Gefahr. Trotzdem ist es für mich keine Option, die Dienste von Larry und Sergey komplett aus meinem Leben zu verbannen. Ein pragmatischer Ansatz ist, die tägliche Google-Dosis zu reduzieren, gezielt auszuweichen, manche allzu verlockende Angebote ganz zu meiden – und sich mit den Einstellungsmöglichkeiten zum Google-Konto auseinanderzusetzen.
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Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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