Das neue Buch mit den gesammelten Kummerbox-Beiträgen ist da – dieses Mal nicht, wie seine fünf Vorgänger, in gedruckter Form, sondern als Ebook im Self-Publishing-Programm von Amazon.

Der Schritt vom «normalen» zum elektronischen Buch ist ein Experiment und ein Wagnis. Der Kundenkreis der Kummerbox besteht zum kleinsten Teil aus Nerds und Early Adopters, die sich voll aufs papierlose Buch eingeschossen haben. Sie werden keinen Kindle haben und vermutlich auch nicht wissen, dass man die Kindle-Bücher per iOS-App auch am iPad und iPhone lesen kann, dass eine Android-App existiert und dass man die elektronischen Bücher über den Cloud Reader auch einfach im Browser studieren kann. Für ein Nachschlagewerk wie das Kummerbox-Buch ist das nicht der schlechteste Weg.

Das Ebook ist ideal
Aber das Ebook drängt sich für einen Titel wie «Kummerbox Kompakt» auf. Und zwar aus mehreren Gründen.

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1) Zum ersten musste ich bei den Papierbüchern immer eine Auswahl treffen, um die angestrebte Seitenzahl von um die 240 Seiten einzuhalten. Das sind um die 413’000 Zeichen. Beim elektronischen Buch ist die Seitenzahl nebensächlich. Ich habe darum fast das ganze aufgelaufene Material verwendet, rund 535’000 Zeichen oder 240 Beiträge.

Zweitens der Preis. Amazon setzt eine Obergrenze von 9,99 US-Dollar. Ich habe 8,99 Dollar gewählt. Oder 7,29 Euro, respektive 8.80 Franken. Das ist im Vergleich zum gedruckten Buch (29.90 Franken) sehr günstig. Es kostet weniger als einen Drittel.

Muss er nun darben?
Was die Tantiemen angeht – Er (oder Sie) segne alle, die sich deswegen um mich sorgen! – sind die beim Ebook (in absoluten Zahlen) höher als beim gedruckten Werk. Das liegt daran, dass man im Self-Publishing-Programm bei Amazon 70% Royalties bekommt (minus die Kosten für die Auslieferung per Whispersync). Beim gedruckten Buch beträgt das Autorenhonorar zehn Prozent des Nettoladenpreises (der Preis minus die Mehrwertsteuer). Nun darf man nicht unterschlagen, dass der Verlag für seinen Anteil das Buch nicht nur herstellt, sondern auch Marketinganstrengungen betreibt. Die sind wichtig. Wenn es der Verlag schafft, dass ein Buch in den Buchhandlungen prominent aufgelegt wird, dann wirkt sich das positiv auf die Verkäufe aus.

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Das Buch auf dem Kindle.

Diese Arbeit muss man selbst in die Hand nehmen, wenn man sein eigener Verleger ist. Das ist aber eh ein Zeichen der Zeit – als Journalist, Buchautor, Blogger, Podcaster, Fotograf, Videokünstler und whatever muss man sich zunehmend damit anfreunden, dass man auch immer als Verkäufer in eigener Sache agiert. Ob einem das nun passt oder nicht. Professionelle Hilfe bei dieser Selbstvermarktung wäre für viele willkommen – da scheint ein Angebot zu fehlen. Ich würde noch heute eine solche Agentur gründen, wenn ich ein Händchen dafür hätte (ich lasse mich aber jederzeit in den Verwaltungsrat einer solchen Agentur berufen, dass das auch gesagt ist).

Drittens die Suche. Bei den gedruckten Büchern muss der Inhalt über ein Index erschlossen werden. Ich habe bei meinen Büchern immer Wert auf einen ausführlichen Index gelegt, den ich in äusserst mühseliger Handarbeit erstellt habe. Für die Website habe ich sogar einen konsolidierten Index über alle Ausgaben der Buchreihe gemacht. Das ist eine Arbeit so mühselig, dass sie sogar meinen ärgsten Feinden erspart bleiben sollte. Beim Ebook kann man sie sich sparen. Da gibt es die Volltextsuche. Die ist zwar nicht so spezifisch wie der Index, dafür vollständig.

Reaktionen und Rezensionsexemplare
Fazit: Ich bin gespannt auf die Resonanz und die Reaktionen. Die könnt ihr gern in den Kommentaren hinterlassen oder per Mail an matthias ätt clickomania Punkt zehha schicken. Und ja: Ich gebe gerne Rezensionsexemplare für die Besprechung auf Blogs oder in Old-Media-Publikationen heraus. Da ich (noch) nicht herausgefunden habe, wie man bei Kindle elektronische Besprechungsexemplare verschickt, sende ich auf Anfrage (an matthias ätt clickomania Punkt zehha) gerne ein PDF des Buchs zu. Extra für diesen Zweck habe ich auch die About-Seite dieses Blogs um eine Biografie ergänzt.

Es gibt alle Bilder auch in hoher Auflösung: Das Cover, die Kindle-Screenshots, der Screenshot von der Kindle-iPad-App und mein Portrait.