Lightroom ist eine tolle Software, die einen eklatanten Nachteil hat: Sie stammt von Adobe und ist daher den fragwürdigen Marketingentscheidungen dieses Konzerns unterworfen. Seit Oktober 2017 kann man die Software nicht mehr kaufen1, sondern nur noch mieten. Lightroom CC kostet mindestens 11.85 Franken pro Monat. Das sind gut 140 Franken pro Jahr. Das ist teuer, wenn man die Software (wie ich) nur sporadisch benutzt hat. Denn die Kaufversion, die man aber auch zwei, drei oder noch mehr Jahre nutzen konnte, kostet etwa gleich viel.

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Darktable sieht aus wie Lightroom und funktioniert recht ähnlich. (Geladenes Bild: David Bartus/Pexels, CC0)

Es stellt sich die Frage nach den Alternativen. Alternativeto.net (Alternativen zu einem unersetzlichen Webdienst) schlägt nebst Digikam und Raw Therapee auch Darktable vor. Das klingt, schon dem Namen nach, als Nachbau oder vielleicht auch als Gegenentwurf zu Lightroom – und soll hier daher einer Prüfung eingehenden unterzogen werden.

Die Software ist unter darktable.org als Open-Source-Programm erhältlich – nicht nur für Windows und Mac, sondern auch für diverse Linux-Geschmacksrichtungen und Solaris. Die Optik erinnert sehr an Lightroom: Der Hintergrund ist in Schwarz gehalten und die Aufteilung der Arbeitsfläche mit den Leisten links, oben und rechts wirkt auf Lightroom-Nutzer sofort vertraut. Diese Leisten können über kleine Dreieckssymbole ein- und ausgeklappt werden, wie man das von Lightroom her kennt.

Es gibt zwei weitere Parallelen:
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Ich vermute, dass zwei Buchbesprechungen in einer Woche die Geduld meiner Leserschaft überstrapaziert. Aber hey, wir sind hier nicht zum Vergnügen.

Und darum müsst ihr nun die Besprechung von Brett BattlesSurvivor (Amazon Affiliate) über euch ergehen lassen.

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Wie würde die Gegenwart aussehen, wenn Barbaren wie diese hier Europa überrannt hätten? (Bild: Parker_West/Pixabay, CC0)

Das Buch ist der dritte Teil einer Trilogie, die mit dem Buch «Rewinder» begonnen hat, das im Beitrag Wir sind die Anomalie besprochen wird. Der zweite Teil, «Destroyer», wurde hier nur kurz erwähnt, weil sie der schwächste Teil der Miniserie ist und den Protagonisten bloss als hilflosen Statisten zeigt, der zusehen muss, wie seine Gegenspielerin Lidia die Historie der Menschheit zu Kleinholz verarbeitet – um eine plumpe Metapher für ein würdeloses Schauspiel zu verwenden.

Kurze Zusammenfassung von dem, was bisher geschah: Den ganzen Beitrag lesen »


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Ein Requisitenfundus im Internet liefert Hunderte von digitalen Objekten, aus denen sich auch dann komplexe Szenen bauen lassen, wenn man keine Erfahrung mit 3-D-Objekten hat.

Die neue Publisher-Ausgabe ist da – und damit jede Menge frischer Tipps und Tricks:

  • Aus Einzelseiten ein Poster basteln ist der Aufmacher-Tipp zu InDesign: Er erklärt, wie man Seiten flexibler anordnen kann als nach Doppelseiten. Ausserdem Tipps zu kreativen Magazincovern, Tabellen mit transparenten Zelleinfassungen und zum Abschalten unnötiger Dialoge. In Photoshop erfährt man mehr zur schnellen Ebenenwahl, zu den Testmöglichkeiten künftiger Funktionen und zu versteckten Möglichkeiten bei der Farbauswahl.
  • Kartenmaterial für die Veröffentlichung erklärt, wie man an Material herankommt, das man in kommerziellen Web- und Printprodukten verwenden darf. Ausserdem gibt es Tipps, wie man das auch gestalterisch so aufbereitet, dass es auch zur Publikation passt. Plus Tipps für Typografen, für die Schriftsuche, für mehr Effizienz in Illustrator und zu Bildcollagen und Infografiken.
  • So fahren Sie sichere Siege ein!
    Zumindest wenn es darum geht, komplexe Szenen zu gestalten. Die Versatzstücke liefert, frei dreh- und positionierbar, ein Requisitenhändler aus dem Internet.

Die Beioträge für den Tagesanzeiger und die angeschlossenen Zeitungen: Den ganzen Beitrag lesen »



Eine App für unendlich viel Lesestoff.

Versuche, den Journalismus durch technischen Fortschritt zu retten, gibt es immer wieder. Das ist nichts als in Ordnung, denn es ist schliesslich auch der technische Fortschritt, der den Journalismus in Bedrängnis gebracht hat. Für die, die das Wort Medienwandel noch nie gehört haben: Es geht darum, dass die Leute journalistische Produkte nicht mehr auf die herkömmliche Art und Weise, also in Form von klassischen Medien geniessen, sondern via Internet. Das müsste nicht per se ein Problem sein. Es ist aber eines, weil es sich im Internet eingebürgert hat, für Medienprodukte nicht zu bezahlen.

