Gott bestraft die kleinen Sünden offensichtlich nicht sofort, zumindest nicht bei Apple.

Die Leute lachen gern über Windows und den Hang dieses Betriebssystems zu Bluescreens und seltsamen Fehlern. Nicht ganz zu Unrecht. Windows erreicht in Sachen Zuverlässigkeit längst nicht das Mindestmass, das selbst ein toleranter Nutzer einem so dominierenden Produkt zugesteht. Doch auch Apple hat ein Softwarequalitätsproblem. Zum Beispiel in iTunes und in der Cloud, wie vor längerer Zeit beschrieben.

170504-benachrichtigungs-gate.jpg
Als ob einer das iPad etwas zu stark geschüttelt hätte.

Doch nicht nur die zerstörte Musiksammlung, die diversen Apple gates und problematische und teilweise zurückgezogene Updates strapazieren die Nerven. Nebst den Megafails gibt es die kleinen, täglichen «Bugs» und Ungereimtheiten. Sie treten ständig auf, unterbrechen den Arbeitsfluss und sind IMHO komplett überflüssig – weil sie sich leicht beheben lassen würden.

Zugegeben, das ist meine laienhafte Meinung, die obendrein durch keinerlei Kenntnis der Systeminterna gestützt wird. Den ganzen Beitrag lesen »


Dank dem schönen Umstand, seit neun Monaten Vater zu sein, kann ich nun Apps testen, die vor zehn Monaten absolut kein Thema waren. Zum Beispiel die tollen Apps, die ich in diesem Video vorgestellt habe. Oder die App Baby Cries Translator, die es für 3 Franken für Android und das iPhone gibt.

170501-infant-cries-translator-02.png
Hungrig oder liebesbedürftig?

Die App macht genau das, was sie verspricht: Sie übersetzt das Weinen des kleinen Erdenbürgers in eine für uns Erwachsene verständliche Botschaft. Die App basiert, so steht es im Artikel des für Qualitätsjournalismus weiterherum bekannten Mediums «Daily Mail», auf echtem Geschrei: 200′000 Lautäusserungen von 100 Babys wurden ausgewertet. Die Genauigkeit sei 92 Prozent für zwei Wochen alte Kinder, 85,4 Prozent nach einem Monat, 83,8 Prozent nach zwei Monaten und 77 Prozent nach vier Monaten, so steht es auf der Website des Herstellers.

Die Genauigkeit für ein Kind von neun Monaten steht nirgends, aber es ist anzunehmen, dass die schon in einem Bereich liegt, wo man mit Raten, bzw. mit eigener Erfahrung genauso treffsicher ist. Aber ich habe es leider nun einmal verpasst, die App zu testen, als meine Tochter noch präziser zu analysieren war. Doch damals war das Bedürfnis nach einer solchen App nicht vorhanden, weil die Bedürfnisse der Tochter meistens völlig klar waren.

Mit anderen Worten: Den ganzen Beitrag lesen »


Ich habe mir neulich das (hier besprochene) Cloud-Böxchen von Lima bestellt. Das hat, inklusive 9 Franken Porto, 109 Franken gekostet. Da diese Sendung den Zoll überquert, sind noch einmal 29.50 Franken für Verzollung und Mehrwertsteuer zu entrichten. Das entspricht einem Aufschlag von 27 Prozent.

170427-post.jpg

Das nervt mich – und zwar nicht, weil ich grundsätzlich gegen die Mehrwertsteuer bin. Auch die Verzollung ist wohl etwas, das wir Schweizer schlucken müssen. Schliesslich haben wir uns gegen die Teilnahme am EWR und der Zollunion ausgesprochen. Das war zwar nicht in meinem Sinn, aber das zu akzeptieren, ist nun einmal die Pflicht jedes Anhängers der direkten Demokratie.

Was mich nervt, ist erstens das Missverhältnis: Eine Verteuerung um 27 Prozent ist ein Verhältnisblödsinn. Den ganzen Beitrag lesen »


Kollegin Simone Luchetta hat neulich ein Wunderding vorgestellt, das einem «die Cloud in die eigenen vier Wände holt». Es handelt sich um ein kleines Böxchen namens Lima mit einem bestechenden Konzept: Man hängt es an seinen Router, verbindet es mit einer Festplatte und hat dann eine eigene Datenwolke – die natürlich den Namen nicht verdient, weil sie eben nicht irgendwo in einem anonymen Rechenzentrum zu Hause ist, sondern unter eigener Kontrolle steht. Das klingt toll: Das Böxchen ist günstig, schon ab ungefähr 100 Dollar zu haben (allerdings gibt es im Moment eine Wartefrist). Man kann ein beliebiges USB-Speichermedium anhängen und ist somit nicht an die Speicherkonfigurationen gebunden, die der Hersteller für sinnvoll erachtet. Und die Sache soll, anders als beispielsweise ein NAS-Laufwerk oder OwnCloud, sehr einfach zu installieren und zu betreiben sein.

170425-lima1.jpg
Passt auch in engen Wohnungen hinter den Router.

Das klang für mich so überzeugend, dass ich gleich eine Lima Starter (es gibt auch noch eine Ultra-Variante mit schnellerer Daten-Übertragungsrate) besorgt habe. Die kam, mit einem ordentlichen Post-Aufschlag, die dem hierzulande üblichen Einfuhrzoll und der Mehrwertsteuer geschuldet ist – ein Thema, über das ich separat gebloggt habe. Weil ich nicht gleich Zeit hatte, mir eine Festplatte zu besorgen, habe ich den erstbesten USB-Stick mit 8 GB angehängt. Das war ein Fehler, wie sich zeigen sollte.
Den ganzen Beitrag lesen »


Während eines geschlagenen Monats habe ich versucht, die Antwort auf eine eigentlich ganz einfache Frage herauszufinden. Die Frage lautet: Werden mir meine Youtube-Werbeeinnahmen eigentlich ausbezahlt: Ja oder nein?

Man müsste meinen, dass die Antworten auf diese Frage erstens ganz einfach ist und zweitens Ja lautet. Schliesslich ist Google dieser grossartige Konzern, der die ganze Welt besser macht und uns… naja, ihr hört den Sarkasmus raus und wisst, worauf ich hinaus will.

170412-youtube-umsatz.png
Eine vermeintlich einfache Frage: Null Transaktionen – warum?

Aufgetaucht ist die Frage überhaupt erst, weil die App Youtube Studio unter Analytics zwar Einnahmen, aber keine Transaktionen ausweist – siehe Screenshots. Über sein Bankkonto kann man die Frage nicht klären, weil Google die Youtube-Werbeeinnahmen nicht direkt auszahlt, sondern auf ein Adsense-Konto gutschreibt und zusammen mit den Werbeerlösen der Banner überweist.

Anders formuliert lautete meine Frage also: Wie sieht man den Adsense-Zahlungen an, ob darin auch ein Youtube-Anteil steckt?

Nun ist es aber so, dass man bei Google entweder meine Frage nicht verstanden hat oder aber sein eigenes Abrechnungssystem nicht durchschaut. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




Google Adsense

Digitale Patentrezepte

Einmal pro Woche gebe ich drüben bei Tagesanzeiger.ch praxiserprobte Hilfestellung zur souveränen Bewältigung des digitalen Alltags.

dpr01b-still.jpg

patentrezepte.tagesanzeiger.ch

Podcast!

Archiv