Es ist ein offenes Geheimnis: 2016 gilt als schlimmes Jahr. Doch immerhin: Es geht als guter App-Jahrgang in die Geschichte ein. (Aus meiner persönlichen Sicht war es aber ein sehr schönes Jahr.)

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Die Auswahl ist leicht subjektiv gefärbt, wie es bei solchen Best-of-Listen unvermeidlich ist. Da mein Geschmack aber nicht allein massgeblich ist, habe ich einige Apps daruntergemischt, deren Besprechung beim Tagi auf grosses Publikumsecho gestossen ist. Es sind als nicht nur Apps dabei, die mir gefallen, sondern auch den Tagi-Leserinnen. For whatever it is worth.

Natürlich gilt wie immer: Wenn ich eine App übersehen haben sollte, könnt ihr gern in den Kommentaren hier oder beim Tagi drüben eine Nomination anbringen. Den ganzen Beitrag lesen »


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Wo bleibt die Facebook-Kategorie für uns lockige Menschen? (Bild: Enredada, Silvia Viñuales/Flickr.com, CC BY-ND 2.0)

Vor einiger Zeit bin ich auf Facebook in eine Diskussion geraten1, in der es um diesem Beitrag hier ging. Der besagt, dass Facebook es neuerdings möglich macht, Werbekampagnen nach Ethnien zu «targeten». Man kann seine Kampagne auf Afroamerikaner beschränken oder nur Hispanoamerikaner ansprechen. Genauso, wie man nach Alter, Geschlecht, Hobbies und diversen Vorlieben selektieren kann.

Ist das diskriminierend oder nicht? Eine interessante Frage, bei der ich unschlüssig bin (war). Einerseits ist die Gefahr von Ungleichbehandlung tatsächlich gegeben. Ein Restaurant könnte seine Werbekampagnen nur auf Weisse ausrichten, um farbige Besucher fernzuhalten. Andererseits ist das Targeting bei Frauen erlaubt, obwohl bei diesem Geschlecht die Benachteiligung längst nicht ausgerottet ist. Auch nach Alter darf man seine Kampagne ausrichten. Ist es okay, wenn ein Restaurantbesitzer Frauen und Alte fernhält, aber wenn er Aufroamerikaner ausgrenzt, wird es zum Problem? Ist die Schutzbedürftigkeit bei der Rasse grösser als bei den anderen Faktoren?

Mir ist klar – mit dieser Frage läuft man sehr schnell Gefahr, Zuspruch von der falschen Seite zu bekommen. Den ganzen Beitrag lesen »


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Links: Die Einstiegs-Ansicht mit den beliebtesten Artikeln.
Rechts: Die Einzelansicht für einen Artikel.

Ich habe Wikipedia auch dieses Jahr wieder eine Fünfzigernote gespendet. Weil Wikipedia aus meinem Leben nicht wegzudenken ist und sich anders als andere täglich genutzte Sites sich nicht merklich verschlechtert hat. Wikipedia ist in Zeiten von Filterblase und Fakenews ein Hort, an dem Fakten und Wissen hochgehalten werden. Und jetzt soll mir keiner kommen und auf Edit Wars, Löschdebatten und PR- und Marketingunterwanderung herumreiten. Natürlich gibt es diese Konflikte. Sie sind ärgerlich, aber mehr auch nicht. Sie sind auf alle Fälle kein Grund, Wikipedia nicht für grossartig, wertvoll und wichtig zu halten.

Mir selbst habe ich die App V für Wikipedia gegönnt, die für 4 Franken fürs iPhone und iPad erhältlich ist. Den ganzen Beitrag lesen »


Mit iOS 10.2 kam das Selfie-Emoji. Ich meine, allein das Wort… müsste ich es meiner Grossmutter erklären, käme ich ganz arg ins Schwimmen. Dabei hat sie zumindest eine vage Vorstellung von dem, was ein Smartphone so tut. Aber wenn ich mich zurück in meine Primarschulzeit versetze, dann wäre das Konzept für die Leute damals – mein zwölfjähriges Ich eingeschlossen – nur mit viel Aufwand vermittelbar. Das Fernsehen damals war schwarzweiss1. Telefone waren schwarz und aus Bakelit. Sie hingen an der Wand und waren nur zum Telefonieren da.

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Eine Rarität in meiner Fotosammlung: Ein Bild mit mir selbst drauf. Plus rechts das Reenactment.

Kommunikativ gesehen lebten wir im Mittelalter. Denn auch wenn ich nicht mehr genau sagen kann, was damals ein Ferngespräch pro Minute gekostet hat, war es doch so, dass die Nutzung des Telefons aufs Nötigste zu beschränken war. Stattdessen haben wir fleissig die Briefpost genutzt. Wie Schiller und Goethe, nur weniger literarisch. Und in denen waren Emoji bekanntlich nicht gebräuchlich. Obwohl sie zu der Zeit besonders praktisch gewesen wären. Die Schweizer Post hatte noch bis in die 1980er Jahre ein Tarifsystem, nach dem Postkarten vergünstigt transportiert, wenn maximal fünf Worte darauf standen. Wohl, weil der Pöstler an denen weniger schwer zu tragen hatte. Mit fünf Emojis erzählt man, wenn man geschickt ist, einen halben Roman.

Auch das Selfie war damals schon als Konzept völlig verquer. Den ganzen Beitrag lesen »



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Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ich im Moment, wo ich ein Video zu lahmem Internet für den Tagi produziert habe, selbst mit den Problem kämpfe. Die Horizon-Box der UPC-Cablecom, die bekanntlich ihre Macken hat, internetmässig aber bis jetzt immer gut funktionierte, will täglich neu gestartet werden, um zuverlässig mit dem Internet zu kommunizieren. Das WLAN ist unzuverlässiger geworden, was vor allem durch die starke Auslastung des 2,4 GHz-Bands verursacht wird. Daran ist die Cablecom auch nicht ganz unschuldig, weil diverse Wi-Free-Netze sich dort tummeln – die meines Erachtens nicht viel bringen. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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