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Von der Speicherkarte aufs Smartphone. (Rechts die Fotosession des Nerdfunk-Teams im Studio 2 von Stadtfilter.)

Ich mag meine D7000 von Nikon, und aus Gründen kommt sie in letzter Zeit wieder sehr häufig zum Einsatz. Etwas vermisse ich allerdings sehr: WLAN. Gerade die Babyfotos will man sehr oft … nein, nicht bei Facebook reinstellen, aber über möglichst sichere Messenger der Familie zukommen lassen. Das ist auf herkömmlichem Weg umständlich: Zum Computer gehen, Speicherkarte raus, in Lightroom importieren, etwas an den Bildern rumbasteln, nach Dropbox exportieren, am iPhone von Dropbox herunterladen, in den Messenger importieren, versenden… Das ist nicht das, was ich unter einem schlanken Workflow verstehe.

Darum habe ich mir vor einiger Zeit den Nikon WLAN-Adapter besorgt. Nur um dann festzustellen, dass der zu meiner Kamera nicht kompatibel ist. Den ganzen Beitrag lesen »


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Winterthur als kleiner Planet.

Raw-Fotografie beim Smartphone war neulich mein Thema. Dazu habe ich einige Apps angeschaut, hier Manual. Eine zweite App, die das beherrscht, ist ProCam, zu haben für 5 Franken fürs iPhone.

Diese ist deutlich umfangreicher als Manual. Sie fotografiert nicht nur in DNG, sondern auch in Tiff. Das Tagged Image File Format gehört zu den Veteranen unter den Dateiformaten. Es wurde schon 1986 erfunden, aber kontinuierlich weiterentwickelt und es wird in klassischen Publishing-Workflows in Druckereien und von Grafikern und Layoutern noch gerne verwendet. Es ist dann nützlich, wenn DNG sich als unpraktisch erweist, zum Beispiel, weil das Lieblingsbildbearbeitungsprogramm dieses Format nicht unterstützt.

Ein weiterer Vorteil: Das Tiff wird ohne verlustbehaftete Komprimierung gespeichert, was für die Bearbeitung optimal ist, aber riesige Dateien ergibt. Zum Vergleich: Ein typisches Foto mit dem iPhone 7 ist als JPG 3 MB gross. Als DNG gespeichert, fallen ungeführ 10 MB an. Die Tiff-Datei ist mehr als 45 MB gross und damit doch relativ unhandlich.

ProCam rückt die manuelle Belichtung der Fotos ins Zentrum. Den ganzen Beitrag lesen »


Für meinen Artikel Bilder wie vom Foto-Profi – aus der Handy-Kamera, in dem es um die RAW-Fotografie mit dem iPhone und Android-Telefonen geht – habe ich die Kamera-App Manual getestet.

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Links steuert man Front- und Rückkamera, Weissabgleich und Blitz, rechts Belichtungszeit, ISO, und Schärfe.

Es gibt sie für 4 Franken fürs iPhone. Für Android existiert sie leider nicht; am ähnlichsten kommt ihr Manual Camera. Die App tut genau das, was sie verspricht: Sie erlaubt dem Fotografen, die Parameter so zu wählen, wie er es möchte: Man stellt ISO-Zahl, Belichtungszeit und Weissabgleich so ein, wie man das gerne hätte. Im Livebild sieht man sogleich, wie das Bild belichtet wird. Und wenn man will, kann man über ein virtuelles Drehrad auch manuell fokussieren. Eine Ausschnittvergrösserung hilft, den Fokuspunkt präzise zu setzen. Ich als ehemaliger Analogfotograf hätte mir natürlich einen Schnittbildindikator gewünscht. Aber man kann nicht alles haben.

Bleibt die Frage: Und die Blende? Die kann man nicht verstellen, was daran liegt, dass das iPhone und die anderen Smartphones eine fixe Blende haben. Den ganzen Beitrag lesen »


Facetune (4 Franken fürs iPhone und für Android) verfolgt die Philosophie, dass man nicht auf das perfekte Foto warten soll, sondern stattdessen einfach seine mittelmässigen Selfies auf Hochglanz poliert. Sprich: Man motzt seine Portraitfotos mit allen Mitteln der Technik auf: Man glättet die Haut, macht gelbe Zähne weiss, betont Lippen und Augen, entfernt Augenringe, Pickel und Hautunreinheiten und verdeckt Lücken in der Haarpracht.

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Beim Glätten werden Hautunreinheiten eliminiert. Wie es geht, erklärt das Tutorial (rechts).

Und wenn alles nichts hilft, wirft man den guten alten Weichzeichner aufs Bild oder greift zum Verformungswerkzeug – das macht die Proportionen des Gesichts wohlgefälliger und fördert die Schönheit ungnemein.

An dieser Stelle gibt es einen grossen Elefanten im Raum. Klar, die moralische Frage. Ist es Beschiss am Betrachter, wenn man ihm nicht «die Wahrheit», sondern eine aufgemotzte Version der Wahrheit zeigt? Den ganzen Beitrag lesen »


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Ein Homescreen-induzierter Drogentrip mit Kuh.

Die Zeit der simplen Instagram-Effekte ist durch. Wenn man heute für Furore sorgen möchte, muss man bei seinen Algorithmen gehörig aufrüsten und zum Beispiel maschinelles Lernen ins Feld führen. Dann kriegt man aber auch einen schönen Hype hin, wie die Prisma-App (iPhone und Android) es in diesem Sommer bewiesen hat.

Prisma und die anverwandten Apps mit ihren Künstler-Kopisten-Algorithmen sind aber auch wirklich ein hervorragender Zeitvertreib für Foto-Spielkinder. Besonders schräg treibt es die App Pikazo (kostenlos fürs iPhone). Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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