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Das Content Creator-Update für Windows 10 ist schon seit ein paar Wochen draussen. Doch viele Leute haben es entweder noch nicht erhalten oder es zwar schon installiert, aber gar nicht gemerkt, was neu ist. Darum ist es an der Zeit, das Update einmal detailliert vorzustellen.

(Klammerbemerkung: Ich habe etwa sechs Anläufe gebraucht, bis ich es erfolgreich installieren konnte. Bei meinem PC hat es zweimal nicht geklappt, weil der die Marotte entwickelt hat, manchmal mehrere Anläufe für den Start oder Neustart zu brauchen. Am Surface hat es zweimal nicht geklappt, weil dort ein Firmware-Update ausstehend war. Und in der VirtualBox hat es aus unerfindlichen Gründen auch einmal nicht geklappt. Der manuelle Updater hat bei jedem Versuch den ganzen Krempel neu heruntergeladen: Microsoft, eine wirklich sehr effiziente Nutzung eurer Server. Möge eure Bandbreitenrechnung diesen Monat astronomisch ausfallen!)

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Ein Hobby, das mir noch fehlt: Männchen in die virtuelle Welt setzen und sie mit farbigen Kleidchen versehen…

Paint 3D wird für mich in der Rubrik Wenn ich einmal Zeit habe abgeheftet – auch wenn Microsoft behauptet, dass jedermann kreativ ist und das Update daher alle angeht. Ich fände es zwar durchaus spannend, mal ein lustiges Objekt am Bildschirm zu «erfinden», zu bemalen und dann 3d-drucken zu lassen. Aber wie schon hier gesagt: Es braucht nebst Beherrschung der Technik auch einen Geistesblitz. Denn wenn man sich schon als 3D-Skulpteur betätigt, soll auch ein Gegenstand herauskommen, den man gern auf den Schreibtisch stellt und dessetwegen man sich nicht blamieren muss.

Die anderen Neuerungen zeigen, dass die Systemsteuerung irgendwann tatsächlich obsolet werden wird. Im Moment gibt es bei Windows 10 den seltsamen und eigentlich unhaltbaren Zustand, dass zwei Anlaufstellen für die Konfiguration existieren. Einerseits besagte Systemsteuerung, die es in Windows schon «immer» gab. Andererseits die Einstellungs-App, die mit Windows 8 Einzug hielt. Da muss man wissen, wo was zu finden ist und sich an beiden Orten zurechtfinden – als ob Windows nicht schon ohne diese zusätzliche Schwierigkeit unübersichtlich genug wäre. Doch wie Microsofts Chefinsider Brandon LeBlanc auf Twitter schreibt, ist die Systemsteuerung auf dem Weg nach draussen:

Einen Zeitplan gibt es dazu bislang aber nicht.

Eine Funktion habe ich im Video nicht erwähnt, da sie für die meisten Nutzer völlig irrelevant ist. Für Leute wie mich ist sie nichtsdestotrotz praktisch: Es gibt eine Art Adressleiste im Registry-Editor: Sie zeigt nicht nur den aktuellen Pfad an, sondern erlaubt es auch, den zu kopieren. Und man kann einen Pfad in die Adressleiste einfügen, um gleich zum richtigen Ort zu springen.