Wir haben einen Olivenbaum namens Petros, der bei uns auf der Loggia steht. Nur geht es Petros in der letzten Zeit nicht sehr gut. Das liegt daran, dass wir beide leider keinen grünen, sondern viel eher einen braunen Daumen haben. Nicht, dass wir unsere Pflanzen vernachlässigen würden. Aber es fehlt uns oft an Talent für die erfolgreiche Florabetreuung. Immerhin: Karl der Kaktus wächst und gedeiht. Irgendwann werden wir ein Loch in die Decke hämmern müssen, damit er weiter nach oben streben kann.

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Der Parrot Sensor hat sich schon mit Petros angefreundet.

Was nun Petros angeht, will ich ihn nicht kampflos aufgeben. Ich habe mir darum den Parrot Flowerpower (bei Galaxus.ch1, Amazon Affiliate) besorgt. Das ist ein Ast-artiges Gadget, das man in seinen Topf steckt. Dort misst es die Umweltbedingungen und übermittelt die per Bluetooth an eine App. Überwacht werden vier Parameter: Sonneneinstrahlung, Wasser, Dünger und Temperatur.

Die App (bzw. vielmehr die Cloud-Anwendung, bei der man seine App anmeldet) hat eine Datenbank hinterlegt, in der die optimalen Umweltbedingungen für die überwachte Pflanze gespeichert sind. Somit erhält man Hinweise, wenn die Pflanze zu wenig Licht bekommt, Dünger oder Wasser bräuchte oder zu warm oder zu kalt hat. Auch vor dem Überdüngern wird man gewarnt: Dann soll man den überschüssigen Dünger mit Wässern des Bodens ausspülen.

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Genügend Wasser, genügend Licht. Da sollte er sich eigentlich erholen.

Die Messungen funktionieren einwandfrei, sind gemäss einiger Plausibilitätsprüfungen akurat und nützlich: Ich habe festgestellt, dass wir aus Angst, Petros zu viel Wasser zu geben, viel zu zurückhaltend waren. Auch wenn der Baum nicht zu viel Wasser kriegen darf, braucht er doch alle paar Tage ein paar Schlucke.

Nun, ob der Flower-Power-Sensor die Wende bringt und Petros sich erholt, ist noch nicht abschätzbar. Aber für Garten-Nilpen wie mich ist er auf alle Fälle eine grosse Hilfe – und er sollte besser zu früh als zu spät angeschafft werden. Klar, Dinge wie Parasitenbefall kann der Sensor nicht feststellen. Aber da haben wir inzwischen selbst ein Auge dafür.

Footnotes

  1. Hier gekauft, trotz des nervigen Mindermengen-Zuschlags. ^top