Gott bestraft die kleinen Sünden offensichtlich nicht sofort, zumindest nicht bei Apple.

Die Leute lachen gern über Windows und den Hang dieses Betriebssystems zu Bluescreens und seltsamen Fehlern. Nicht ganz zu Unrecht. Windows erreicht in Sachen Zuverlässigkeit längst nicht das Mindestmass, das selbst ein toleranter Nutzer einem so dominierenden Produkt zugesteht. Doch auch Apple hat ein Softwarequalitätsproblem. Zum Beispiel in iTunes und in der Cloud, wie vor längerer Zeit beschrieben.

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Als ob einer das iPad etwas zu stark geschüttelt hätte.

Doch nicht nur die zerstörte Musiksammlung, die diversen Apple gates und problematische und teilweise zurückgezogene Updates strapazieren die Nerven. Nebst den Megafails gibt es die kleinen, täglichen «Bugs» und Ungereimtheiten. Sie treten ständig auf, unterbrechen den Arbeitsfluss und sind IMHO komplett überflüssig – weil sie sich leicht beheben lassen würden.

Zugegeben, das ist meine laienhafte Meinung, die obendrein durch keinerlei Kenntnis der Systeminterna gestützt wird. Vielleicht sind sie auch nicht leicht zu beheben, sondern würden es erfordern, dass das ganze Betriebssystem umgepflügt wird. Das wäre aber nicht besser, sondern schlimmer – weil das Softwarequalitätsproblem dann nicht oberflächlicher Natur, sondern systemisch wäre.

Wie auch immer: Diese Kleinigkeiten erschüttern das Vertrauen – denn wie soll man glauben, dass die Daten sicher sind, wo die Abschottung des Systems so viel komplexer und anspruchsvoller ist als ein Fenster an der richtigen Stelle zu platzieren?

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Falsche Tastaturorientierung zum ersten…

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… und falsche Tastaturorientierung zum zweiten. Zugegeben, die Screenshots sind schon etwas älter. Am iPad sehe ich das Problem der senkrecht stehenden oder am oberen Rand klebenden Tastatur aber nach Jahren immer noch mindestens einmal pro Woche.

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Das iPad will Updates automatisch installieren…

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… schafft das allerdings nicht, und kommt darum täglich mit dieser Installationsaufforderung aus dem Busch.

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Auch in Mac OS begegnet man den lästigen kleinen Bugs. Hier in Textedit. Wenn man später noch einmal speichert, klappt es in aller Regel.