Tops und Flops 2011, Teil zwei. – Musik gibt es im Überfluss. Auch das Angebot an digitalen Büchern ist gewachsen, und die Podcast-Produktion ist zu einem einträglichen Geschäft geworden. Enttäuschend gefährdeten sich 2011 die Heimelektronik und die «alten» Medien.
Die Top-und-Flop-Jury, bestehend aus den beiden Daily-Digital-Autoren, hatte es sich schnell auf den Sieger in der Top-Kategorie geeinigt – E-Books sind 2011 zur Reife gelangt und Spotify hat einen beachtlichen Siegeszug angetreten. Die Flops bei den digitalen Inhalten waren nicht ganz so unbestritten.
E-Content-Top 1: E-Books
Kein Zweifel – 2011 ist das Jahr des elektronischen Buchs. Amazon hat mit neuen Kindle-Modellen für Furore gesorgt. Die sind zwar hierzulande nicht offiziell erhältlich, finden auf verschlungenen Wegen (digitec.ch) aber dennoch ihren Weg zu den Leserinnen und Lesern. Den ganzen Beitrag lesen »
Die Tops und Flops, die Kollega Zedi und ich fürs Daily Digital in der iPad-App des Tagesanzeiger auserkoren haben – Teil 1. Bei den Webseiten und Blogs haben dieses Jahr die solide Recherche und innovative Ideen überzeugt. Die Schnäppchenjägerei, Jekami-Bewertungen und der Suchmaschinen-Primus dagegen enttäuschten.
Die gestrenge Jury hatte es nicht einfach, in dieser Kategorie die wirklichen Tops und Flops herauszufiltern. Herauskristallisiert hat sich dann jedoch, dass solides, verlässliches Schaffen belohnt gehört – und Google abzustrafen ist. Wegen Nachlässigkeit beim Kerngeschäft.
Webseiten-Top 1: Instapaper
Marco Arment hat mit Instapaper (instapaper.com) einen Webdienst geschaffen, der eine riesengrosse Hilfe darstellt, wenn es darum geht, die Informationsfluten des Internet in Griff zu kriegen. Über ein einfaches Bookmarklet legt man Blog-Beiträge, Artikel und andere Webinhalte in ein Archiv, um diese dann später zu lesen. Ein Bookmarklet ist ein kleines Stück JavaScript-Code, das man wie ein normales Lesezeichen in seine Adresssammlung bzw. in seine Favoriten legt. Klickt man darauf, wird keine Seite aufgerufen, sondern eine Aktion ausgeführt – im Fall von Instapaper ein Beitrag ins Archiv gelegt. Den ganzen Beitrag lesen »
Schon etwas älter, aber trotzdem eine heisse Empfehlung: Die Ausgabe 177 von Chaos Radio Express, dem Podcast von Tim Pritlove, der heutzutage nur noch unter seinem Kürzel CRE läuft. Michael Steil gibt sehr kompetent Auskunft zum meistverkauften Heimcomputer, dem Commodore 64.
Die Sendung interessiert mich persönlich, da ich auf dem C64 zum ersten Mal mit Basic und mit Microsoft in Berührung gekommen bin. Ich hatte nicht das Glück, selbst so ein Kistchen zu besitzen, sondern musste mich immer über die Strasse und zwei Häuser weiter begeben, um da meinen Kumpel zu besuchen, der stolzer Besitzer eines C64 war. Den ganzen Beitrag lesen »
KeePass ist eine Anwendung, die Login-Daten und andere Zugangsdaten sicher speichert. Via Dropbox gelangt die verschlüsselte Passwortsammlung auf mehrere Rechner und sogar aufs iOS-Gerät.
Passwörter gehören mit zu der lästigsten Erscheinung des Internetzeitalters. Für die Mailbox, das WLAN, den Router, Facebook, Twitter, das Windows-Admin-Konto, den FTP-Server und das Homebanking – überall braucht es den Schutz durch die Login-Daten. Und natürlich gebietet es die Sicherheit, für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu wählen. Und stark, also schlecht zu knacken, sollte das Passwort obendrein auch noch sein. In meinem Passwortfundus gibt es inzwischen mehr als 440 Einträge – von addthis.com bis Zattoo.
Das sprengt die Kapazität zumindest meines Gedächtnisses bei weitem. Darum setze ich seit einiger Zeit ein Programm namens Keepass ein. Es speichert Passwörter in einer mit 256-bit nach AES-Standard verschlüsselten Datenbank. Die Passwörter lassen sich nach Gruppen sortieren, mit Icons ausstatten und über die Suchfunktion schnell aufstöbern. Zu jedem Eintrag lässt sich eine URL hinterlegen, was für Webdienste sinnvoll ist und nebenbei auch eine Lesezeichensammlung für wichtige Webdienste ergibt. Falls nötig, lässt sich ein Passwort mit einen Ablaufdatum versehen. Und es ist möglich, einem Eintrag einen Anhang hinzuzufügen. Auf diese Weise lassen sich auch Textdateien oder andere Dokumente verschlüsselt verwahren – beispielsweise ein PDF mit dem Scan der Streichliste fürs Telebanking. Den ganzen Beitrag lesen »
Es ist kein Geheimnis, dass Youtube eine Menge lustiger Katzenvideos zu bieten hat. Dazwischen gibt es auch Videos, die keine haarigen Viecher zu bieten haben, sondern nur die talking heads einiger alter Männer – und die man sich dennoch nicht entgehen lassen sollte. Darum als heutige Empfehlung zwei Videos aus Leo Laportes und Tom Merritts «Triangulation»-Podcast. Das sind die beiden besten Folgen – zwei unterschiedliche, spannende Figuren, denen man noch zwei weitere Stunden zuhören könnte. Auch wenn man sich bei Kevin Mitnick fragt, warum er sich fürs Interview ausgerechnet vor den Kühlschrank setzen musste…