Das Progrämmchen BookletCreator sorgt (unter Windows und Mac) dafür, dass das Drucken von Broschüren ohne Schere und Klebstoff

Selbst Broschüren fabrizieren – das scheint eine einfache Aufgabe zu sein, vor allem, wenn man einen Drucker mit Duplexfunktion zur Verfügung hat. Man druckt jeweils zwei Seiten auf die Vorderseite eines A4-Blatts, zwei Seiten auf die Hinterseite, faltet die Ausdrucke, heftet sie, und schon ist das Booklet im A5-Format fertig.

Doch eben, leider nicht. Auf diese Weise gedruckt, kommt die Seitenreihenfolge durcheinander. Damit sie in der Broschüre mit ineinander gelegten Seiten stimmt, muss die erste die letzte Seite auf die Vorderseite des ersten Blatts zu liegen kommen. Die zweite und die zweitletzte Seite sind auf dessen Rückseite zu platzieren. Und so weiter.

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Eine überschaubare Programmoberfläche, die alle nötigen Optionen bereithält.

Alternative zu Schere und Klebstoff
Diese Reihenfolge lässt sich aus den normalen Druckoptionen nicht generieren und muss daher manuell, mit Schere und Papier, hergestellt werden. Eine komfortable Möglichkeit eröffnet sich auch über das Programm BookletCreator. Es nimmt PDF-Dateien entgegen, und sortiert die Seiten entsprechend um. Somit ist die Vorgehensweise wie folgt: Man gestaltet seine Broschüre in einem beliebigen Programm, gibt sie als PDF aus und wandelt sie per BookletCreator in eine entsprechend ausgeschossene PDF-Datei um. (Ausschiessen bezeichnet in der Druckproduktion die Platzierung der Einzelseiten auf einem Druckbogen, wobei auf einem Bogen beispielsweise 16 Seiten untergebracht werden.)

Auch für dicke Brocken geeignet
BookletCreator nimmt die zu verarbeitende PDF-Datei entgegen. Bei Pages per Booklet gibt man an, ob die Broschüre in einzelne Bünde zerlegt werden soll. Das ist bei dünneren Broschüren nicht nötig; bei diesen wählt man die Option All. Ab einer gewissen Seitenzahl drängt es sich auf, da dicke Papierstapel sich nicht mehr gut falten lassen. Die Anwendung bietet an, diese dann als Bünde zu drucken, die separat gefaltet und aufeinandergelegt geheftet werden. Es kann hier die Seitenzahl für den Bund angegeben werden. Die Option Add blank pages to the last booklet sorgt dann dafür, dass der letzte Bund gleich dick ist wie die vorherigen.

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Die umsortierten Seiten in der ausgeschossenen PDF-Datei.

Bei Result sheet size gibt man das Papierformat der resultierenden Datei an. Die Option Flip backs upside down (for duplex printers) ist bei manchen doppelseitig ausgebenden Druckern nötig, weil sie die Rückseite kopfüber platzieren. Ausserdem gibt es die Option The document is in right-to-left language (such as Arabic or Hebrew), die bei Sprachen, die von rechts nach links geschrieben werden, die richtige Seitenabfolge ergibt.

BookletCreator hat in unserem Test absolut reibungslos funktioniert. Die Software druckt Booklets bis zu 16 Seiten kostenlos. Für dickere Werke ist die kostenpflichtige Version zu erwerben, die es für 19.95 US-Dollar gibt. BookletCreator läuft unter Windows und Mac OS X.

bookletcreator.com