Was kann man nicht alles in und mit der Crowd tun: Geld sammeln (Crowdfunding), Leute für sich arbeiten lassen (Crowdsourcing oder auch Crowdworking), sie zum Erzeugen von Inhalten benutzen (Crowd Content oder User-generated content), sich von Fremden herumfahren lassen (Crowddriving a.k.a. Uber) und ihr Sofa benutzen (Crowdsleeping a.k.a Airbnb), dem Schwarm Dinge zum Testen vorwerfen (Crowdtesting) oder ihn Kontrollen ausführen lassen… nein halt, Crowd control ist was anderes. Aber ihr versteht, was ich meine. Das Netz ist so egalitär und die Sharing Economy so omnipräsent, dass Marx vor Freude hüpfen müsste. Oder auch nicht.

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So wird es sein, wenn ich mal Unternehmer bin. (Bild: picjumbo.com)

Jedenfalls geht es hier um ein Ding, das man «Crowd Innovation» nennen könnte. Klar, auch das ist nicht neu. Es gibt die Schweizer Plattform Atizo.com, die ich hier und hier vorgestellt habe. Aber Atizo entwickelt Produktideen und -verbesserungen. Aber wie krass wäre denn ein Marktplatz, wo Geschäftsideen und Business-Pläne für Startups getauscht werden? Eine Website, auf der man seine Idee präsentiert und dann im Idealfall Leute findet, die sie mit einem (oder für sich allein) realisieren.
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Googles Suchmaschine hat eine Mission: Nämlich zu einem Stichwort die passenden Resultate zu liefern. Allerdings fehlt in manchen Fällen die Notwendigkeit, ein Suchresultat anzuklicken: Google beantwortet manche Fragen direkt. Zum Beispiel über den Knowledge Graph. Oder bei Büchern, Fragen nach der Uhrzeit, Umrechnungen oder sogar beim Wunsch nach Zerstreuung – das Video zeigt 15 solcher «Ostereier» (wenn man sie so nennen will).

Bleibt die Frage: Ist es eigentlich legitim, wenn Google in manchen Fällen Websites den Traffic vorenthält, weil die Neugierde des Nutzers bereits durch die Anreicherung der Resultateliste befriedigt werden konnte? Aus Nutzersicht ist das natürlich legitim: Es gibt kein Gesetz, das einen Suchmaschinenbetreiber dazu verpflichten würde, nur Suchresultate anzuzeigen. Und für den Nutzer ist es praktisch, sich bei simplen Fragen nicht durch einen Wust von Resultaten klicken zu müssen, auf der Suche nach der besten Weltzeituhr oder tollsten Umrechnungssite.

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Richtige Antwort: Google

Aus Sicht der Betreiber von Websites sieht es etwas anders aus: Da findet man es sehr störend, wenn die Suchmaschine – die eigentlich Vermittlerin sein sollte – in Konkurrenz zum eigenen Angebot tritt. Und es ist eine übermächtige Konkurrenz. Denn wer wird eine Weltzeituhr wie weltzeituhr.ch aufrufen (und dort die Werbebanner ansehen) wollen, wenn Google einem nach der Eingabe «Time in LA» schon gesagt hat, was man wissen wollte?
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Sich Texte vorlesen lassen, vom Handydisplay nicht allzusehr anstrahlen zu lassen und das Telefon babysicher machen – das sind nur ein paar der Möglichkeiten mit den Bedienungshilfen.

Pionier bei den Bedienungshilfen ist ohne Zweifel Microsoft. Schon zur Hochzeit von Windows hat der Softwarekonzern grosse Anstrengungen unternommen, um das Betriebssystem auch für Behinderte nutzbar zu machen. Da sind zum Beispiel die unterstrichenen Buchstaben in allen Menüs: Sie ermöglichen es, die Befehle auch ohne Maus auszulösen. Windows ist, grafische Anwendungen und Spiele einmal komplett ausgenommen, komplett per Tastatur bedienbar. Das schätzen die Nerds, doch es ermöglicht eben auch Nutzern, die keine Maus bedienen können, die Arbeit mit Windows.

