Hi Hai!

1 Mai 2018 In: Fotografie, Deutsch

Da das digitale Patentrezept ferienbedingt noch pausiert, hier ein Lückenbüsser, wie er im Buch steht: Zwei schöne Bilder aus meinem Instagram-Feed.


Und, passend dazu, das Hai-Selfie: Den ganzen Beitrag lesen »


Der Porträtmodus beim iPhone ist in meinen Augen ein algorithmischer Schindluder. Ein Bild gibt vor, etwas zu sein, was es nicht ist: Nämlich ein schönes Portrait. Ein schönes Portrait wird mit einer richtigen Kamera, nämlich einer Spiegelreflex gemacht. Idealerweise verwendet man das passende Objektiv dazu, nämlich eines mit einer Brennweite von 50 bis 100 Millimeter, wobei das natürlich von der Grösse des Bildsensors abhängt. Mit der richtigen Blende ist die Schärfentiefe gering genug, dass der Hintergrund verschwimmt und das Gesicht die ungeteilte Aufmerksamkeit des Betrachters hat. Und wenn ein Objektiv ein schönes Bokeh macht, dann wertet das die Aufnahme zusätzlich auf. Natürlich ist das Licht sehr wichtig für ein schönes Portrait. Wenn das vorhandene Licht nicht passt, dann braucht man künstliche Lichtquellen – und das ist dann ein Kapitel für sich.

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Das ist doch mal ein hübsches Portrait! (Aus der Tadaa SLR-App, links mit dem Eis am Stiel-, rechts mit dem U-Bahn-Filter.)

Apple behauptet nun, das sei alles überflüssig: «Mit dem Porträtmodus können Sie aussergewöhnliche Bilder erstellen.» Und:

Im Porträtmodus wird mit der Dualkamera des iPhone 7 Plus, iPhone 8 Plus und iPhone X ein Schärfentiefe-Effekt erzeugt. Damit können Sie ein Foto erstellen, auf dem Ihr Motiv scharf bleibt und der Hintergrund auf wunderschöne Weise verschwommen ist. Mit dem iPhone 8 Plus oder iPhone X können Sie Ihrem Bild auch faszinierende Lichteffekte hinzufügen.

Ich finde die so entstandenen Fotos ehrlich gesagt nicht wunderschön. Sondern meistens grottig. Den ganzen Beitrag lesen »


In letzter Zeit habe ich im Blog den Photoshop-Vergleich recht häufig bemüht: Hier zu Polarr, hier zu Bloom. Und hier zu Pixelmator auf dem iPad. Aber es ist nun halt einmal so, dass Photoshop der Massstab ist, an dem sich die Konkurrenz messen lassen muss.

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Eine Schwarzweissumsetzung als Anpassungsebene mit einer Maskierungsebene. Die Maskierung wurde mit dem Smart-Auswahlwerkzeug gemacht und könnte noch einige Verfeinerungen vertragen.

Das gilt auch für Affinity Photo vom englischen Hersteller Serif (Europe). Dieses Programm gibt es für Windows (51.50 Franken), fürs iPad (20 Franken) und für den Mac (48 Franken im Mac App Store). Das ist eine viel gelobte Bildbearbeitung, die manche schon als «die bessere Alternative für Photoshop» (techtest.org) bezeichnen. So weit würde ich nicht gehen – denn die Funktionen sind das eine und das Knowhow ist das andere. Wer bislang Photoshop benutzt hat und diese Software aus dem FF kennt, der wird nicht umsteigen, wenn eine Software ein µ besser ist. Er wird nur umsteigen, wenn die neue Software die alte um Welten schlägt. Nur dann lohnt sich der Aufwand fürs Umlernen.

Kommt dazu, dass es Photoshop Teil von etwas ist, was in der Softwarewelt gerne Ökosystem genannt wird. Das heisst, es gibt enorm viele Lösungen, die um das Produkt gestrickt worden sind. Im Fall von Photoshop gibt es Plug-ins, Scripte, Aktionen und unzählige Tutorial-Videos, Tipps und Tricks und Anleitungen. Wie wertvoll dieses Ökosystem ist, weiss ich, da ich für Publisher.ch immer wieder solche Dinge vorstelle. Man kann mit dieser Vielfalt als Neuling gar nicht konkurrenzieren – sondern nur versuchen, ein neues Publikum zu erreichen und über die Jahre ein ähnliches Ökosystem aufzubauen.

Das heisst aber nicht, dass man keine Chancen hätte. Den ganzen Beitrag lesen »


Seinerzeit habe ich die App Color Splash vorgestellt, im Beitrag Farbe als Blickfang einsetzen. Die Idee ist nett: Man verwandelt das Bild in Schwarzweiss, lediglich ein Element bleibt farbig. Das springt ins Auge, und es lässt keinen Zweifel, wohin man den Blick des Betrachters lenken möchte. Dieser Effekt heisst in Englisch color splash oder auch color pop oder color burst. In Deutsch habe ich schon den Begriff des selektiven Schwarzweiss gelesen.

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Ein schönes Beispiel für einen Color Splash, allerdings wohl eher nicht per App erzeugt. (Bild: Nevada del 2010, cesc casals/Flickr.com, CC0)

Die Color Splash-App hat nach wie vor ihre Daseinsberechtigung. In der Benutzung ist sie jedoch umständlich. Man muss nämlich den Teil, der farbig bleiben soll, von Hand maskieren. Darum heute eine schöne Alternative: Den ganzen Beitrag lesen »


Aus unerfindlichen Gründen bin ich ein Fan von Droste. Nein, nicht von Droste-Hülshoff. Die hat mich nicht geflasht, obwohl ich seinerzeit natürlich «Die Judenbuche» lesen musste. Nein, ich meine den Droste-Effekt. Bei dem sieht in einem Bild das gleiche Bild noch einmal. Und dort noch einmal. Und noch einmal, bis in alle Ewigkeit, bzw. bis zu den Grenzen der Auflösung. Das ist eine charmante Form des Selbstbezugs und eine Demonstration davon, wie das Konzept der Ewigkeit nicht in einen menschlichen Kopf hineinpassen will. Ich kann mich erinnern, dass ich als kleiner Junge gerne im Badezimmer die beiden Flügel des Spiegelschranks aufgeklappt habe, sodass ich mich dazwischen auf beiden Seiten gespiegelt habe: Es überstieg damals (und es übersteigt noch heute) mein Fassungsvermögen, dass sich Unendlichkeit so einfach herstellen lässt. Und das nicht nur einmal, sondern sogar gleich zweimal, nämlich rechts und links von meinem Kopf.

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Zwei Droste-Variante: Links mein selbstgebasteltes Selfie, rechts eines der mitgelieferten Beispiele, die unendliche Schachpartie.

Der Droste-Effekt macht genau das, aber mit einem künstlerischen Dreh. Wenn man Wikipedia glauben darf, haben die Holländer ihn erfunden. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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Digitale Patentrezepte

Einmal pro Woche gebe ich drüben bei Tagesanzeiger.ch praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

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