Kollegin Simone Luchetta hat neulich ein Wunderding vorgestellt, das einem «die Cloud in die eigenen vier Wände holt». Es handelt sich um ein kleines Böxchen namens Lima mit einem bestechenden Konzept: Man hängt es an seinen Router, verbindet es mit einer Festplatte und hat dann eine eigene Datenwolke – die natürlich den Namen nicht verdient, weil sie eben nicht irgendwo in einem anonymen Rechenzentrum zu Hause ist, sondern unter eigener Kontrolle steht. Das klingt toll: Das Böxchen ist günstig, schon ab ungefähr 100 Dollar zu haben (allerdings gibt es im Moment eine Wartefrist). Man kann ein beliebiges USB-Speichermedium anhängen und ist somit nicht an die Speicherkonfigurationen gebunden, die der Hersteller für sinnvoll erachtet. Und die Sache soll, anders als beispielsweise ein NAS-Laufwerk oder OwnCloud, sehr einfach zu installieren und zu betreiben sein.

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Passt auch in engen Wohnungen hinter den Router.

Das klang für mich so überzeugend, dass ich gleich eine Lima Starter (es gibt auch noch eine Ultra-Variante mit schnellerer Daten-Übertragungsrate) besorgt habe. Die kam, mit einem ordentlichen Post-Aufschlag, die dem hierzulande üblichen Einfuhrzoll und der Mehrwertsteuer geschuldet ist – ein Thema, über das ich dann mal separat bloggen werde. Weil ich nicht gleich Zeit hatte, mir eine Festplatte zu besorgen, habe ich den erstbesten USB-Stick mit 8 GB angehängt. Das war ein Fehler, wie sich zeigen sollte.
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Ohne ein allzu grosses Geheimnis zu verraten: Der Titel im S-town-Podcast steht für «Shitty town». Die Scheissstadt ist Woodstock, Alabama, wo John B. McLemore wohnt. Er ist ein Eigenbrödler, der mit seiner dementen Mutter auf einer Farm wohnt, einen Irrgarten angelegt hat, den man sogar auf Google Earth sieht, der als Uhren-Nerd auch knifflige antike Zeitmesser wieder zum Laufen bringt und ansonsten dem Leben nicht viel abgewinnen kann: Er wettert über sein Kaff und sein Unvermögen, etwas aus seinem Leben zu machen – und er leidet an der ganzen Welt. Klimakatastrophe, Putin, die Ungerechtigkeit des Lebens an sich.

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Hier fehlt eindeutig dieses Emoji hier: 💩

Der Podcast beginnt wie ein typischer Serial-Podcast (Definition hier): Mit einem vermeintlichen Skandal: Ein unaufgeklärter Mord. Vertuschte Polizeiübergriffe. Brian Reed, der Autor der Geschichte, telefoniert oft und lange mit McLemore, um der Sache auf die Spur zu kommen und reist dann nach Woodstock. Dort ist alles etwas anders… der vermeintliche Mörder spricht offen über seine Tat und auch sein Vater sagt, dass er so eine fiese Angelegenheit niemals gedeckt hätte. Auch die Polizei hat ermittelt, und das Geheimnis löst sich in Luft auf.

Eine Story, DOA. Doch nicht ganz. Den ganzen Beitrag lesen »


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Genauso dämlich, wie sich die Macher von Johnny Mnemonic das 1995 ausgedacht haben, sehen unsere VR-Brillen heute aus. Bild: overduereview.com

Die neueste Publisher-Ausgabe ist da. Was bedeutet, dass ich euch hier wieder mit Links zu meinen gesammelten Werke der letzten Wochen bewerfe:

