Neulich hatte ich eine nette Diskussion mit Herrn Mumprecht vom SMD. SMD ist die Schweizer Mediendatenbank, die Artikel von den grossen Schweizer Medien durchsuchbar bereithält. Es ging um HTML.

Ich gebe ja zu, ich diesbezüglich etwas exzentrisch gestrickt. Ein Chaos in der Wohnung lässt mich kalt. So lange man sich einen Weg zum Kühlschrank bahnen kann, ist alles okay. Aber aufgeblähter HTML-Code geht mir gegen den Strich.

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So kann man HTML natürlich auch machen.

Nun ist es so, dass ich seit Jahren ein Archiv meiner Artikel unterhalte. Einerseits als Datenbank, andererseits als Text und PDF. Das tue ich aus diversen Gründen: Zur Pflege meines Portfolios, für die ProLitteris und vermutlich auch aus einem womöglich fehlgeleiteten Berufsstolz heraus. Aber man will ja jederzeit in der Lage sein herauszufinden, was man vor x Jahren zu diesem oder jenem Thema für einen Unfug verbreitet hat.

Schliesslich vereinfacht ein schönes Archiv auch Zweitverwertungen, zum Beispiel in Buchform. Die (inzwischen leider vom Fortschritt überholten) Kummerbox-Bücher haben sich so mit vergleichsweise geringem Aufwand produzieren lassen. Es braucht im Wesentlichen nämlich nur einen Copy-Befehl:
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Mit iOS 10.2 kam das Selfie-Emoji. Ich meine, allein das Wort… müsste ich es meiner Grossmutter erklären, käme ich ganz arg ins Schwimmen. Dabei hat sie zumindest eine vage Vorstellung von dem, was ein Smartphone so tut. Aber wenn ich mich zurück in meine Primarschulzeit versetze, dann wäre das Konzept für die Leute damals – mein zwölfjähriges Ich eingeschlossen – nur mit viel Aufwand vermittelbar. Das Fernsehen damals war schwarzweiss1. Telefone waren schwarz und aus Bakelit. Sie hingen an der Wand und waren nur zum Telefonieren da.

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Eine Rarität in meiner Fotosammlung: Ein Bild mit mir selbst drauf. Plus rechts das Reenactment.

Kommunikativ gesehen lebten wir im Mittelalter. Denn auch wenn ich nicht mehr genau sagen kann, was damals ein Ferngespräch pro Minute gekostet hat, war es doch so, dass die Nutzung des Telefons aufs Nötigste zu beschränken war. Stattdessen haben wir fleissig die Briefpost genutzt. Wie Schiller und Goethe, nur weniger literarisch. Und in denen waren Emoji bekanntlich nicht gebräuchlich. Obwohl sie zu der Zeit besonders praktisch gewesen wären. Die Schweizer Post hatte noch bis in die 1980er Jahre ein Tarifsystem, nach dem Postkarten vergünstigt transportiert, wenn maximal fünf Worte darauf standen. Wohl, weil der Pöstler an denen weniger schwer zu tragen hatte. Mit fünf Emojis erzählt man, wenn man geschickt ist, einen halben Roman.

Auch das Selfie war damals schon als Konzept völlig verquer. Den ganzen Beitrag lesen »


Mit einem reichlich schlechten Gewissen vermelde ich: Ich habe mich neulich als Urheberrechtstroll betätigt. Anlass war mein Interview mit Richard Stallman, das jemand von Youtube herunter- und 1:1 unter seinem Account nochmals veröffentlicht hat. Ich habe also auf den Melden-Link geklickt, angegeben, dass mein Urheberrecht verletzt wird und abgewartet, was passiert.

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Yep.

Bemerkenswert ist dabei, dass Youtube einen bei einer solchen Copyright Complaint Submission diverse Dinge abnicken lässt. Man muss bekräftigen, dass einem «bekannt ist, dass die wissentliche Falschbeschuldigung einer Urheberrechtsverletzung rechtliche Folgen nach sich ziehen kann». Und dass man «weiss, dass der Missbrauch der Meldefunktion zur Kündigung meines YouTube-Kontos führt». Youtube will vermeiden, dass man mit den Melden-Knopf für Schindluder benutzt. Was durchaus einleuchtend ist – denn bei mehr als einer Milliarde Nutzer ergeben schon Missbrauchsfälle im Promillebereich in absoluten Zahlen gigantisch viele potenzielle Streitfälle. Den ganzen Beitrag lesen »


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Bild: Donald Trump – The Don, DonkeyHotey/Flickr.com, CC BY-SA 2.0

Wir haben vorgestern im Nerdfunk über Lord Voldemort gesprochen, der neulich zum 45. Präsidenten seines Landes gewählt wurde und selbiges nun great again machen muss. Einen Punkt habe ich in der Sendung kurz angedeutet, aber, weil nicht wirklich technisch, nicht im Detail ausgeführt.

Es geht nun um all die relativierenden Aussagen rund um Fuckface von Clownstick. Sein Wahlsieg, so hat man den Eindruck, scheint so eine Art Verbot zu bewirken, dass man ihn nun nicht mehr blöd finden darf. Das ist beispielsweise die Argumentation von Leuten wie Markus Somm bei Schawinski (MP3 der Sendung vom 14.11.), die, falls ich es richtig begriffen habe, ungefähr so funktioniert: Medien und «Linke» haben ihn kritisiert. Er wurde trotzdem entgegen allen Erwartungen gewählt. Also ist die ursprüngliche Kritik widerlegt und haltlos.

Was natürlich ein Non sequitur ist. Den ganzen Beitrag lesen »



An dieser Veranstaltung hier hat mir das iPad gute Dienste geleistet.

Was tun mit einem iPad? Als Apple 2010 die Tablet-Ära losgetreten hat, gehörte ich zu denen, die das Teil durchaus interessant fanden, ihm aber unmittelbar keinen konkreten Nutzen abgewinnen konnten. Ich hatte kein unmittelbares Bedürfnis, mir sofort eines zu kaufen, und es hat denn auch bis 2012 und dem zum iPad 3 gedauert, bis ich zum iPad-Nutzer geworden bin.

Nach knapp fünf Jahren ist es Zeit für eine kleine, persönliche Bilanz. Ich käme auch heute noch ohne iPad über die Runden, aber in drei Bereichen nutze ich es gerne:
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Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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