Ein Kollege hat mich gestern angefragt, ob ich einige Inputs für einen Artikel über den Kult um Apple und Steve Jobs hätte. Hatte ich nicht. Weil – falls es ein Kult sein sollte, bin ich ein Teil davon. Aber ob Kult oder nicht, ich finde die Reaktionen weltweit, die am Donnerstag zu hören, zu sehen und zu lesen waren, nicht nur verständlich, sondern auch eine gute, menschliche Sache. Ich habe in meinem Mail folgendes zurückgeschrieben:
«Ich weiss, was du mit befremdlich meinst. Mir ging es nach dem Tod von Michael Jackson so. In diesem Fall konnte ich mich der kollektiven Emotionsaufwallung aber nicht entziehen. Auch wenn ich nicht so weit gehe, mit einem iPad, auf dem ein Kerzchen brennt, vor dem Apple Store Mahnwache zu halten. Trotzdem. Man kann zum einen die Bedeutung des Mannes nicht zu hoch gewichten. Den ganzen Beitrag lesen »
… das eine Hinrichtung bejubelt? Es heisst USA, und Jörg Schönenborn von der ARD bringt die Sache in seinem Kommentar sehr gut auf den Punkt.
Allerdings sind manche Medien hierzulande keinen Deut besser. Den ganzen Beitrag lesen »
Mit Youtube wurde es ja populär, jeden Tag ein Foto von sich oder seinem Kind zu machen und die Aufnahmen zu einem Film zusammenzufügen. Klar, wenn man jung ist, sieht man hinterher seine Jugend erblühen, was durchaus eine erfreuliche Sache ist.
Wenn nun Leute wie ich eine App wie Everyday for iPhone nutzen, dann läuft das eher auf eine Dokumentation des Zerfalls hinaus. kann man sich dabei zusehen, wie die Würde des Alters einsetzt. Eins weiss ich aber jetzt schon: Bezüglich Outfits wird mein im Vergleich zu dem Teil hier eine verflixt eintönige Angelegenheit. Himmel, Mädchen, auf deinem Grabstein wird mal «Birth, Shopping, School, Shopping, Work, Shopping, Death» stehen, oder?
In den Wahlunterlagen für die Kantons- und Regierungsratswahlen im Kanton Zürich vom 3. April 2011 fand sich dieses Zettelchen in schmuckem Magenta:

Natürlich würde man auch gern etwas über die Gründe erfahren. In einem Artikel im Der Landbote steht folgendes:
Aus Sicherheitsgründen kann bei den (gemeindeübergreifenden) Wahlen seit 2010 nämlich nicht mehr elektronisch abgestimmt werden. Weil dieses Jahr, je nach Gemeinde, bis zu sechs von sieben Abstimmungstermine Wahltermine sind, wollte man den Stimmbürgern das Hin und Her ersparen. «Die Situation wäre zu verwirrlich», sagt etwa der Gemeideschreiber von Männedorf, Hannes Friess, auf Anfrage. (Der Landbote, 15.01.2011, Seite 27)
Dumme Stimmbürger?
Wirklich? Wäre der Stimmbürger wirklich überfordert, wenn in den Unterlagen ein Zettel in schmuckem Magenta beiliegen würde, auf dem stehen könnte: «Elektronische Stimmabgabe bei diesem Wahlgang aus technischen Gründen nicht möglich»? Ich glaube nicht.
Im Tagi steht nebst dem gleichen noch ein anderer Grund: Den ganzen Beitrag lesen »
In der Sonntagszeitung gestern gab es Fragen und Antworten zu der Aschewolke über Europa. Darunter auch die Frage, ob man nun seine Gartenstühle reinräumen soll, damit Eyjafjallajökull sie nicht auffrisst. Gartenmöbel in Ehren, aber sollte man sich nicht zum Beispiel folgende Fragen stellen?
- Wie kann es sein, dass die offensichtlich reale Bedrohung im Bewusstsein der Bevölkerung bis jetzt nicht vorkam? Liegt es daran, dass Vulkane nicht in den Neunzigerjahren von Saddam Hussein erfunden und nicht nicht (sic) durch die Kontrolleure der UNO inspiziert werden konnten, sondern unzweifelhaft von Mutter Natur stammen? Den ganzen Beitrag lesen »