Bluetooth Smart Scanner (kostenlos fürs iPhone) listet die Bluetooth-Geräte in der Umgebung auf; und zwar auch solche, die man nicht verbunden (gepairt) hat. Das gleiche tut auch BLE Scanner, den es fürs iPhone/iPad und für Android gibt.

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BLE Scanner: Der Samsung-Fernseher (UE40J6370) muss irgendwo durch ein offenes Fenster senden – gesehen habe ich den selbst nicht.

Eine solche App richtet sich an zwei Zielgruppe. Die erste Gruppe besteht aus Entwicklern und Herstellern, die Bluetooth-Apps und -Geräte in die Welt setzen wollen. Die können diese Apps zu Testzwecken und Fehlersuche benutzen. Die zweite Gruppe sind natürlich die Neugierigen und die Spielkinder, die gerne wissen würden, was funkmässig um sie herum so läuft. Wenn man durch die Stadt spaziert, zeigt einem eine solche Scanner-App auf, dass man von einer verblüffend hohen Zahl an Bluetooth-Geräten umgeben ist. Es gab Momente, wo mir der BLE Scanner ein oder zwei Dutzend Funkquellen aufgelistet hat.

Einen praktischen Nutzen hat der Scanner, wenn man sich an einem Ort über die Infrastruktur schlau machen möchte. So habe ich an einem meiner Arbeitsorte einen Officejet 250 von HP gefunden. Der beherrscht auch Airprint, kann also auch vom iPhone oder iPad aus angesteuert werden. Nicht, dass ich das Bedürfnis hätte, von meinem Smartphone aus zu drucken. Aber wenn ich es hätte, dann hätte mir die Scanner-App geholfen, es auszuleben.

Von den beiden Apps ist Bluetooth Smart Scanner diejenige, die ich schon recht lange nutze. Sie ist keine Augenweide und funktional nicht gerade der Überflieger: Sie zeigt die verfügbaren Geräte an. Tippt man einen Eintrag an, erhält man einige Zusatzinformationen, insbesondere den Service Universally Unique Identifier (Service UUID). Da dieser nicht aufgeschlüsselt wird (hier gäbe es eine Tabelle), ist das leider nicht so richtig hilfreich.

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Bluetooth Smart Scanner: Spartanisch, kryptisch.

Der BLE Scanner (oder Bluetooth Low Energy Scanner) zeigt alle Geräte an, die sich aktuell in Reichweite befinden. In der Rubrik History werden sämtliche Geräte augeführt, die jemals entdeckt wordne sind. Unter Favourites verwaltet man seine Lieblingsgeräte.

Tippt man bei einem Gerät in Reichweite auf Connect, erhält man weitere Informationen, die recht detailliert, aber auch eher kryptisch ausfallen. Mit etwas Kominationsvermögen findet man heraus, welche Services ein Gerät anbietet.

Mit der App kann man auch Geräte simulieren oder Eddystone- bzw. iBeacon-Module simulieren: Das sind kleine, ortsgebundene «Bojen», die den Geräten die Orientierung in Gebäuden ermöglichen und spezifische Informationen zum Standort abgeben können. Ich nehme an, dass das Potenzial für Spielereien oder Scherze hat – aber um das auszuloten, würde ich etwas mehr Zeit benötigen.

Fazit: Es ist nicht zwingend, eine solche App auf dem Telefon zu haben. Aber als Nerd wird man sich davon nicht abhalten lassen.