  • Wozu der «Öffnen als»-Befehl gut ist, den es in Photoshop gibt, haben wir uns alle schon einmal gefragt. Ich erkläre es in den Prepress-Tipps – auch wenn die Sache einigermassen banal ist. Weitere Tipps erklären, wie man in Photoshop ein Bild auf eine neue Ebene reduziert, wie man in InDesign einem neuen Rahmen die Farbe des letzten Rahmens zuweist, wie man in der gleichen Software Seiten dupliziert und mit welcher Methode man in Photoshop ein Script dem Menü hinzufügt. Meine zwei Lieblingstipps erklären, wie man in InDesign mit einem Mausklick und fünf Tastendrücken ein Raster aus zwölf Kästchen erstellt und wie man in Photoshop mittels Gradationskurve nur die Kontraste, nicht aber die Farbsättigung beeinflusst.
  • 11 Wege zum Reichtum ist ein nicht ganz ernst gemeinter Blogbeitrag, der elf Methoden aufzeigt, mit Photoshop Kohle zu scheffeln. Die anderen Tipps im Web stellen eine Website für tolle Infografiken, einen Instagram-Account für nette Photoshop-Kreationen, Anlaufstellen fürs Adobe-bezogene Selbststudium und diverse Fotografen-Blogs vor. Plus glyphter.com, wo man sich Schriften mit selbstgewählten Icons zusammenstellt.
  • Yes, we photoshop! Gestaltung muss nicht, aber sie kann politisch sein – oder auf den Wiedererkennungswert bekannter Sujets setzen. So oder so – Aktionen machen die Re­mi­nis­zenz ganz einfach.
  • Mehr als das Kameraauge sieht Die Fotografie ist nicht mehr das, was sie einmal war. Sie entwickelt sich nämlich in Richtung Computational Photography. Und der Artikel hier erklärt, was das bedeutet.
  • Dem InDesign-Script-Profi über die Schulter geschaut Scripting ist die Methode, um in InDesign Produktionsabläufe zu beschleunigen und zu verbessern. Doch wie schwer ist der Einstieg? Ein Beispiel zeigt es.

Das sind die Beiträge für den Tagesanzeiger und das Newsnetz: Den ganzen Beitrag lesen »


Ich würde mich nun nicht gerade als Tree hugger bezeichnen. Aber ich mag Bäume, und habe damals, als unser Hausbaum umgesägt wurde, böse gebloggt und ein Tränchen verdrückt. Naja, vielleicht bin ich doch ein Baumumarmer.

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Links: Während der Regen (abschaltbar) plätschert, wird man zur Arbeit angehalten.
Rechts: Der Wald, nach drei erfolgreichen Konzentrationsübungen.

Jedenfalls empfehle ich heute die App Forest (2 Franken für Android und das iPhone), bei der man virtuelle Bäume für einen realen Zweck pflanzt. Die App soll einen daran hindern, sich mit dem vermaledeiten Smartphone ständig selbst abzulenken. Das funktioniert wie folgt: Man verrät der App, ob man ein kleines Pflänzchen oder einen grossen Baum wachsen lassen will und legt den entsprechenden Samen in die Erde. Von der Art der Pflanze hängt ab, wie lange die ungestörte Wachstumsphase dauern wird – von einer Viertelstunde bis zu zwei Stunden kann man einstellen.

Während dieser Wachstumszeit darf man die App nicht verlassen. Den ganzen Beitrag lesen »


Bildbearbeitung kann man längst im Web betreiben und auch Diagramme fabriziert man im Netz. Zum Beispiel mit Draw.io. Für eine kleine Grafik zwischendurch muss man sich noch nicht einmal anmelden.

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Auch eine hübsche Mindmap ist mit Draw.io eine Kleinigkeit.

Wobei es etwas zu weit gefasst ist, wenn man Draw.io als Spezialist für Diagramme beschreibt. Man fabriziert mit dieser Software typischerweise Flussdiagramme, Organigramme und ähnliches: Also Grafiken, die vor allem aus Kästchen bestehen, in denen es Text hat und die durch Linien verbunden sind.

Von einer solchen Software erwartet man, dass sich Kästchen leicht und schnell zeichnen, mit Text füllen und einfärben lassen. Die Kästchen sollen sich leicht mit Linien bzw. Pfeilen verbinden lassen. Und die Verbindungen müssen dynamisch sein, d.h. automatisch nachgeführt werden, wenn man ein Kästchen verschiebt. Praktisch ist eine Bibliothek mit vielen Formen. Man möchte dort auch die für Flussdiagramme typischen Elemente wie Rhombus, Parallelogramm, Die haben nämlich bestimmte Bedeutungen wie Verzweigung und Input/Output. Naja, zumindest dann, wenn man sie streng nach Lehrbuch benutzt. Ich bin in solchen Fällen fürs Improvisieren.
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Matthias Schüssler

Matthias Stadtfilter kleinIn diesem semiprivaten Blog geht es um Tech, Medien, Podcast, Radio und Off-Topic wird zum Topic erklärt.




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