… oder auch nicht. Neulich ist mir mein iPhone 4 (MC605FD/A) in die Finger geraten. Ich gehöre nämlich zu den Leuten, die alte Geräte nicht zum Recycling geben, sondern in einer Schublade verstauen. Der prähistorische Sammeltrieb hat sich offensichtlich in die Moderne gerettet.

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Wie ein SUV neben einem Fiat Cinquecento.

Das iPhone 4 ist 2010 auf den Markt gekommen. Es zeichnet sich durch eine rückseitige Glasscheibe aus, die genauso kaputtgehen kann wie die Front, wenn man das Telefon unglücklich fallen lässt. Immerhin: Eine gesplitterte Rückseite stört nicht sosehr wie das Spinnenmuster auf dem Display. Im Gegenteil; man kann ihr sogar attestieren, dass sie einem Telefon Charakter und Individualität verleiht. Die Splitter bei meinem Gerät stammen von unseren Azoren-Ferien 2011, wo ich das Telefon im Hotel aus zwanzig Zentimetern Höhe auf die Steinplatten habe fallen lassen. Damals hat auch meine Spiegelreflexkamera, die D70s bei einem Walbeobachtungstrip zu viel Wasser abbekommen und das mit Aussetzern quittiert. Es war, aus Sicht des Equipments, keine glückliche Reise. Anderweitig aber schon.

Wie auch immer. Den ganzen Beitrag lesen »


Meine Neugierde hat mich neulich 4 Franken gekostet. Es geht um die Plant Snap-App (für iPhone und iPad, kostenlos für Android und Pro-Version für Android). Die behauptet, in der Lage zu sein, mehr als 316’000 Pflanzen erkennen zu können. Da ich selbst so in etwa zehn bis zwanzig Pflanzen erkenne – darunter diejenigen auf unserem Balkon, von denen ich weiss, unter welchem Namen sie im Blumenladen verkauft worden sind –, wäre das eine interessante und praktische smartphonemässige Erweiterung meines Skillsets.


Ganz so einfach ist die Sache leider nicht.

Beim Start erklärt einem die App, dass man gute Fotos machen muss, um eine gute Erkennung zu haben. Heisst: Blüte formatfüllend im Bild, Blätter gut sichtbar, nicht zu nahe, nicht mit verschiedenen Spezies im gleichen Bild, auch nicht zu weit entfernt fotografiert und nicht unscharf. Irgendwie alles klar, aber wahrscheinlich ist es nötig, das noch einmal deutlich zu machen. Wenn man dann loslegen will, kommt noch einmal das Angebot, einem in einem Video zu erklären, wie man seine Fotos schiessen muss, um vernünftige Erkennungsraten zu erzielen. Das deutet darauf hin, dass nicht alle Nutzer glücklich über die Resultate zu sein scheinen, die die App ihnen liefert.
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Dieses Bild hat entfernt mit dem Thema zu tun, weil es Verbindungen zwischen Leuten darstellt. (Bild: rawpixel/Pixabay, CC0)

Ich habe von mehreren Leuten eine Einladung zu dock.io bekommen. Das ist eine Website, die, während ich diesen Blogbeitrag verfasse, noch nicht einmal einen Wikipedia-Eintrag hat. Das liegt vielleicht daran, dass die Wikipedia-Autoren das Funktionsprinzip nicht verstanden haben – und das meine ich jetzt nicht überheblich, denn mir ist auch nicht ganz klar, wie Dock ganz konkret funktionieren sollte.

Bei How It Works heisst es zur Funktionsweise:

Dock.io is a decentralized data exchange protocol that lets people connect their profiles, reputations and experiences across the web with privacy and security.

Das erinnert natürlich sofort an Diaspora, einem sozialen Netzwerk mit hochfliegenden Plänen, das grandios gescheitert ist. Aber natürlich: Den ganzen Beitrag lesen »


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Die namensgebenden Knoten (nodes) sind links deutlich zu erkennen. Rechts konfiguriert man den Sound.

Auf der Liste mit den Dingen, die ich in diesem schönen Blog besprechen will, steht seit längerem eine App namens Nodebeat (erhältlich für das iPhone und iPad, Android und für den Mac). Das Problem ist nun, dass ich wirklich nicht kompetent bin, sie vernünftig abzuhandeln. Denn es handelt sich um eine App zur Musikkomposition. Musik ist ein Bereich, wo ich mich gerne als Nutzer betätige, wo ich aber völlig talentfrei bin, was den Kreationsprozess angeht. Ich kann daher schreiben, dass die App Spass macht und dass – egal was man tut – etwas Hörbares herauskommt. Aber wie das passiert und wie man die App im Vergleich zu anderen, ähnlichen Apps bewerten müsste, kann ich leider weder herausarbeiten nicht fachlich begründen.

Andererseits hat mangelndes Verständnis einer Materie noch nie einen Blogger vom Schreiben abgehalten. Mich am allerwenigsten: Ich habe mich vor einiger Zeit über die Musikmemos-App ausgelassen (Die Nummer 1 für die Hitparade ist fast schon komponiert). Ich habe über diverse Musikkreations-Apps geschrieben, nämlich im Beitrag Musik-Lego über Reactable, in Ein Tummelfeld für Musiktüftler über SunVox und in Schleichweg auf die Pop-Bühne über Songify. Und da war auch der Beitrag mit dem besten Titel aller Zeiten (Dft dft dft nnnnng) zu Auxy.

Also, Nodebeat operiert mit Generatoren. Den ganzen Beitrag lesen »


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Framptonland oder Certillia?

Ich kann Karten zwar nicht lesen (jedenfalls nicht sonderlich gut), aber ich finde sie cool. Und nicht nur Karten, sondern auch alles, was damit zusammenhängt. Das liegt wahrscheinlich an jugendlicher Prägung. In der Primarschule haben wir irgendwann mal ein Reliefmodell aus Karton gebastelt. Das dient, wenn es nicht verschimmelt ist, noch irgend in einer Kiste im Keller meiner Eltern als Staubfänger. Ich glaube, Karten haben gerade auf einen Stubenhocker wie mich deswegen eine faszinierende Wirkung, weil man sieht, wohin man gehen könnte, wenn man den Lust hätte, das Haus zu verlassen.

Ich gehe noch weiter und behaupte: Pläne sind immer viel spannender als deren Umsetzung. In der Planphase hat man noch alle Möglichkeiten offen. Sobald man einen Plan umsetzt, muss man sich für einen Weg entscheiden und viele schöne Optionen verwerfen. Darum ist das beste Buch auch dasjenige, das man noch nicht geöffnet hat: Es kann die tollste Geschichte aller Zeiten enthalten. Sobald man den Buchdeckel aufklappt, schwindet diese Wahrscheinlichkeit. Bei manchen Büchern sogar schon beim ersten Satz.

Karten sind jedenfalls ein guter Weg, sich in der Realität zu verankern und die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Karten sind ein Instrument der Aufklärung, weil sie sich an Fakten orientieren. Es sei denn, man zeichnet Drachen in Karten ein und vergisst Nordamerika auf dem Globus.

Aber Karten sind natürlich auch ein wunderbares Instrument für Fantasten, die nichts als Eskapismus im Sinn haben. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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