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Meistens thematisiere ich in den Patentrezept-Videos Apps oder Arbeitsweisen, die sich in meinem Alltag längst bewährt haben und die ich daher guten Gewissens empfehlen kann. Manchmal ist es auch umgekehrt: Da habe ich dank einem Video die Gelegenheit, meine eigene Arbeitsweise zu verbessern. Das war bei diesem Video zu Bittorrent Sync der Fall. Ich habe mit maege in der letzten (schon vor einiger Zeit aufgezeichneten) Digital-Sendung über Bittorrent Sync gesprochen. Daraufhin war klar, dass sich das Thema hervorragend für ein Video eignet. Und nachdem ich die Software dafür ausprobiert habe, setze ich sie jetzt routinemässig und gerne ein.

Da ich kein NAS habe, verwende ich sie nicht als Ersatz für Dropbox und OneDrive. Über diese beiden Dienste halte ich Daten bereit, die ich jederzeit von irgendwelchen Geräten her im Zugriff haben will. Es sind alles unbedenkliche Daten, was die Privatsphäre angeht. (Die meisten sind sowieso zur Veröffentlichung gedacht.) Aber der Datenabgleich zwischen den Geräten – der Foto-Upload vom Smartphone und der Austausch grosser Videodateien zwischen Mac und Windows – wird dadurch sehr viel einfacher. Das Übertragen aller Fotos vom iPhone auf den Compi ist über das lokale Netz rasend schnell. Und ich spare es mir, das iPhone per USB-Kabel anhängen und in einer Bildverwaltungs-App kopieren zu müssen – abgesehen davon, dass in meinem speziellen Fall noch ein weiterer Umweg nötig war, weil ich das iPhone mit dem Mac synchronisiere, die Bilder aber auf dem Windows-PC archiviere.

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Das Verbindungsprozedere hat ein bisschen was von Voodoo. Aber es funktioniert einwandfrei.

Zweiter Fall: Wenn ich einen auf meinem Windows-PC aufgezeichneten Screencast zur Weiterverwendung in Final Cut auf den Mac verfrachten will, dann musste ich bisher im Finder ein Windows-Laufwerk mounten, die Videodatei dorthin kopieren und am Mac abgreifen. Eine vergleichsweise lästige Angelegenheit. Ist Bittorrent Sync einmal eingerichtet, brauche ich die Videodatei nur im synchronisierten Ordner abzulegen, und schon taucht sie auf dem Mac ein und kann in Final Cut importiert werden. (Nett wäre jetzt noch eine Möglichkeit, die Clips aus diesem Ordner gleich automatisch in Final Cut zu importieren. Aber dafür habe ich bislang noch keine gute Lösung gefunden.)

Fazit: Ich werde dank Bittorrent Sync nicht meinen kompletten Arbeitsfluss über den Haufen werfen. Jedenfalls nicht, bis es nicht einen Raspberry Pi mit USB 3 gibt, mit dem ich mir einen Bittorrent-Sync-Server basteln kann. Dann würde ich meine Cloud-Nutzung schon gern ein gutes Stück zurückfahren.

Update Mai 2017
Bittorrent Sync heisst inzwischen Resilio Sync. Wahrscheinlich war die Verwechslungsgefahr mit dem anderen Bittorrent-Protokoll einfach zu gross.