Nun könnte man an dieser Stelle endlos streiten, wie gross die Schuld der Verleger ist, die ihre Produkte im Internet nicht nur kostenlos angeboten, sondern den Leuten regelrecht aufgedrängt haben. Natürlich, es hatte auch damit zu tun, dass die Infrastruktur fürs so genannte Mikropayment erst entstehen musste. Aber schuld war der Kampf um Reichweite – der Internetkuchen wollte neu verteilt werden. Und da schien es eine Zeitlang eine gute Idee zu sein, die Leute durch üppige Gratisangebote auf die neuen Websites zu locken. Und natürlich, der Medienwandel geht auch mit einer Krise der Werbung einher. Auch davon war in diesem Blog schon zu lesen.

Also, der technische Fortschritt. Da ist eine Initiative wie Blendle (Mit dem News-Fastfood aufhören), die es den Leuten einfach machen soll, Artikel einzeln zu kaufen. Da gibt es das Repackaging wie in der 12-App der Tamedia, die der Flut der Artikel mit Selektion und Kuration entgegentritt (Mediennutzungsgewohnheitenwandel?). Und neuerdings gibt es auch das Flatrate-Prinzip, wie es hierzulande von readly.com (für iPhone/iPad und Android) und in den USA von texture.com praktiziert wird.

Flatrate für Zeitschriften? Das ist einerseits naheliegend, weil das Prinzip bei Spotify und Netflix zu funktionieren scheint. Andererseits klingt es nach Verzweiflungstat – denn anders als Musik oder Filme, die es im Radio und Fernsehen quasi schon immer zur Flatrate gab, ist das «All you can read»-Prinzip bei Zeitschriften neu. Wenn man von der Möglichkeit absieht, Magazine im Kaffee, in der Bibliothek oder beim Arzt kostenlos zu lesen, dann musste man für seine Printprodukte Geld ausgeben. Nun kann man für einen ähnlichen Preis wie bei den Streamingdiensten also auch Zeitungen und Zeitschriften «streamen».

Für die Leserinnen und Leser ist das toll. Denn wer bislang zwei oder drei Zeitschriften pro Monat am Kiosk gekauft hat, kommt so deutlich günstiger weg. (Und er muss sich hierzulande nicht darüber ärgern, durch unfassbar unfairen Wechselkurs abgezockt worden zu sein – siehe Zeitschriften boykottieren!). Für die Zeitschriftenmacher stellt sich aber die Frage, ob dieser Ausverkauf nicht das Ende vom Ende einläutet – weil so selbst die zahlungswilligen Kunden dazu gebracht werden, mehr zu lesen und weniger zu bezahlen. Man nennt das auch Kannibalisierung.
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Daniel Suarez gehört inzwischen zu der Crème de la Crème der Tech-Thriller-Autoren. Sein fulminantes Debüt mit Daemon (Amazon Affiliate) und Freedom™ (Amazon Affiliate) ist Pflichtstoff für Freunde der gepflegten Near-Future-Sciencefiction. Auch Influx (Amazon Affiliate; im Beitrag Die Zukunft ist eigentlich ein alter Hut besprochen), bei der der alte Traum von der Schwerelosigkeit literarisch Wirklichkeit wird und sich nicht als reine Freude entpuppt, ist zwar kein federleichter, aber dennoch ein sehr unterhaltsamer Lesespass.

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Singapur ist 2045 die Technologie-Hauptstadt der Welt. (Bild: Fancycrave/Pexels, CC0)

Das neueste Buch heisst Change Agent (Amazon Affiliate) bzw. auf Deutsch aus unerfindlichen Gründen «Bios» (Amazon Affiliate): Die Revolution des Internets und der Informationstechnologie ist durch, Silicon Valley ist wieder das, was es schon immer war und was seinen naturgegebener Status sein sollte: Ein langweiliger, unbedeutender Fleck auf der Landkarte. Auch Google und Co. existieren wahrscheinlich noch, aber kein Hahn schreit mehr nach ihnen. 2045 ist Bio-Technologie angesagt: Als Frau und Herr von Welt (und finanziellem Wohlstand) lässt man sein eben gezeugtes Kind noch im Embryo-Stadium editieren. Bei diesem Vorgang werden Gene ausgetauscht, um dem zukünftigen Erdenbürger physische und mentale Eigenschaften zu geben, die Mutter Natur für ihn nicht vorgesehen hatte: Ein bisschen schöner, klüger, stärker, schneller, sexier schadet ja nicht. Und die anderen tun es auch, sodass man in einer Welt, die so kompetitiv ist wie die unsere, gar keine andere Wahl hat.

Versteht sich von selbst, dass das nicht legal ist. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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