Neulich bin ich dem Grafikformat WebP (Spitzname «weppy») begegnet. Es stammt, so erfährt man von Wikipedia, von den nimmermüden Google-Entwicklern. Und es zeichnet sich durch mehr Effizienz als PNG und JPG aus. Sie seien 26 Prozent kleiner als PNGs und 25 bis 34 Prozent kleiner als JPGs.

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Auf den Inhalt kommt es an. (Bild: Clowning Around, Free for Commercial Use/Flickr.com, CC BY-SA 2.0)

Das ist sympathisch. Bandbreitenverschwendung im Netz ist ein grassierendes Übel. Seit sich Breitband und Flatrate durchgesetzt haben, scheinen die Leute zu glauben, dass es völlig egal ist, ob man eine Website möglichst effizient oder irgendwie durchs Netz schleust. Dass das ein Irrtum ist, merkt man, sobald man sich mit seinem Mobiltelefon mal in eine Gegend wagt, wo es nur Edge gibt. Edge ist gleichzusetzen mit offline, hat Sascha Lobo ja mal so schön gesagt.

Ob nun nicht maximal effiziente Dateiformate das grösste Problem sind, wage ich zu bezweifeln. Den ganzen Beitrag lesen »


Mit iOS 10.2 kam das Selfie-Emoji. Ich meine, allein das Wort… müsste ich es meiner Grossmutter erklären, käme ich ganz arg ins Schwimmen. Dabei hat sie zumindest eine vage Vorstellung von dem, was ein Smartphone so tut. Aber wenn ich mich zurück in meine Primarschulzeit versetze, dann wäre das Konzept für die Leute damals – mein zwölfjähriges Ich eingeschlossen – nur mit viel Aufwand vermittelbar. Das Fernsehen damals war schwarzweiss1. Telefone waren schwarz und aus Bakelit. Sie hingen an der Wand und waren nur zum Telefonieren da.

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Eine Rarität in meiner Fotosammlung: Ein Bild mit mir selbst drauf. Plus rechts das Reenactment.

Kommunikativ gesehen lebten wir im Mittelalter. Denn auch wenn ich nicht mehr genau sagen kann, was damals ein Ferngespräch pro Minute gekostet hat, war es doch so, dass die Nutzung des Telefons aufs Nötigste zu beschränken war. Stattdessen haben wir fleissig die Briefpost genutzt. Wie Schiller und Goethe, nur weniger literarisch. Und in denen waren Emoji bekanntlich nicht gebräuchlich. Obwohl sie zu der Zeit besonders praktisch gewesen wären. Die Schweizer Post hatte noch bis in die 1980er Jahre ein Tarifsystem, nach dem Postkarten vergünstigt transportiert, wenn maximal fünf Worte darauf standen. Wohl, weil der Pöstler an denen weniger schwer zu tragen hatte. Mit fünf Emojis erzählt man, wenn man geschickt ist, einen halben Roman.

Auch das Selfie war damals schon als Konzept völlig verquer. Den ganzen Beitrag lesen »


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Von der Speicherkarte aufs Smartphone. (Rechts die Fotosession des Nerdfunk-Teams im Studio 2 von Stadtfilter.)

Ich mag meine D7000 von Nikon, und aus Gründen kommt sie in letzter Zeit wieder sehr häufig zum Einsatz. Etwas vermisse ich allerdings sehr: WLAN. Gerade die Babyfotos will man sehr oft … nein, nicht bei Facebook reinstellen, aber über möglichst sichere Messenger der Familie zukommen lassen. Das ist auf herkömmlichem Weg umständlich: Zum Computer gehen, Speicherkarte raus, in Lightroom importieren, etwas an den Bildern rumbasteln, nach Dropbox exportieren, am iPhone von Dropbox herunterladen, in den Messenger importieren, versenden… Das ist nicht das, was ich unter einem schlanken Workflow verstehe.

Darum habe ich mir vor einiger Zeit den Nikon WLAN-Adapter besorgt. Nur um dann festzustellen, dass der zu meiner Kamera nicht kompatibel ist. Den ganzen Beitrag lesen »


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Winterthur als kleiner Planet.

Raw-Fotografie beim Smartphone war neulich mein Thema. Dazu habe ich einige Apps angeschaut, hier Manual. Eine zweite App, die das beherrscht, ist ProCam, zu haben für 5 Franken fürs iPhone.

Diese ist deutlich umfangreicher als Manual. Sie fotografiert nicht nur in DNG, sondern auch in Tiff. Das Tagged Image File Format gehört zu den Veteranen unter den Dateiformaten. Es wurde schon 1986 erfunden, aber kontinuierlich weiterentwickelt und es wird in klassischen Publishing-Workflows in Druckereien und von Grafikern und Layoutern noch gerne verwendet. Es ist dann nützlich, wenn DNG sich als unpraktisch erweist, zum Beispiel, weil das Lieblingsbildbearbeitungsprogramm dieses Format nicht unterstützt.

Ein weiterer Vorteil: Das Tiff wird ohne verlustbehaftete Komprimierung gespeichert, was für die Bearbeitung optimal ist, aber riesige Dateien ergibt. Zum Vergleich: Ein typisches Foto mit dem iPhone 7 ist als JPG 3 MB gross. Als DNG gespeichert, fallen ungeführ 10 MB an. Die Tiff-Datei ist mehr als 45 MB gross und damit doch relativ unhandlich.

ProCam rückt die manuelle Belichtung der Fotos ins Zentrum. Den ganzen Beitrag lesen »


Für meinen Artikel Bilder wie vom Foto-Profi – aus der Handy-Kamera, in dem es um die RAW-Fotografie mit dem iPhone und Android-Telefonen geht – habe ich die Kamera-App Manual getestet.

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Links steuert man Front- und Rückkamera, Weissabgleich und Blitz, rechts Belichtungszeit, ISO, und Schärfe.

Es gibt sie für 4 Franken fürs iPhone. Für Android existiert sie leider nicht; am ähnlichsten kommt ihr Manual Camera. Die App tut genau das, was sie verspricht: Sie erlaubt dem Fotografen, die Parameter so zu wählen, wie er es möchte: Man stellt ISO-Zahl, Belichtungszeit und Weissabgleich so ein, wie man das gerne hätte. Im Livebild sieht man sogleich, wie das Bild belichtet wird. Und wenn man will, kann man über ein virtuelles Drehrad auch manuell fokussieren. Eine Ausschnittvergrösserung hilft, den Fokuspunkt präzise zu setzen. Ich als ehemaliger Analogfotograf hätte mir natürlich einen Schnittbildindikator gewünscht. Aber man kann nicht alles haben.

Bleibt die Frage: Und die Blende? Die kann man nicht verstellen, was daran liegt, dass das iPhone und die anderen Smartphones eine fixe Blende haben. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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