Ich wollte schon lange mal über den Domain-Editor von Hostpoint schreiben. Den findet man, wenn man sich unter admin.hostpoint.ch einloggt. Einmal drin, klickt man auf Zu meinen Domanins, sucht die passende Domäne aus der wahrscheinlich langen Liste und betätigt direkt darunter den Eintrag Bearbeiten. Es erscheint eine Konfigurationsseite, die einerseits im rechten Bereich die Namensserver aufführt. In den Feldchen stehen die Server von Hostpoint, wenn die Domain bei Hostpoint untergebracht ist. Wenn sie bei einem anderen Anbieter liegt, dann stehen dort die DNS-Server dieses anderen Anbieters.

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The Internet is a series of (probably connected) tubes. (Bild: David McEachan/Pexels.com, CC0 )

Abweichende DNS-Server gibt es zum Beispiel hier für Clickomania.ch. Gehostet wird diese Site von VTX, weil das damals 1999, als ich die Domain eingerichtet habe, eine gute Wahl war und ich seither keinen triftigen Grund für einen Wechsel hatte. Der Registrar ist allerdings Hostpoint. Das wiederum seit 2015, als die Switch ihre Rolle als Hüterin über .ch aufgegeben und an Hosting-Anbieter abgetreten hat. Ich habe das seinerzeit im Beitrag Kampf um die Domain-Kunden beschrieben.

Ich habe damals Clickomania.ch zu Hostpoint transferiert, weil ich dort schon andere Domains hatte und mich mit der Admin-Umgebung einigermassen auskannte. Und weil diese Umgebung auch einige interessante Funktionen hat, wie auch dieser Beitrag hier aufzeigen soll.

Worüber ich schreiben will, ist der linke, mit Domain Status überschriebene Bereich. Und zwar wiederum über die zweite der vier dort verfügbaren Optionen Domain an Hosting zuweisen, Domain weiterleiten (HTTP Redirect) nach…, Weiterleiten auf die Hostpoint Domain Parking Webseite und Domain deaktivieren. Die anderen sind eigentlich selbsterklärend.

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Hier ein bisschen Unfung mit dem Internet anstellen.

Domain weiterleiten (HTTP Redirect) nach… ermöglicht es einem, eine Weiterleitung einzurichten. Ich nutze diese Möglichkeit für meine Domäne matthiasschuessler.ch, die auf die About-Seite in diesem Blog verweist. Ich hätte auch genausogut auf about.me/mrclicko verweisen können. Das habe ich ich ernsthaft in Erwägung gezogen, es aber nicht gemacht.

Denn about.me ist neuerdings überhaupt nicht mehr so cool wie früher. Das ehemals fensterfüllende Hintergrundbild wird in ein kleines, von einer riesigen orangefarbigen Fläche umgebenen Fensterchen gepackt und all die liebevoll platzierten Links auf mein umfangreiches Schaffen im Web sind auch nicht mehr vorhanden1.

Fazit: Eine nette Sache! Mehr als die Redirect-Option auszuwählen und seinen Link einzutragen, braucht man nicht zu tun. Das macht es wirklich einfach, Abkürzungen einzurichten. Ich bin fast versucht, für jeden einzelnen Blog-Post hier eine passende Domäne zu erwerben…

… nein, Quatsch, natürlich nicht. Aber falls ich endlich dazu komme eine Festplatte an meinen Router anzuhängen und die über einen Dyn-DNS-Dienst zugänglich zu machen, könnte ich die uncoole Adresse wie irgendwas.spdyn.de von einer echt tollen Domäne aus aufrufen. Vielleicht sogar von einer Emoji-Domäne aus2.

Footnotes

  1. Wie Nachforschungen zeigen, liegt dieser minimalistische Look daran, dass man mit seiner Seite ein «Update» durchführen muss. Da wird man dann auch nach seinen Interessen und dem Beruf gefragt, und am Schluss kann man sein Design wieder aus der Schmollecke holen und zumindest einen einzigen Link zurück auf die Seite bringen. Trotzdem hat meine Freude an about.me mit diesem Update merklich nachgelassen. Es ist ein offensichtlicher Versuch, die Nutzer mit sanftem Druck auf ein Bezahlabo hinzuleiten. Das Angebot «Page and Domain starting at $79», und darum kann ich mir auch vorstellen, dass eine externe Domain-Weiterleitung abgeklemmt werden würde. ^top
  2. Geht allerdings noch nicht, weil wie hier beschrieben die vernünftigen Hoster noch keine Emoji-Domänen verkaufen und beim unverünftigen Anbieter Godaddy, wo das ginge, konfigurationsmässig alles wieder anders sein dürfte. ^top