Und es gibt in der Systemsteuerung bei Erleichterte Bedienung das Center für erleichterte Bedienung. Dort finden sich Dinge wie die Bildschirmlupe, die Sprachausgabe, die Bildschirmtastatur und den hohen Kontrast. Sie sind für Behinderte gedacht, können aber auch allen anderen das Leben erleichtern. Die Grenzen sind ja fliessend, wie die Brillenträger unter uns wissen. Bei Windows hatten sie die Nebenwirkung, dass sie gelegentlich versehentlich eingeschaltet wurden. Gerade der besagte hohe Kontrast konnte die Nutzer sehr überraschen, wie ich von diversen panischen Zuschriften an die Kummerbox weiss.

Jedenfalls fand ich das immer sympathisch an Microsoft, dass sie sich in dieser Sache so ins Zeug legten. Den ganzen Beitrag lesen »


Es ist den Leserinnen dieses Blogs wahrscheinlich nicht verborgen geblieben, dass ich eine gewisse Schwäche für Ifttt.com habe. Wie das richtige Internet aussehen müsste, Wenn Iftt, dann Zeitersparnis, Ein Vorgeschmack auf das Internet der Dinge und Mein ganz persönlicher Twitter-Bot sind alles Beiträge, die diesen Dienst in den Himmel jubeln. Naja, oder zumindest nüchtern dessen Vorteile herausstreichen.

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Hey Leute auf Facebook, seht her, was ich hier gefunden habe: Ein Ding, dass dafür sorgt, dass ich nicht mehr so viel Zeit auf Facebook verplempere!

Da konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, Ellp anzusehen. Das ist eine Windows-App, die augenscheinlich von Iftt inspiriert wurde. Sie will auf dem lokalen Computer nach dem gleichen Prinzip Automatisation ermöglichen – und zwar, ohne das böse Wort «Automatisation» zu verwenden. Das klingt nämlich nach Fabrik, Robotern und entlassenen Arbeitern. Und im Zusammenhang mit dem Computer denkt man an komplizierte Makros und an «Runtime Errors».
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Vectormagic.com ist ein netter kleiner Webdienst, den ich nicht täglich, aber doch gelegentlich nutzte. Inzwischen ist er leider nicht mehr in Verwendung, mehr dazu und eine Alternative weiter unten. Der Dienst wandelt Pixelbilder in Vektoren um. Für Leute, die nicht mit der Materie vertraut sind: Pixelbilder beschreiben ihren Inhalt mit vielen kleinen rasterförmig angeordneten Bildpunkten. Vektorbilder verwenden eine geometrische Beschreibung, bestehend aus Linien und Kurven, aus denen komplexe Objekte konstruiert werden können. Der eigentlich entscheidende Unterschied liegt darin, dass ein Pixelbild das Motiv abbildet, ohne es zu «verstehen»: Ein Pixel gibt eine Farbe wieder, egal ob er zu einem Baum oder zu einem Auto oder Kuhfladen gehört.

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Ganz hübsch geworden: Das Foto eines Graffito (siehe unten) in vektorisierter und leicht nachbearbeiteter Form.

Bei Vektorbildern ist das anders: Eine Fläche, eine Linie, ein Kreis, ein Polygon oder was auch immer ist dort ein einzelnes Objekt, das jederzeit verschoben, gelöscht, verändert, vergrössert, verkleinert oder sonstwie modifiziert werden kann. Da Vektorgrafiken die Objekte geometrisch beschreiben, lassen sie sich beliebig vergrössern, ohne dass die bei Pixelbildern unvermeidlichen Bildpunkte sichtbar werden.

Vectormagic versucht nun, die Objekte eines Vektorbildes nachzuzeichnen. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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Einmal pro Woche gebe ich drüben bei Tagesanzeiger.ch praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

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