Vor gut einem Jahr habe ich mich im Beitrag Das E-Mail stirbt einen langsamen Tod mit den Zukunftsaussichten des Mails auseinandergesetzt. Die sehen ähnlich aus wie die des SMS: Beide sind unverzichtbar. Aber beide sind dazu da, zu einem Administrationsinstrument zu verkommen. Das SMS wird, in Zeiten von Messengern, hauptsächlich noch für den Versand von Einmal-Codes für die Zwei-Faktor-Authentifizierung benutzt. Und die Mailadresse ist für Logins unverzichtbar – doch abgesehen davon scheint die Welt inzwischen lieber per WhatsApp, Slack, Facebook Messenger, iMessage zu kommunizieren.

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Briefe wirft man (meistens) auch nicht einfach so weg. (Bild: Andrys/Pixabay, CC0)

Und das gilt nicht nur für die private Kommunikation. Auch Geschäftliches läuft immer häufiger via Messenger ab und nicht mehr per Mail. Das ist nicht gänzlich verkehrt: Das Mail ist einfach kein sehr sicheres Kommunikationsmedium. Es gibt standardmässig keine Verschlüsselung. Und die Verschlüsselung, die man dem Mail überstülpen kann, ist unsicher.

Trotzdem habe ich ein Problem mit dieser Entwicklung. Den ganzen Beitrag lesen »


Neulich wollte ich die App Lockbox von Firefox vorstellen. Das hat damals nicht geklappt, weil die App nicht im Schweizer Store verfügbar war. Nun ist sie es, und ich kann auf das Thema zurückkommen.

Sie ist so unspektakulär, wie damals befürchtet. Aber praktisch genug, um vorgestellt und empfohlen zu werden. Sie klinkt sich in Firefox Sync ein. Dieser Dienst gleicht bekanntlich Lesezeichen, Reiter, Verlauf, Passwörter, Add-ons und Einstellungen bei allen angehängten Firefox-Installationen ab. Man hat auf allen beteiligten Geräten die gleiche Surf-Umgebung zur Verfügung. Konfiguriert wird die Synchronisation in den Einstellungen bei Firefox-Konto bzw. unter about:preferences#sync (der Link setzt den Aufruf bei Firefox in die Adressleiste, wo man dann noch Enter drücken muss, um die Einstellungsseite zu öffnen).

Es gibt die App fürs iPhone, jedoch bislang noch nicht für Android. Lockbox erlaubt den Zugriff auf die in Firefox gespeicherten Passwörter und zeigt sie am Mobiltelefon an. Via iPhone hat man seine Passwörter zugriffsbereit, wenn man sie an einem Computer benötigt, auf dem Firefox nicht installiert ist oder Sync nicht eingerichtet werden kann oder soll. Das kann durchaus hilfreich sein – auch wenn die mobile Variante von Firefox die Synchronisation natürlich unterstützt und die am Desktop verwendeten Logins ebenfalls zur Verfügung hat.

Wie man das von ähnlichen Apps her kennt ist es möglich, das Passwort in die Zwischenablage einzufügen. Man kann auf diesem Weg ein in Firefox gespeichertes Passwort fürs Login bei der passenden App benutzen. Den ganzen Beitrag lesen »


Im Beitrag Fotobearbeitung für Minimalisten habe ich mich zwar darüber beklagt, dass mir langsam die Lust an der Besprechung von Lightroom-Alternativen vergangen ist – nach DxO PhotoLab, ACDSee, ON1 Photo RAW und Darktable. Aber einer geht trotzdem noch, fand ich. Und darum ist jetzt Capture One von Phase One an der Reihe.

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Es dauert eine ganz schöne Weile, bis man in dieser Software endlich zum Arbeiten kommt.

Die Software verwirrt nach der Installation mit dem Dialog «Bitte wählen Sie Ihr Capture One 11 Produkt». Er bietet die Optionen Pro, Pro (für Sony), Express (für Sony), DB, Enterprise und Kulturerbe an, die für einen nicht eingeweihten Nutzer grad überhaupt keinen Sinn ergeben. Kulturerbe? Muss man bei der UNO arbeiten, um diese Software zu verwenden?

Ich klicke auf die oberste Option Pro, und habe dann die Funktionen Testen, Kaufen und Aktivieren zur Verfügung. Wenn man probehalber auf Kaufen klickt, sieht man sich wiederum mit einer erschlagenden Auswahl an Möglichkeiten konfrontiert: Pro Yearly Subscription für 180 Euro, Pro Full license für 332 Franken, Pro + Styles Full License für 393.40 Franken statt 562 Franken, Pro Sony für 88 Franken, Pro Yearly Subscription pay Monthly für 20 Euro pro Monat, und so weiter… insgesamt sieben Varianten, mit Preisangaben mal in Euro, mal in Franken. Was ist aus dem guten alten KISS-Prinzip geworden?
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So wird das Tablet zum zweiten Bildschirm

Böse Zungen würden sagen: So ist das iPad endlich zu etwas nütze: Nämlich als Zweit-Bildschirm für Windows.

Und bevor ihr nun böse Kommentare schreibt. Die Aussage stammt von «bösen Zungen», nicht von mir. Ich halte das iPad auch im eigenständigen Gebrauch für ein sinnvolles Instrument. Zwar nicht fürs Bloggen. Aber immerhin als Visionierungsgerät für Netflix und Teleboy und zum Steuern von Spotify.

Was nun das Video angeht, kommen hier die beiden Beiträge Das Tablet als externen Bildschirm nutzen und Das sollten alle Browser können! zusammen: Zwei raffinierte Methoden, um effizienter zu arbeiten, mehr Platz auf dem (digitalen) Desktop zu haben und alle relevanten Informationen immer im Blick zu haben – was die Notwendigkeit zur Task-Switcherei minimiert.

Apropos: Den ganzen Beitrag lesen »


So langsam reicht es mir ein bisschen mit Bildbearbeitungsprogrammen: Nach den Tests von ACDSee (ACDSee bietet Lightroom die Stirne), ON1 Photo RAW (So einfach ist es nicht, gegen Adobe anzustinken), Photolemur (Dieser Bilder-Autopilot kriegt nicht jede Kurve) und Darktable (Auf die dunkle Seite wechseln?) gelüstet es mich nach einer anderen Softwarekategorie. Trotzdem habe ich mir vorgenommen, heute DxO PhotoLab anzusehen.

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Wer Details mit lokalen Korrekturen verbessern will, kann sich in DxO PhotoLab austoben.

Das Programm stand hier als Alternative für Lightroom zur Debatte – allerdings mit der Einschränkung, dass es nur Bearbeitungen vornimmt. Doch davon lasse ich mich erst einmal nicht abschrecken. PhotoLab kostet, um das vorwegzunehmen, 129 Euro in der normalen Variante, der «Essential Edition». Die «Elite Edition» ist mit 199 Euro nicht gerade günstig und bietet hauptsächlich Funktionen, die wahrscheinlich wirklich nur die Fotografie-Elite benötigt. Beispielsweise RAW-Rauschminderung (naja, hat die Foto-Elite keine Kamera mit lichtstarkem Bildsensor), ein Anti-Moiré-Werkzeug und Farbkalbrierung. Elite-Funktionen, die man vielleicht auch als nicht-elitärer Fotograf benötigen könnte, sind die Funktion namens «Mehrere Outputs» (ich nehme an, das meint einen Mehrfach-Export) und die Möglichkeit, Presets zu bearbeiten. Letztere würde ich eigentlich als essentiell erachten. Man kann Presets immerhin auch mit der Essential-Version erstellen.

Auch diese Software kommt mit einer schwarzen Oberfläche in der Lightroom-typischen Aufteilung daher. Den ganzen Beitrag lesen »



Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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